Ennepetal

Feine Klänge im herben Charme des Industriemuseums

Unter Leitung von Peter Bremicker begeisterte die Stadt- und Feuerwehrkapelle die etwa 400 Gäste der „Serenade im Industriemuseum“.

Foto: Hans-Jochem Schulte

Unter Leitung von Peter Bremicker begeisterte die Stadt- und Feuerwehrkapelle die etwa 400 Gäste der „Serenade im Industriemuseum“. Foto: Hans-Jochem Schulte

Ennepetal.   Eine gelungene Premiere: 400 Gäste lauschten der Stadt- und Feuerwehrkapelle, die zur „Serenade im Industriemuseum“ eingeladen hatte.

Wo einst Industrielärm den Rhythmus bestimmte und jetzt in musealen Zeiten die Kunst und hin und wieder auch Partygänger einziehen, da war am Samstagabend erstmals ein Serenadenkonzert zu hören: im herben Charme des Saales im Industriemuseums musizierte die Stadt- und Feuerwehrkapelle.

Die mit Spannung erwartete Premiere war geglückt. Rund 400 Zuhörer gingen wohl begeistert nach Hause. Sie hatten in dem zweistündigen Konzert viel Musikalisches genossen, von der Klassik über Filmmusik bis hin zu klassischen Märschen, das Ganze mit feiner Blasmusik. Und die Zuhörer erlebten mit Peter Bremicker einen gut aufgestellten Dirigenten, der auch die Feinheiten herausarbeitete, das Orchester sicher leitete und dabei noch humorvoll erklärend durch den Abend führte.

Bombastisch begann das Konzert mit Sätzen aus der „Feuerwerks-Musik“ von Georg-Friedrich Händel, ein Werk, das 1749 als Auftragsarbeit des englischen Königs Georg II. in London aufgeführt wurde. Man feierte so den „Aachener Frieden“ nach den österreichischen Erbfolgekriegen. Für die Musiker eine Herausforderung, da die „Feuerwerks-Musik“ von Blasorchestern viel Phrasierung und auch einen entsprechenden Rhythmus verlangt. Feierlich und tragend muss es auch gespielt werden, der König verlangte eben viel. Als dieses Stück zu Beginn von den Frauen und Männern des Orchesters gespielt war und der Beifall einsetzte, da war es vielen klar: Er konnte nichts mehr schief gehen.

Nach dem „Concerto d’ Amore“ von Jacob de Haan eroberten populäre Klänge die Herzen des Publikums. Unter „Westward ho“ verbargen sich Filmmusiken von „Hängt ihn höher“ und „Die glorreichen Sieben“. Mit dem „Colonel Bogey Marsch“ marschierte das Publikum (alle Altersklassen waren vertreten) in die Pause, die eingängige Melodie aus dem Kultfilm „Die Brücke am Quai“ noch in den Ohren.

Das Steigerlied als Zugabe

Der zweite Teil des Konzertes mit „The Olympic Spirit“ des Filmmusikkomponisten John Williams und einer „Fantasie für Band“ bot dann noch einmal eine musikalische Kostbarkeit: den „Piave-Marsch“ von Franz Lehár. Es ist der 106er Regimentsmarsch aus der Operette „Wiener Frauen“, recht leicht und auch fröhlich in der Aussage. Mit der Mitsumm-Komposition „Time to say Goodbye“ wollte das Orchester das geneigte Publikum nach Hause schicken. Ging aber nicht, der Beifall war zu herzlich. So ließ Peter Bremicker noch das „Glückauf, der Steiger kommt“ aufspielen.

Mit „Glückauf“ hatte auch der Hausherr, Prof. Dr. Reinhard Döpp, sein Grußwort beendet. Die offizielle Begrüßung sprach der Vorsitzende der Stadt- und Feuerwehrkapelle, Peter Eckelt. Er sagte einen bemerkenswerten Satz an das Publikum: „Die Stadt- und Feuerwehrkapelle ist das Orchester aller Ennepetaler.“

Zu den begeisterten Besuchern zählten unter anderem Bürgermeisterin Imke Heymann mit ihrem Mann Daniel (Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion), die Erste Bürgermeisterstellvertreterin Bürgermeisterin Anita Schöneberg, der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer, Alt-Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen, die Ehrenbürgermeister Friedrich Döpp und Michael Eckhardt, der Chef der Ennepetaler Feuerwehr, Frank Schacht, und eine Delegation der befreundeten Feuerwehr Schalksmühle.

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