Platsch

Eine Million Euro für neue Technik

Im Keller befindet sich der Technikraum für das Platsch - sowohl für das Hallen- als auch das Freibad.

Foto: Carmen Thomaschewski

Im Keller befindet sich der Technikraum für das Platsch - sowohl für das Hallen- als auch das Freibad. Foto: Carmen Thomaschewski

Ennepetal.   Im Hallenbad „Platsch“ sollen Anlagen im Keller erneuert werden. Vor allem die Lüftungsanlage ist in die Jahre gekommen und wird 2018 getauscht.

Etwa eine Million Euro werden in den nächsten fünf Jahren alleine in die Technik des „Platsch“ investiert. „Aufgrund der Finanzsituation der Stadt sind in diesem Bereich schon längere Zeit Abstriche gemacht worden“, erklärt Florian Englert den Sanierungstau. Auch 2004, als das Hallenbad saniert wurde, sei in einigen Bereichen nicht die neueste Technik verbaut worden. Mit einem Gutachten verschaffte man sich nun ein Überblick über den Zustand aller Anlagen. Dringender Handlungsbedarf besteht bei der Lüftung und bei der Warmwasseraufbereitung. Die notwendigen Maßnahmen würden jetzt sukzessive umgesetzt, betont der Geschäftsführer der Kluterthöhlen & Freizeit GmbH.

Letzte Sanierung im Jahr 2004

Apparaturen, Pumpen, Behälter und lange Rohrleitungen: Im Keller des „Platsch“ ist Technik aus den vergangenen vier Jahrzehnten verbaut. Vor allem an der Lüftungsanlage sind der Wandel der Zeit und die verschiedenen Erweiterungsmaßnahmen zu erkennen. „Baujahr Juni 1977“ steht auf einer der mittlerweile drei Lüftungsanlagen. Bei der Sanierung des Hallenbads vor 13 Jahren kam die letzte dazu. Im Gutachten ist von drei korrespondierenden Anlagen die Rede, die sich teilweise im Wirkungsrad widersprechen.

Jetzt ist geplant, alles auszubauen und in einem Guss neu einzusetzen – auf dem aktuellen Stand der Technik. Der geschätzte Kostenrahmen für die Lüftungsanlage liegt bei etwa 280 000 Euro.

Florian Englert verspricht sich davon mehr Energieeffizienz und vor allem ein verbessertes Klima im Bad. Die großzügige offene Gestaltung im Inneren des Hallenbades sei nämlich Segen und Fluch gleichermaßen, wie der Badleiter Volker Külpmann erklärt. Optisch kommt der Badebereich sehr einladend und modern daher, der Lüftung würde die Arbeit durch diese großen Flächen erschwert. Kühlere Temperaturen im Schwimmbereich, wohlige Wärme rund ums Variobecken: Die Anforderungen an die Technik sind komplex. In puncto Luftverteilung steht im Gutachten, dass eine Anpassung zur Steigerung der Behaglichkeit notwendig sei. Die wird nun vorgenommen. Schon jetzt seien kleine Änderungen in der Einstellung umgesetzt, das habe sich sehr positiv auf das Klima im Bad ausgewirkt, erklärt Külpmann. In einem sogenannten Vernebelungstest seien Schwachstellen bei der Lüftung ausgemacht und es sei schnell für Abhilfe gesorgt worden. Die groß angelegte Baumaßnahme wird 2018 folgen.

Bauarbeiten Im Platsch

Das Vario-Becken im Platsch Ennepetal wird umgebaut.
Bauarbeiten Im Platsch

Im laufenden Betrieb wird noch in diesem Jahr an der Filteranlage für das Hallenbad gearbeitet. Die Warmwasseraufbereitung ist in Teilen sanierungsbedürftig. Hierfür sind 20 000 Euro veranschlagt. Die Heizungstechnik ist nach Aussage des Gutachtens „alt und überdimensioniert“. Die Modernisierung ist für 2019 geplant und mit etwa 100 000 Euro veranschlagt. Ein Jahr später steht die Pumpen- und Gebäudeleittechnik auf dem Plan, insgesamt 160 000 Euro sind aktuell dafür einkalkuliert.

Fit für die Zukunft

Wenn die gesamte Technik im Platsch auf einen Schlag ausgetauscht würde, würde das etwa 8 Millionen Euro kosten, rechnet Volker Külpmann und erklärt, dass alle Anlagen am Computer gesteuert werden können.

Dennoch: Auf tägliche Rundgänge durch den Technikkeller könnte man nicht verzichten, auch weil man manch einen Defekt im Vorfeld erkennen könne. An dem Geruch im Keller, weil zum Beispiel ein Gerät überhitzt sei. Oder am Klang, wie Külpmann betont. Wenn sich etwa eine Pumpe ihrem Ende nähert und beginnt zu pfeifen. Wenn etwas kaputt ist, werde immer sofort reagiert, versichert Külpmann. Jetzt gehe es darum, veraltete Technik auf den neusten Stand zu bringen – das Platsch für die Zukunft fit zu machen.

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