Roman Kruzycki

Fotoausstellung feiert die Ennepetaler Füchse

Roman Kruzycki mit dem Fuchs des Heimatvereins Voerde, der am Doppelkreisel seinen Platz hat.

Foto: Hartmut Breyer

Roman Kruzycki mit dem Fuchs des Heimatvereins Voerde, der am Doppelkreisel seinen Platz hat.

Ennepetal.   Die Ennepetaler Fuchsskulpturen werden in diesem Jahr zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass widmet der Roman Kruzycki ihnen eineFotoausstellung.

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Sie sind längst nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken: In allen Stadtteilen, auf öffentlichen Plätzen und Privatgrundstücken, vor Unternehmen und städtischen Einrichtungen stehen Füchse – bunt bemalt, mal schlicht, mal künstlerisch aufwendig. Die Skulpturen werden in diesem Jahr zehn Jahre alt. Aus diesem Anlass widmet der Voerder Chirurg, Heimatfreund und leidenschaftliche Fotograf Roman Kruzycki den Füchsen eine Ausstellung. Unter dem Motto „Tien Joahr later oder Zehn Jahre später“ zeigt er in seiner Praxis an der Königsberger Straße 66 am kommenden Wochenende, 17. und 18. März, alle bis heute gestalteten Skulpturen im Bild und gibt Informationen zu jeder einzelnen.

Veränderungen im Bild

Wissen Sie wie viele Füchse aufgestellt wurden? Wo stehen sie heute? Wie sehen sie aus? Wie geht es ihnen dort? Die Antworten auf diese Fragen möchte Roman Kruzycki in der Ausstellung geben. Bis auf eine hat er alle Fuchsskulpturen besucht und fotografiert. In mehreren Collagen zeigt er die zeitlichen Veränderungen, Erneuerungen und Umgestaltungen nach einem Besitzerwechsel.

Am 5. Februar 2008 wurde die vom Ennepetaler Karsten Müller gestaltete Skulptur der Öffentlichkeit vorgestellt und der Verkauf der „Rohlinge“ gestartet. Die Füchse sollten Sympathieträger und gleichzeitig Werbefläche im Stadtgebiet Ennepetals sein. Die ersten 30 Füchse waren innerhalb eines Jahres verkauft. Im August 2009 wurden die gestalteten Füchse im Rahmen eines Wettbewerbs zusammen vorgestellt. Die Bürger konnten ihren Favoriten wählen. Bei der „Fuchsination“ gewann am Ende die Nachbarschaft An der Kehr mit einer besonders interessanten rauen Oberfläche. Die erwies sich allerdings als nicht wetterbeständig, so dass der Fuchs längst auch wie die anderen mit Ölfarbe bemalt und lackiert ist. Alle 30 Wettbewerbs-Skulpturen – der städtische Fuchs lief dabei außer Konkurrenz – fotografierte Kruzycki damals, so dass ein Vergleich mit dem heutigen Erscheinungsbild möglich ist. „Ich möchte die Änderungen dokumentieren und die Aktualität zeigen“, so Kruzycki. „Alle Bilder werde ich auch der Stadt zur Verfügung stellen.“ Damit könne dann die Übersicht über die Füchse auf der städtischen Homepage aktualisiert werden.

Erlös für den Heimatbrief

Die Fuchsrohlinge sind 150 x 80 x 80 Zentimeter groß und bestehen aus UV-resistentem, glasfaserverstärktem Kunststoff und werden entweder auf einen Betonsockel gestellt oder mit Sockel auf Rollen geliefert. „61 Füchse wurden bis jetzt verkauft“, berichtet Roman Kruzycki. Hinzu kommt ein Fuchs, den die Firma A.W. Schumacher originalgetreu aus Bronze herstellte und der an der Marktstraße seinen Platz hat. Viele verschiedene Künstler haben die Tiere gestaltet. Eine Besonderheit sind die beiden Füchse der Frischkorn-Unternehmensgruppe. Die Lackspezialisten gestalteten ein Tier, das auf dem Firmendach an der Ambrosius-Brand-Straße stand, immer wieder neu. Der zweite Frischkorn-Fuchs wanderte durch Schulen und Kindergärten und wurde von den Kindern immer wieder anders gestaltet.

Wie immer verkauft Roman Kruzycki seine Bilder auch, zudem bittet er um Spenden. Der gesamte Erlös wird dann dem Ennepetaler Heimatbrief zugute kommen. „Das ist eine sehr wichtige Institution bei uns“, betont Kruzycki.

INFO:

Die Fotoausstellung „Tien Joahr later oder Zehn Jahre später“ in der Chirurgischen Praxis Kruzycki, Königsberger Straße 66, ist am Samstag und Sonntag, 17. und 18. März, jeweils von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Die offizielle Eröffnung findet am Samstag um 10.30 Uhr statt. Zur Einführung sprechen Personen, die beim „Fuchs“-Projekt mitgewirkt haben. Zu Gast sind:

Friedrich Rothenberg, Vorsitzender des Heimatvereins Rüggeberg. Aus Rüggeberg stammt die Sage vom „Fuchsschwanzhalter“.

Karsten Müller (heute verheiratet Strahl). Der Bildhauer gestaltete die Fuchsskulptur.

Michael Eckhardt, Ehrenbürgermeister, in dessen Amtszeit als Stadtoberhaupt das Projekt ins Leben gerufen wurde.

Wilhelm Wiggenhagen, ehemaliger Bürgermeister, unter dessen Amtsführung die meisten Füchse aufgestellt wurden.

Imke Heymann, die amtierende Bürgermeisterin, in deren Amtszeit nun der zehnte Geburtstag der Fuchsskulptur fällt.

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