Immer noch Platz für 70 Pferde

Ennepetal: Reitanlage Brunnenhof künftig etwas kleiner

Der Turnierplatz des ZRFV Brunnenhof. Für den Verein ändert sich durch die Verkleinerung der Reitanlage nichts.

Der Turnierplatz des ZRFV Brunnenhof. Für den Verein ändert sich durch die Verkleinerung der Reitanlage nichts.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Ennepetal.  Betreiberin Angelika Moors hat den zugepachteten Teil der Reitanlage am Brunnenhof in Ennepetal aufgegeben. Für den Verein ändert sich nichts.

Als Angelika Moors 1983 die Reitanlage am Brunnenhof in Betrieb nahm, da fing sie ganz klein an. Zwölf Boxen hatte sie damals zur Verfügung. Seitdem wuchs die Anlage immer weiter, bis schließlich 120 Pferde Platz auf dem riesigen Gelände an der Stadtgrenze zu Schwelm fanden. Nun hat die Betreiberin sich entschlossen, den Betrieb etwas zu verkleinern. Sie gab die hinzugepachteten Stallungen samt Reithalle und Wiesen am Hedt, am Rande der Strückerberger Straße ab.

„Alleine ist das in der Größe nicht mehr zu unterhalten“, sagt die 61-Jährige, die auf dem Gelände eine Reitschule führt und zugleich Vorsitzende des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Brunnenhof ist. „Ich habe mich nun auf das Wesentliche beschränkt – klein, aber fein." Wobei „klein“ immer noch eine Reithalle, einen 20 x 60 Meter großen Dressurplatz, einen großen Springplatz, eine Longierhalle und eine Geländestrecke beinhaltet. „Ich habe 4,5 Hektar Eigenland und 10 Hektar Pachtland“, erklärt Angelika Moors.

70 Pferde sind nun noch auf der Anlage untergebracht, das bedeute im Prinzip volle Auslastung. „Ich habe auch neue Stallungen gebaut, dadurch kann ich mehrere Pferde unterbringen. Ponys gehen etwas mehr nach draußen.“ Eine Warteliste habe sie aber immer, betont Angelika Moors, die übrigens gelernte Erzieherin ist und Sozialwissenschaften studierte, sich aber schon mit 25 Jahren mit der Reitanlage selbstständig machte.

Größtenteils Pensionspferde

„Hier stehen größtenteils Pensionspferde. Ungefähr ein Viertel sind meine Schulpferde und Ponys“, so die Reitschulbetreiberin. Überwiegend Kinder und Jugendliche nehmen am Brunnenhof Reitunterricht. Das Reiten sei immer noch ein Muss für viele Mädchen, meint die Reitlehrerin. Bei der Weihnachtsveranstaltung Ende vergangenen Jahres seien allein 60 Kinder dabei gewesen.

„Ich bin Trainerin A für Leistungssport und auch Richterin im Turniersport“, so Angelika Moors. Zur Unterstützung seien bei ihr zudem vier Trainer C beschäftigt. „Wir haben es etwas schwer, weil es viele Reitanlagen ohne qualifizierte Ausbilder arbeiten“, meint sie. Die könnten den Unterricht natürlich günstiger anbieten. „Meine Leute und ich sind geschult, qualitativ hochwertigen Unterricht zu geben, dabei vor allem auch auf Unfallvermeidung zu achten.“

Eng verbunden mit der Reitanlage ist auch der Zucht-, Reit- und Fahrverein (ZRFV) Brunnenhof, den Angelika Moors 1984 mit gegründet hat. Seitdem ist sie dessen Vorsitzende. Der Verein, der etwa 250 überwiegend aktive Mitglieder zählt, hat auf der Anlage Gastrecht. „Wir versuchen, relativ viele Veranstaltungen im Jahr zu machen“, sagt Moors. Dazu gehören drei Turniere im Jahr aber auch viele Kinderveranstaltungen wie zum Beispiel Ponyspiele oder auch Geburtstagsfeiern. „Das ist hier noch ein Verein, der so funktioniert, wie man sich das wünscht“, so die Vorsitzende. Der Zusammenhalt am Brunnenhof sei insgesamt super. „Wenn etwas ist, dann packen viele mit an.“

Kein Gedanke ans Aufhören

Eigentlich ist das Reiten überwiegend ein Frauen- und Mädchensport. „Wir haben aber sonntags ab 11 Uhr immer unsere Herrenstunde für Späteinsteiger“, erklärt Angelika Moors. Väter, Ehemänner und Freunde treffen sich dann. Dadurch seien Männer stärker in den Verein eingebunden, sagt sie.

Auch wenn das Rentenalter näher rückt, ans Aufhören denkt Angelika Moors noch lange nicht. So lange wie möglich wolle sie die Anlage weiter betreiben. „Und als Richterin im Pferdesport muss ich erst mit 80 Jahren ausscheiden.“

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