„Lauf gegen den Hunger“

Ennepetaler Grundschüler spenden 12540 Euro

Frank Feldker (vorne Mitte) von der „Aktion gegen den Hunger“ nimmt den dicken Spendenscheck von einigen Schülern der Grundschule Wassermaus entgegen.

Foto: Hartmut Breyer

Frank Feldker (vorne Mitte) von der „Aktion gegen den Hunger“ nimmt den dicken Spendenscheck von einigen Schülern der Grundschule Wassermaus entgegen. Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Mädchen und Jungen aus allen drei Standorte der Wassermaus sammeln bei ihrem Sponsorenlauf eine riesige Summe.

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Sie haben alles gegeben, unzählige Runden im Bremenstadion gedreht, um für den guten Zweck so viel Geld wie nur möglich zu erlaufen. Und der Einsatz der 342 Mädchen und Jungen aller drei Standorte der Grundschule Wassermaus hat sich richtig gelohnt. Sage und schreibe 12 540,90 Euro kamen beim „Lauf gegen den Hunger“ vor den Sommerferien zusammen. Gestern wurde der stattliche Spendenscheck übergeben.

Abschluss der Projektwoche Wasser

Frank Feldker war aus Düsseldorf gekommen, um die dicke Spende für die „Aktion gegen den Hunger“ entgegen zunehmen und sich für den tollen Einsatz zu bedanken. Die gemeinnützige GmbH ist weltweit im Einsatz, um in den ärmsten Regionen dabei zu helfen, dass die dort lebenden Menschen ihre Lebensgrundlagen verbessern können. Unter anderem setzt sich „Aktion gegen den Hunger“ dafür ein, dass Menschen einen einfachen Zugang zu sauberem Wasser haben. Brunnen werden gebohrt, Handpumpen installiert, natürliche Quellen geschützt, Grundwasser angezapft, Leitungen repariert und neu in abgelegene Dörfer gelegt. In Notfallsituationen wird auch sauberes Wasser in die betroffenen Gebiete gebracht.

Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Wasser an den drei Standorten der Grundschule – Wassermaus, Friedenstal und Rüggeberg – hatte ein Mitarbeiter der humanitären Organisation die Schüler besucht und ihnen von den Problemen in vielen Regionen der Welt und den Hilfsprojekten berichtet. Zum Abschluss der Woche stand dann der „Lauf gegen den Hunger“ auf dem Programm. Die Schüler suchten sich Sponsoren, die ihnen pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag zusagten.

Berichte beeindrucken nachhaltig

Und obwohl es am Tag des Sponsorenlaufs recht warm war, wollten einige gar nicht mehr aufhören. Nicht wenige Grundschüler liefen mehr als 20 Runden, sogar um die 30 wurden erreicht. „Das hat uns wahnsinnig gefreut“, meinte Schulleiterin Isabell Steinkühler gestern vor der Spendenübergabe. Der Besuch des Vertreters der „Aktion gegen den Hunger“ habe die Kinder auch nachhaltig beeindruckt. Beispielsweise wurde in einem Film gezeigt, wie Kinder in Äthiopien Wasserbehälter kilometerweit auf dem Kopf tragen müssen. Die Informationen sorgten offenbar für besondere Motivation. „Ich fand sehr beeindruckend, dass man für Brunnen bis zu 250 Meter tief buddeln muss“, meinte der neunjährige Jannis. Er zählte mit etwa 30 zurückgelegten Runden, also etwa 12 Kilometern, zu den Topläufern.

„Bei den Bundesjugendspielen sind manchen zwei Runden schon zu viel“, meinte Monika Beimborn, Leiterin des Standorts Rüggeberg, schmunzelnd. Beim Sponsorenlauf hätte jeder gegeben, was er konnte. Letzteres gilt übrigens auch für die Sponsoren, die vielfach kaum mit so hohen Rundenzahlen rechnen konnten. „Wir haben allen frei gestellt, auch weniger zu geben“, meinte Isabell Steinkühler, „aber alle Sponsoren haben zu ihrem Wort gestanden“. Bis zu 300 Euro hätten einzelne Schüler erlaufen. Und so kam am Ende der sagenhafte Betrag zusammen.

Die Summe fließt in verschiedene Projekte der „Aktion gegen den Hunger“. Am Ende des Jahres werden die Spender informiert, was mit den Geldern alles bewirkt wurde. Der Bau eines Tiefbrunnens (ca. 7500 Euro), die Pflanzung von Obstbäumen (11 Euro/Stück), die Versorgung von Kindern mit nahrhafter Erdnusspaste (75 Cent/Tag) – mit dem Geld der Wassermaus-Kinder kann eine Menge auf die Beine gestellt werden.

Noch keine Pläne für neuen Lauf

Isabell Steinkühler richtete ihren Dank auch an die Viertklässler, die vor den Sommerferien dabei waren und inzwischen auf die weiterführenden Schulen gewechselt sind. Ob es zum Ende dieses Schuljahrs erneut einen Sponsorenlauf geben wird, steht noch nicht fest. „Wir planen wieder eine Projektwoche“, erklärt die Schulleiterin. „Wenn es zum Thema passt, veranstalten wir vielleicht wieder einen Lauf.“

INFO:

„Aktion gegen den Hunger“ ist die deutsche Sektion der „Action contre la Faim“. Die internationale Organisation kämpft gegen Mangelernährung, schafft Zugang zu sauberem Wasser und gesundheitlicher Versorgung.

Mehr auf der Homepage:
www.aktiongegendenhunger.de

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