Die Grenzen der Stadt

Ennepetal-Premiere für Mitte Juni geplant

Für seinen ersten Langspielfilm kehrte der in Ennepetal aufgewachsene Henning Beckhoff in seine Heimatstadt zurück.

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Für seinen ersten Langspielfilm kehrte der in Ennepetal aufgewachsene Henning Beckhoff in seine Heimatstadt zurück. Foto: privat

Ennepetal.   Der Auftritt Ennepetals auf der Kino-Leinwand rückt näher. Mitte Juni soll Henning Beckhoffs Film Premiere im Hülsenbecker Tal feiern.

Der Auftritt Ennepetals auf der großen Kino-Leinwand rückt näher. Im März soll die „DCP-Ausspielung“ – im vor-digitalen Zeitalter war das die Filmrolle – für Henning Beckhoffs Film „Die Grenzen der Stadt“ erfolgen. Und für Mitte Juni kündigt der in Ennepetal aufgewachsene Regiestudent eine große öffentliche Open-Air-Premiere im Hülsenbecker Tal an – möglichst mit allen Beteiligten, die vor und hinter der Kamera zum Gelingen des Werks beigetragen haben.

„Es hat sich etwas verzögert, weil wir noch bis Anfang November auf Sizilien gedreht haben“, erklärt Henning Beckhoff. Auf der italienischen Mittelmeer-Insel beschäftigte ihn und sein Team „Der fruchtbare Augenblick“, ein Film, der mit „Die Grenzen der Stadt“ und einem geplanten Projekt als Trilogie gedacht ist. Die Postproduktion für den Sizilien-Film werde in diesem Jahr viel Zeit in Anspruch nehmen. Doch auch Film Nummer drei, der Abschluss der Trilogie, macht Fortschritte. „Das Exposé ist fertig“, berichtet der Filmemacher. Auf der Berlinale, die im Februar stattfindet, werde er eine Redakteurin treffen, um mit Ihr über Fördergelder zu sprechen. Das neue Werk soll mit einem „normalen“ Budget gedreht werden, voraussichtlich im Jahr 2019. „Ab jetzt geht es für uns darum, mit einem Film auch Geld zu verdienen“, so Beckhoff.

Auf der Berlinale wäre er gerne mit auch „Die Grenzen der Stadt“ vertreten gewesen. Doch durch die Verzögerung beim Dreh auf Sizilien passte das zeitlich nicht mehr. Dafür soll der Film, den Henning Beckhoff mit seinem Team im Herbst 2016 in Ennepetal gedreht hatte, bei anderen Festivals wie dem Internationalen Filmfest München (28. Juni bis 7. Juli) laufen.

Open-Air im Hülsenbecker Tal

Für die Menschen in Ennepetal und den Nachbarstädten, die bei „Die Grenzen der Stadt“ mitgewirkt und das Projekt unterstützt haben oder sich einfach nur für den Kinofilm mit Heimatbezug interessieren, wird es Mitte Juni spannend. Dann will Henning Beckhoff in Zusammenarbeit mit dem „Filmriss“ die „Ennepetal-Premiere“ unter freiem Himmel im Hülsenbecker Tal feiern. „Das war ja auch ein Drehort“, sagt er, „außerdem bin ich ein Fan des Open-Air-Kinos“. Die Premiere soll ein öffentliches Event werden, jeder ist herzlich willkommen. Daneben wird es auch in Essen eine Premierenvorführung geben, weil der dort ansässige Konzern Evonik den Film unterstützt hatte.

„Die Ungeduld wächst auf beiden Seiten“, meint Henning Beckhoff, schließlich sei der Film nun ein Jahr lang in der Postproduktion gewesen. Immer wieder würden ihn die Mitwirkenden am Dreh in seiner Heimatstadt fragen, wann es denn wieder nach Ennepetal gehe. Und natürlich sind viele Ennepetaler gespannt auf den Film. „Ich bin sehr zufrieden“, meint der Regisseur, der sich zuletzt für die Festivalbewerbungen wieder intensiv mit „Die Grenzen der Stadt“ beschäftigte. Der Weg zum fertigen Film sei sehr schön gewesen. Nicht zuletzt habe die Rohschnitt-Sichtung im vergangenen Sommer im „Filmriss“-Kino in Gevelsberg geholfen. „Die Leute hatten einen ganz anderen Blick auf den Film als bei den Sichtungen in Berlin“, berichtet Beckhoff.

INFO:

Mit seinem als Abschlussarbeit gedrehten Film „Die Grenzen der Stadt“ wird für Henning Beckhoff auch die Zeit an der Filmuniversität Potsdam enden. Im Juni/Juli schließt er dort sein Studium mit dem Master ab.

Für die Freiluftpremiere von „Die Grenzen der Stadt“ in Ennepetal wird Henning Beckhoff mit seinem Team auch einen neuen Trailer erstellen. Mehr zu Film gibt es unter www.facebook.de/grenzenderstadt

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