Hospizarbeit

Ein Ort in Ennepetal, um Ruhe zu finden

Pflanzen den letzen Baum (von links): Probst Norbert Dudek, Paul Timmermanns, Pfarrer Roland Krämer, Pfarrer Hans Overkämping, Eric Samjerske (Regionalvertretung der Fielmann, Pfarrer Andreas Schulte und Bürgermeisterin Imke Heymann (vorne).

Pflanzen den letzen Baum (von links): Probst Norbert Dudek, Paul Timmermanns, Pfarrer Roland Krämer, Pfarrer Hans Overkämping, Eric Samjerske (Regionalvertretung der Fielmann, Pfarrer Andreas Schulte und Bürgermeisterin Imke Heymann (vorne).

Foto: Mareike Maack

Ennepetal.   Auf Gut Ahlhausen sollen Hospiz-Mitarbeiter künftig nicht nur geschult werden, sie sollen dort auch Erholung finden. Drei Gästezimmer vorgesehen

Ein Ort der Ruhe, an dem insbesondere Hospiz-Mitarbeiter Luft holen und sich vom nicht immer einfachen Alltag erholen können, das soll Gut Ahlhausen schon im Laufe des nächsten Jahres werden.

Bereits 2012 ist Paul Timmermanns, Geschäftsführer der Bundes-Hospiz-Akademie, gemeinsam mit seiner Ehefrau auf das Gut gezogen. Stück für Stück haben die Eheleute es seitdem denkmalgerecht wiederhergerichtet, damit es als Bildungseinrichtung genutzt werden kann.

Schulungen in Ennepetal

„Ab dem nächsten Jahr möchten wir die schönen Räumlichkeiten hier verstärkt für die Bundes-Hospiz-Akademie nutzen“, so der Geschäftsführer. Konkret heißt das, dass einmal im Jahr Hospiz-Mitarbeiter für Schulungen nach Ennepetal kommen sollen.

Das Gut soll für die ehrenamtlichen Helfer aber auch ein Erholungsort werden, an dem sie übernachten können: „Wir werden hier im Laufe des kommenden Jahres drei Gästezimmer einrichten“, so Timmermanns. Was Gut Ahlhausen dabei aber keinesfalls werden soll, ist ein Hotel, stellt der Geschäftsführer klar: „Wir haben überlegt, wie viele Zimmer wir hier machen können, wir wollten die Räumlichkeiten nicht verbauen, daher haben wir uns entschlossen, es bei drei Zimmern zu belassen.“

Auch Touristen willkommen

Diese sollen zwar hauptsächlich den Hospiz-Mitarbeitern zur Verfügung stehen, aber auch Touristen, die Ruhe suchen, soll die Möglichkeit gegeben werden, auf dem Gut zu übernachten. „Wir haben da auch bereits Anfragen“, so Timmermanns.

Bereits seit mehren Jahren setzt sich Paul Timmermanns gemeinsam mit Pfarrer Hans Overkämping, Pionier der Hospizbewegung, dafür ein, dass auf Gut Ahlhausen ein Lebens-Ort für Menschen die in der Hospizbewegung tätig sind, entsteht.

Jetzt ist ein großer Schritt in diese Richtung geschafft. Insgesamt wurden bereits mehr als 60 Bäume, darunter Walnüsse, Akazien und Silberlinden gepflanzt. Durch diese gezielte Schaffung von Alleen sollen Spaziergänger Wege zur Ruhefindung erhalten, ein neu geschaffener Aussichtspunkt lädt zum Verweilen ein. Außerdem wird die alte Gruft der Familie Bölling baulich saniert.

Baum gepflanzt

Oberhalb dieser Familiengruft wurde gestern im Beisein von Bürgermeisterin Imke Heymann, Pfarrer Andreas Schule, Probst Norbert Dudek, Pfarrer Roland Krämer und Eric Samjerske, Regionalvertreter der Fielmann AG, der letze Baum gepflanzt und damit wieder ein Arbeitsschritt abgeschlossen.

„Dass das möglich war, verdanken wir auch Fielmann. Das Unternehmen hat diese Maßnahmen hier mit einer Spende gefördert“, sagt Paul Timmermanns.

Bürgermeisterin Imke Heymanns ist begeistert, wie viel die Eheleute Timmermanns schon auf Gut Ahlhausen erreicht haben: „Es ist Wahnsinn, was hier schon passiert ist und dass sie immer weiter machen. Sie haben hier ganz schön harte Arbeit geleistet.“

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