Ärger

EN: Falschauskunft führt zu Ansturm beim Impf-Bürgertelefon

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Impfen zum Schutz vor Corona: Wegen einer Falschauskunft gab und gibt es einen Ansturm beim Service-Bürgertelefon des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Impfen zum Schutz vor Corona: Wegen einer Falschauskunft gab und gibt es einen Ansturm beim Service-Bürgertelefon des Ennepe-Ruhr-Kreises.

Foto: Gerd Kaemper / gkfoto

Schwelm.  Eine Falschauskunft der Kassenärztlichen Vereinigung hat laut Ennepe-Ruhr-Kreis zu einem Ansturm beim Impf-Bürgertelefon geführt.

Fast kein Durchkommen am Bürgertelefon der Kreisverwaltung - diese Erfahrung mussten und müssen Anrufer aktuell leider machen, wenn sie die Nummer 02333/4031449 wählen.

Appell war zunächst erfolgreich

Seit Mitte letzter Woche kann hier telefonisch auch abgefragt werden, ob vermeintlich gebuchte Termine im Impfzentrum im System der Kassenärztlichen Vereinigung tatsächlich auch als gebucht geführt werden. Um die Zahl der Anrufe möglichst gleich zu halten und Wartezeiten zu vermeiden, hatte die Kreisverwaltung darum gebeten, das Angebot der telefonischen Abfrage möglichst einen Tag vor dem geplanten Besuch zu nutzen. Diese Bitte hatte zunächst Erfolg.

„Am Montag ging dann aber kaum noch etwas, wir haben mehr als 3.750 Anrufversuche registriert. Diesen Ansturm konnten wir nicht bewältigen“, berichtet Krisenstabsleiter Michael Schäfer.

Ärgerlicher Grund für die Schwerst-Erreichbarkeit: Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung, die an der Terminnummer 116 117 im Einsatz sind, hatten nach Darstellung der Kreisverwaltung mit dem Hinweis auf das Bürgertelefon verwiesen, auch dort Termine vereinbaren zu können. „Dies war und ist falsch. Anrufe bei uns oder auch direkt im Impfzentrum werden mit Blick auf einen Impftermin erfolglos bleiben“, stellt Schäfer klar. Einziger Ansprechpartner für Termine für Bürger ab 80 Jahren war und ist die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe.

Online ist die Terminvereinbarung rund um die Uhr unter www.116117.de aufrufbar, telefonisch täglich von 8 bis 22 Uhr unter 0800/116 117 02. Vergeben werden nach wie vor Impfungen an Menschen ab 80 Jahren.

Für das Bürgertelefon gilt: Die Mitarbeiter können nur sagen, ob die Anrufer einen Termin haben oder nicht. Diesen Service hatte die Kreisverwaltung kurzfristig eingerichtet, nachdem in der letzten Woche wiederholt größere Gruppen von Bürgern zum Impfzentrum gekommen waren, die dachten, einen Termin zu haben, faktisch aufgrund von Fehlern im Buchungssystem der Kassenärztliche Vereinigung aber keinen hatten.

Bald Bandansage zu hören

Um einer falschen Erwartungshaltung direkt zu Beginn eines Anrufes entgegenzuwirken, wird in Kürze am Bürgertelefon des Kreises folgende Bandansage zu hören sein: „Bitte beachten Sie, dass das Bürgertelefon keine Impftermine vergibt. Diese können nur über die KV unter der Telefonnummer 080011611702 vereinbart werden. Möchten Sie Ihren Impftermin betätigen lassen, dann melden Sie sich bitte einen Tag vorher bei uns und helfen Sie somit, die Leitungen frei zu halten. Vielen Dank.“

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