Freifunk

EN-Kreis kann Freifunk nicht so einfach ausbauen

Das Freifunk-Netz in den Gebäuden des Ennepe-Ruhr-Kreises soll ausgebaut werden.

Foto: Klaus Görzel

Das Freifunk-Netz in den Gebäuden des Ennepe-Ruhr-Kreises soll ausgebaut werden. Foto: Klaus Görzel

Ennepe-Ruhr.   Das Ziel, in allen Standorten der Kreisverwaltung freies W-Lan anzubieten, ist nicht so einfach zu erreichen. Diese Hürden gilt es zu überwinden.

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Freie W-Lan-Zugänge sollen laut einiger Untersuchungen Potenzial zur Belebung der Innenstädte bieten und werden von immer mehr Nutzern erwartet. Dass das tatsächlich so ist, lässt sich zumindest in den Wartebereichen der Gebäude des Ennepe-Ruhr-Kreises nicht belegen. Trotzdem will die Behörde konsequent den Weg gehen, irgendwann flächendeckend an ihren Standorten diese kostenfreien und nicht mit einem Passwort geschützten Zugänge vorzuhalten.

Der IT-Experte des Kreises, Jürgen Wagenbach, berichtete nun im Kreisausschuss den Politikern, wie weit diese Bemühungen mittlerweile gediehen sind, welche Zukunftspläne bestehen und auch, dass es speziell bei der technischen Infrastruktur der Kreisverwaltung erhebliche Hürden gibt.

Aktuell ist der Freifunk an zwei der 29 Standorten verfügbar; im Schwelmer Kreishaus selbst und im Schwelmer Straßenverkehrsamt. Grund: Alle anderen Außenstellen haben keinen eigenen Internetanschluss, sind wegen einer einheitlichen und somit günstigeren Sicherheitstechnik direkt an den Hauptsitz angedockt. „Durch eine technische Lösung ist es möglich, dass wir überall mit Übertragungsraten zwischen 2 und 4 Mbit/s auskommen. Nachteil ist, dass diese Leitungen nicht für Freifunk mitgenutzt werden können“, sagt Wagenbach.

Aufwendige Verkabelungen nötig

Um freies W-Lan zu gewährleisten, müssten in den Gebäuden aufwendige Verkabelungen neu eingezogen werden. „An vielen Standorten sind wir jedoch nur Mieter“, sagt Wagenbach und verweist darauf, dass ein solcher Ausbau mancherorts mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden wäre. „Sind wir beispielsweise Mieter in einem oberen Geschoss, müssten wir vom Anschluss im Keller aus neu verkabeln“, sagt der Experte.

Die aktuelle Marschroute des Kreises lautet daher, dass zunächst in allen Gebäuden, wo dies ohne großen finanziellen Aufwand funktioniert, sukzessive Freifunk in den Wartebereichen angeboten werden soll. Zudem soll dieser Standard an allen zukünftigen Standorten des Kreises – egal ob gemietet oder neu zu bauen – in die Wartebereiche Einzug halten.

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