Erkältungswellen

Erkältungen: Krankenstand im EN-Kreis steigt immer weiter

 Die Erkältungswelle lässt den Krankenstand steigen.  

 Die Erkältungswelle lässt den Krankenstand steigen.  

Foto: AOK

Ennepe-Ruhr-Kreis.  Laut AOK sind Erkältungswellen dafür verantwortlich, dass Arbeitnehmer im Ennepe-Ruhr-Kreis vermehrt krank sind.

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Die krankheitsbedingten Fehlzeiten im Ennepe-Ruhr-Kreis haben im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK Nordwest hervor. Danach stieg der Krankenstand bei den 38.303 AOK-versicherten Arbeitnehmern in 2018 im Vergleich zum Vorjahr von 6,2 Prozent auf 6,5 Prozent an.

„Ursache für den Anstieg war vor allem die Erkältungswelle Anfang des Jahres mit deutlich mehr Krankschreibungen als im Vorjahreszeitraum“, sagt Serviceregionsleiter Jörg Kock. Von Mitte Januar bis Ende März verzeichnete die Krankenkasse im Ennepe-Ruhr-Kreis rund 32,2 Prozent mehr Krankheitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen als im selben Zeitraum 2017.

Muskelerkrankungen auf Platz 1

Die meisten Fehltage verursachen unverändert Muskel- und Skeletterkrankungen. Mit 22,7 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Auf den weiteren Plätzen folgen Atemwegserkrankungen (14 Prozent), Psyche (11,8 Prozent) und Verletzungen (10 Prozent).

Die AOK Nordwest hilft den Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis mit speziellen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung dabei, arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu identifizieren, abzubauen und den Krankenstand nachhaltig zu senken. „Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es nicht von der Stange, sondern muss sehr individuell auf die Belange, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten jedes einzelnen Unternehmens abgestimmt werden“, so Kock.

Hochschullehrer wenig krank

Hier bietet die AOK Nordwest spezielles Know-how durch eigene qualifizierte Präventionsfachkräfte an, die beratend durch die jeweiligen Prozesse führen. Situationsanalyse, Hilfe bei der Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen sind Teil der Begleitung. Im letzten Jahr nutzten über 400 Betriebe in ganz Westfalen-Lippe diesen besonderen AOK-Service.

Die höchsten Fehlzeiten gibt es im Ennepe-Ruhr-Kreis in den Berufsgruppen Ver- und Entsorgung (45,6 Tage) sowie Haus- und Familienpflege (44 Tage). Die niedrigsten Fehlzeiten sind in den Berufsgruppen der Hochschullehre und -forschung (5,4 Tage) und Konstruktion, Gerätebau (5,9 Tage) festzustellen.

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