Kriminalität

Einbrüche in Schulen: Gevelsberg muss mehr Geld zahlen

Die Grundschule Schnellmark an der Grünewaldstraße in Gevelsberg erhält eine Alarmanlage.

Die Grundschule Schnellmark an der Grünewaldstraße in Gevelsberg erhält eine Alarmanlage.

Foto: Stefan Scherer / Stefan Scherer / WP

Gevelsberg.  Die Stadt Gevelsberg muss 20.000 Euro für eine Alarmanlage in der Grundschule Schnellmark investieren. Die Zahl der Einbrüche soll gestiegen sein.

Weil die Zahl von Einbrüchen in Schulen zugenommen hat, muss die Stadt Gevelsberg zusätzliches Geld für Gegenmaßnahmen investieren. Konkret geht es um 20.000 Euro für eine Alarmanlage in der Grundschule Schnellmark. Auch weitere Grundschulen sollen in diesem Jahr ausgestattet werden.

„Die Versicherung hat Kontakt zur Stadt Gevelsberg aufgenommen und nach Möglichkeiten der Schadensreduzierung gesucht“, so die Erklärung der Stadtverwaltung an die Politik. „Nach einer Begehung der Schulgebäude wurde vereinbart, dass die Grundschule Schnellmark noch in diesem Jahr mit einer Einbruchmeldeanlage ausgestattet wird.“

Einsatz von Sicherheitsdiensten

Kämmerer Andreas Saßenscheidt hatte die 20.000 Euro gemeinsam mit anderen außerplanmäßigen Aufwendungen für das vierte Quartal 2019 genehmigt. Die Summe fließt außerdem in die Verkabelung der Alarmanlage und den Austausch von Schließzylindern an der Grünewaldstraße. „Auf Forderung der Provinzialversicherung durfte nur ein zertifiziertes Unternehmen mit der Hauptleistung beauftragt werden“, heißt es auf Nachfrage vonseiten der Stadt. Im vergangenen Jahr habe es insgesamt fünf Einbrüche in Gevelsberger Grundschulen gegeben. Soweit nicht bereits geschehen, sollten sukzessiv die noch fehlenden Schulen mit Alarmanlagen ausgestattet werden. Zeitweise würden noch Sicherheitsdienste mit der Bestreifung der Schulen beauftragt.

Ein Sicherheitsdienst war bereits im Zuge unserer Berichterstattung über Vandalismus an der Grundschule Pestalozzi Thema. Dieser sei für alle Schulen finanziell nicht darstellbar, hieß es damals vonseiten der Verwaltungsspitze. Die Pestalozzischule hatte sich wie berichtet in einem Schreiben an die Öffentlichkeit gewandt. Sie klagte über Marihuana-Tütchen, abendliche Trinkgelage und Vandalismus auf ihrem Schulhof. Die Stadt als Schulträgerin hatte in diesem Fall bereits Maßnahmen ergriffen und weitere angekündigt (siehe Infobox).

Prozess gegen Bande

Im Januar begann der Prozess gegen eine mutmaßliche Bande, die 2018 bei einer Reihe von Einbrüchen vor allem Gevelsberger Schulen ins Visier genommen haben soll. Dabei sollen sie insgesamt fast 18.000 Euro erbeutet haben (wir berichteten).

Unter anderem sollen die Grundschule Strückerberg und auch die Grundschule Schnellmark zu ihren Zielen gehört haben. Darüber hinaus wird ihnen vorgeworfen, in den Kindergarten Haufe, die Hasencleverschule und die Realschule eingebrochen zu sein. Dabei hätten sie es laut Anklageschrift stets auf Wandtresore abgesehen. Sie sollen Bargeld, Laptops, Drucker und weitere Technik sowie Bankkarten ergattert haben.

Für das Verfahren vor dem Landgericht Hagen waren mehrere Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil der Richter ist für Freitag, 28. Februar, vorgesehen.

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