Metal-Festival

Eisenfest am 9. November ist das Schwelmer Wacken

Das Publikum trägt Veranstalter Steve Lausberg auf Händen. Er hat das Eisenfest zu einer Metal-Institution in Schwelm gemacht.

Das Publikum trägt Veranstalter Steve Lausberg auf Händen. Er hat das Eisenfest zu einer Metal-Institution in Schwelm gemacht.

Foto: Tom Dunkler / WP

Schwelm.  Schwelmer Metal-Festival auf drei Termine ausgedehnt. Zwei Filmteams, Blogger und Youtuber berichten. Namhafte Bands und ausgebuchte Hotelzimmer

Ozzy Osbourne, als ehemaliger Sänger von Black Sabbath einer der Überväter des Heavy Metal, wird am 3. Dezember 71 Jahre alt. Was das mit Schwelm zu tun hat? Eine ganze Menge, denn das Alter des Sängers zeigt deutlich: Heavy Metal ist den Kinderschuhen seit Jahrzehnten entwachsen. Die Fans sind nicht mehr in der Schule oder an der Uni, sie sind fest im Job – in alle sozialen Schichten. Das zeigt sich deutlich beim Schwelmer Eisenfest, das am Samstag, 9. November, im Schwelmer Jugendzentrum erneut die Freunde der ganz harten Töne begeistern wird.

Die kommen von weit her, um die Bands Eradicator (Thrash-Metal), Gun Barrel (Heavy Metal), Messerschmitt (Speed-Metal), Selfdevoured (Death Metal) und die Schwelmer Lokalmatadore Krud (Knatter-Metal) zu sehen, zu hören, zu erfahren. Das sind durch die Bank weg Musiker, die ihr Handwerk blendend verstehen, und die sich mit ihren Truppen nicht im Geringsten vor einschlägigen Szenegrößen verstecken müssen. „Mittlerweile kann ich bei den Bands aus den Vollen schöpfen“, sagt Organisator Steve Lausberg im Gespräch mit dieser Zeitung und kommt auf einen Nebeneffekt davon zu sprechen, dass die Metal-Fans auch älter werden: Sie haben mehr Geld als in ihrer Jugend. „Ich weiß von vielen, dass sie wegen des Eisenfestes in Schwelm übernachten. Dafür buchen sie natürlich Hotel-Zimmer.“

Unterstützung aus ganz Deutschland

Ist das Eisenfest das Schwelmer Wacken und spült Geld in die Stadt? „Ganz so weit will ich mal nicht gehen“, sagt Steve Lausberg, der zunächst froh ist, dass sich das Festival bereits vor seiner neunten Auflage selbst trägt. „Früher war es immer ganz eng mit der Knete. Heute kann ich schon ordentlichere Gagen zahlen. Das sorgt auch dafür, dass das Schwelmer Eisenfest für größere Bands attraktiv wird.“ Dazu kommt: Die Fans unterstützen Lausberg und seine neunte Auflage des Eisenfestes weit über die Grenzen Schwelms hinaus. „Sie verteilen Flyer in ganz Deutschland. Da gehe ich auf Konzerte und bekomme meine eigene Werbung in die Hand gedrückt. Das ist unglaublich toll“, sagt der Schwelmer.

Dass das Eisenfest eine Marke ist, die von den Fans akzeptiert wird, zeigt auch, dass die Nachfrage nach den Karten genauso steigt, wie die nach Merchandise. „Auf der Seiten www.seedshirt.de/eisenfest und www.seedshirt.de/eisenfest19 gibt es Shirts, Hoods und Tanktops mit dem Logo oder als aktuelles Festivalshirt“, sagt Lausberg. Zudem sind zwei Filmteams, Youtuber und Blogger vor Ort, um aus Schwelm zu berichten.

Zumal ihm auch außerhalb des großen Festivals nicht langweilig wird, denn das Eisenfest hat er mittlerweile zu einer ganzen Reihe ausgebaut. Am Samstag, 12. Oktober, ist Startschuss des Eisenfest-Tritonus unter dem Namen „Eisenfest Warm up“. Knapp einen Monat vor dem großen Festival geben The Helldozers (Metal ‘n’ Roll), Coldspot (Thrash-Death-Metal) und Messiah’s Rising (Heavy Metal) schonmal in der Gaststätte zum Nordpol mächtig Gas. Der Eintritt kostet sieben Euro, Einlass ist um 19 Uhr, die Musik beginnt um 20 Uhr.

Afterbirth nach der Weihnachtspause

Und auch nach der Weihnachtspause gibt es weiter kräftig auf die Ohren. Denn am Samstag, 15. Februar, heißt es ebenfalls im Nordpol zu gleichen Zeiten und Preisen: „Eisenfest-Afterbirth“. Dann wollen Agenda (Heavy Metal), Act of Creation (Death-Thrash-Metal) und Anam (Death-Metal) die Bude abreißen und die Fans mit ihrer Musik aus den Schuhen hauen – egal welchen Alters sie sind, ob Schüler oder – wie Ozzy Osbourne – im Rentenalter.

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