Gesundheit

Ennepetal ergreift Maßnahmen nach erhöhtem Legionellen-Fund

Das Bakterium „Legionella pneumophila“.

Das Bakterium „Legionella pneumophila“.

Foto: dpa

Ennepetal.   Nachdem Messungen in städtischen Gebäuden in Ennepetal zum Teil deutlich erhöhte Legionellen-Vorkommen in vier Turnhallen ergaben, hat die Stadt erforderliche Desinfektionsmaßnahmen vorgenommen. Zeitnah soll eine zweite Messung erfolgen, um festzustellen, ob die Grenzwerte wieder unterschritten sind.

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Es habe schon bei früheren Messungen vereinzelt erhöhte Werte gegeben, die aber nach der thermischen Desinfektion wieder unkritisch gewesen seien, erklärte Stadt-Pressesprecher Hans-Günther Adrian am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Er erläuterte, dass damals erheblich höhere Grenzwerte für eine Meldepflicht gegolten hätten, diese seien bei der Neufassung der Trinkwasserverordnung vor zwei Jahren deutlich gesenkt worden.

Adrian betonte, dass die Stadtbetriebe Ennepetal in ihrem Etat für das kommende Jahr 180.000 Euro für Maßnahmen zur Legionellenbekämpfung zur Verfügung hätten. So sollen insbesondere alte Leitungen erneuert und durch Stahl- und Kupferrohre ersetzt werden. Diese seien „legionellenunfreundlicher“.

Kreidetafel kaum noch benötigt

Darüber hinaus solle in den städtischen Gebäuden überprüft werden, ob Wasserstellen heute noch so genutzt würden wie ursprünglich gedacht, sagte Adrian. Er nannte als Beispiel Klassenräume in Schulen, die alle noch ein Waschbecken hätten, insbesondere um Wasser für den Tafelschwamm zu liefern.

Doch mittlerweile werde vielfach ein elektronisches „Whiteboard“ im Unterricht benutzt, so dass die Kreidetafel kaum noch oder gar nicht mehr benötigt werde. Selten genutzte Wasserleitungen bieten aber potenziell günstige Bedingungen für Legionellen. Gegebenenfalls würden diese Leitungen stillgelegt und abgebaut.

Hausmeister sind bereits angewiesen

Die Hausmeister seien zudem angewiesen, während der Schulferien alle drei, bis vier Tage das Wasser durch die Leitungen laufen zulassen, erklärte Hans-Günther Adrian.

Die Stadt hatte bei den turnusgemäßen Messungen an den Turnhallen der Katholischen Grundschule, der Albert-Schweitzer-Schule und der Realschule sowie an der Dreifachturnhalle des Gymnasiums erhöhte Legionellen-Vorkommen festgestellt. Diese lagen über dem Wert, ab dem Desinfektionsmaßnahmen und eine Meldung an das Gesundheitsamt erforderlich sind.

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