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Eichholzbrücke in Gevelsberg: Exklusive Einblicke gewinnen

Ein gewichtiger Hingucker: Die noch nicht herübergeschobene A1-Behelfsbrücke von der Eichholzstraße in Gevelsberg aus betrachtet.

Ein gewichtiger Hingucker: Die noch nicht herübergeschobene A1-Behelfsbrücke von der Eichholzstraße in Gevelsberg aus betrachtet.

Foto: Carmen Thomaschewski / WP

Gevelsberg.  Wie ist die A1-Behelfsbrücke an der Eichholzstraße in Gevelsberg konstruiert? Wie wurde sie montiert? Straßen NRW lädt auf die Baustelle ein.

Sie ist 70 Meter lang und 400 Tonnen schwer – die Rede ist von der Behelfsbrücke, die vor Wochen per Knopfdruck über die A1 geschoben wurde. Ein spektakulärer Anblick, der viele Menschen schon im Vorfeld zu jeder Tag- und Nachtzeit auf die alte Brücke auf der Eichholzstraße lockte. Nun lädt der Landesbetrieb Straßen NRW Leserinnen und Leser ein, exklusive Einblicke in die Bauarbeiten zu gewinnen.

„Die Brücke Eichholzstraße ist nicht mehr in der Lage, die gesamte Verkehrslast zu tragen. Lkw dürfen hier nicht mehr fahren, ein Ersatzneubau ist erforderlich“, fasst Straßen NRW die Lage kurz und bündig zusammen. Um den Verkehr während der Bauphase an der A1-Anschlussstelle Gevelsberg nicht komplett lahmzulegen, hat der Landesbetrieb also eine Behelfsbrücke gebaut, über die der Verkehr laufen soll. Über Wochen wurde sie stückweise zusammengeschraubt (wir berichteten).

Mehr als 10.000 Brücken in NRW

Nadja Hülsmann, Projektleiterin in der Straßen NRW-Regionalniederlassung Südwestfalen, wird am Dienstag, 30. Juli, gemeinsam mit ihren Kollegen aus der Bauüberwachung von Straßen NRW Interessierten vor Ort Fragen rund um die besondere Baustelle beantworten. Wie ist die Behelfsbrücke konstruiert? Wie wurde sie montiert? Wie geht es mit Abriss und Neubau weiter?

15 Leserinnen und Leser haben die Chance zu einem Besuch im Baubüro und ebenso auf der Baustelle. Der Landesbetrieb betreut mehr als 10.000 Brücken in Nordrhein-Westfalen. Vom kleinen Überweg für die Landwirtschaft bis zur großen Rheinbrücke reicht dabei das Spektrum. „Brücken sind heutzutage immer stärkeren Belastungen ausgesetzt“, so Straßen NRW.

Umfassende Prüfung der Bauwerke

„Vor allem im Fernstraßennetz sind die Bauwerke den gestiegenen Anforderungen auf Dauer nicht mehr gewachsen.“ Brücken müssten also verstärkt oder auch neu gebaut werden. Straßen NRW sorge dafür, dass die Straßen und die Brücken in Nordrhein-Westfalen den Anforderungen entsprechen und sicher genutzt werden können, erklärt der Landesbetrieb. Dazu gehöre unter anderem, dass die Brücken regelmäßig und umfassend durch Bauwerksprüfer untersucht und bewertet werden.

Bogenbrücke aus 1956

Ergebe eine Brückenprüfung oder auch die statische Nachrechnung, dass ein Bauwerk den enorm gestiegenen Anforderungen, was Verkehrsmenge und -last angeht, nicht mehr gewachsen ist, werde ein Ersatzneubau geplant.

Bei der bisherigen Brücke über die A1, die Silschede und Gevelsberg verbindet, handelt es sich um eine Bogenbrücke aus dem Jahr 1956. Die Behelfsbrücke stammt aus dem Bestand des Bundes und kann einen sich begegnenden Schwerlastverkehr aufnehmen.

Abriss oder Sprengung

An einem Wochenende Ende August, Anfang September wird die Autobahn voll gesperrt und die alte Brücke entweder gesprengt oder abgerissen, um Platz zu schaffen für die endgültige Lösung. Das neue Bauwerk an der Stelle der Bogenbrücke soll im Juli des kommenden Jahres betriebsbereit sein. Die neue Brücke besteht aus einem Stahl-Beton-Verbundsystem, sie ist ebenfalls uneingeschränkt nutzbar und ein SS80-Festbrückengerät.

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