Gevelsberg.

Ein schwungvolles Bekenntnis zur Familie

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Gevelsberg. „Ich habe extra kein Auto hinein gemalt, weil die die Natur verpesten“, erklärte eine junge Künstlerin, als sie das Bild ihrer „Traumstadt“ beim Gevelsberger Jahresempfang im Zentrum für Kirche und Kultur vorstellte. Während die Reden gehalten wurden, hatte Annette vom Bruch, Chefin der Schule Maldumal, mehr als 25 Mädchen und Jungen um sich versammelt, um mit ihnen zu Pinsel und bunten Farben zu greifen und ihre Fantasien sichtbar zu machen. Frei nach dem Motto: Kinder an die Macht.

Lachende Häuser

Auch keine schlechte Idee: Lachende Häuser. Oder: Eine Rakete, um mal kurz von Gevelsberg aus auf den Mond zu fliegen. „Aber, du kommst doch wieder zurück?“, wollte Stefan Biederbick, erster stellvertretender Bürgermeister, wissen. „Jaaaaaaa“, lautete die eindeutige Antwort. Nicht alle jungen Künstler wagten allerdings den Schritt auf die Bühne. Für die meisten war Kakao und Kuchen im Kellergeschoss des Zentrums dann doch verlockender.

Nach der Schweigeminute für den in der Nacht zuvor verstorbenen Vater von Bürgermeister Claus Jacobi folgte nicht nur ein eindringliches Bekenntnis zur „Familiengerechten Kommune“, für das es ein Zertifikat gab, sondern auch ein buntes Programm, das die Ehrengäste begeistert hat.

So flott kann Klassik sein

Und das von der ersten Minute an. Zum Start spielte das Studienstiftungsorchester NRW, das seine Heimat in der Gevelsberger Musikschule gefunden hat, unter der Leitung von Adam Szmidt auf. Er wählte die flotten Beiträge der Klassik wie Peter Tschaikowskys „Tanz der Zuckerfee“ oder der Ungarische Tanz von Johannes Brahms aus.

Stefan Biederbick brachte als Gastgeber eine genau so humorvolle wie sympathische Note in den Empfang. Sicherlich war er nicht darum zu beneiden, die Vertretung von Claus Jacobi so kurzfristig und unerwartet übernehmen zu müssen. Die Aufgabe meisterte er jedoch in seinem ganz persönlichen Stil.

Und mit Kindern kann der Politiker umgehen: „Vielleicht werden ich ja auch mal Opa?“ Wenn es Enkelinnen werden sollten, dann könnte er ihnen zum Beispiel einen Ballettkurs bei der Städtischen Musikschule vorschlagen. Was die Lehrerin Carola Görbing mit ihren beiden Klassen im Zentrum für Kirche und Kultur präsentierte, war erstaunlich, unterhaltsam und kindgerecht, was bei der Kunst nicht immer der Fall ist, auch wenn sie vom Nachwuchs vorgetragen wird. Hier waren die Mädchen mit sichtbarer Begeisterung dabei.

Gut unterhalten wurden die Gäste auch von Christopher Weinreiff, der sich ein Euphonium als Instrument ausgesucht hat und auch in der Städtischen Musikschule übt. Das Euphonium ist ein Blechblasinstrument, das zur Familie der Flügelhörner gehört.

Talkrunde mit Ministerin

Über eine „unverbrauchte Politikerin“ freute sich Biederbick bei der Ankündigung der NRW-Familienministerin Christina Kampmann. Die Festrednerin präsentierte sich genauso locker und bürgernah wie ihre Gastgeber und fühlte sich bei ihrem Besuch sichtlich wohl – alles andere als eine steife Politikerin. Außerdem trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Moderiert wurde der Jahresempfang von Sebastian Schorre, freier Mitarbeiter von Radio Wuppertal, der auch eine Talkrunde moderierte. Die Ministerin, Stefan Biederbick, Kirsten Witte als Vorsitzende des Vereins Familiengerechte Kommunen, Jugendhilfeausschuss-Vorsitzender Klaus-Günter Bärenfänger sowie Christel Hofschröer und Jasmin Breer, bei der Stadtverwaltung Gevelsberg zuständig, stellten sich dann seinen Fragen.

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