Entscheidung der Politik

Ennepetal: Halteverbot an Breckerfelder Straße kommt

| Lesedauer: 2 Minuten
Derartige gefährliche Situationen soll es in Zukunft nicht mehr geben. Dann können Fußgänger und Rollstuhlfahrer tagsüber den Randstreifen ungehindert von parkenden Fahrzeugen nutzen und müssen nicht mehr auf die Fahrbahn ausweichen.

Derartige gefährliche Situationen soll es in Zukunft nicht mehr geben. Dann können Fußgänger und Rollstuhlfahrer tagsüber den Randstreifen ungehindert von parkenden Fahrzeugen nutzen und müssen nicht mehr auf die Fahrbahn ausweichen.

Foto: Harald Heuer/SPD / WP

Ennepetal.  An der Breckerfelder Straße in Ennepetal wird es ein eingeschränktes Halteverbot zwischen der Hausnummer 11a und der Feldstraße geben.

Gelten wird es täglich in der Zeit von 8 bis 19 Uhr. Das beschloss der Ausschuss für Feuerwehr, Ordnung und Verkehr bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

2017 hatte der Beirat für Menschen mit Behinderungen das Thema auf die Tagesordnung der Politik gebracht: Da in dem Bereich kein Gehweg vorhanden ist, können Fußgänger, vor allem aber Rollstuhlfahrer, den Weg nicht nutzen. So muss Rollstuhlfahrerin Margret Feuerhahn, die in dem Bereich wohnt, auf die Fahrbahn ausweichen – was auf der vielbefahrenen Breckerfelder Straße gefährlich ist.

+++Lesen Sie auch:+++

Autobahn A1 wird in Fahrtrichtung Dortmund voll gesperrt

Ennepetal: Flut zerstört Weg – Räumung von Häusern droht

Nachdem eine bauliche Lösung aus Kostengründen verworfen und auch ein Halteverbot zunächst nicht eingerichtet worden war, nahm die SPD-Fraktion im Mai mit einem Antrag einen neuen Anlauf. „Nach dreieinhalb Jahren ist das nun ein praktikabler, tragfähiger Kompromiss, der einer Rollstuhlfahrerin ermöglicht, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, sagte Harald Heuer (SPD) zum Verwaltungsvorschlag.

Betroffene Margret Feuerhahn dankt

Auf Anregung von Thomas Wegner (CDU), der den späteren Arbeitsbeginn einiger Berufsgruppen anführte, wurde die von der Verwaltung vorgeschlagene Zeitbeschränkung des Halteverbots (7 bis 19 Uhr) um eine Stunde verkürzt. Das Verbot gilt nun von 8 bis 19 Uhr. Zudem soll die Verwaltung in einem Jahr über die Erfahrungen berichten. Daher soll nach Aussage von Marco Heimhardt, dem Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste und Stadtentwicklung, gegenüber dieser Zeitung schnellstmöglich noch eine V 85-Geschwindigkeitsmessung erfolgen, um Vergleichswerte zu haben, wenn danach das Halteverbot eingerichtet wird. Die Halteverbotsschilder sollen noch in diesem Jahr aufgestellt werden.

Margret Feuerhahn bedankt sich nach der Entscheidung herzlich bei denen, die sich für eine Lösung stark gemacht haben. „Ihr habt mir ein Stück Freiheit mehr gegeben. Ohne eure Hilfe wäre es nicht möglich gewesen.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Ennepetal / Gevelsberg / Schwelm

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben