Städtepartnerschaft

Freundschaft mit Vilvoorde trägt neue Blüten

Der Freundschaftsbaum auf dem Ennepetalplein: Nach den Wappen von Ennepetal und Vilvoorde, des Freistaats Oberbauer, einem gemeinsamen Schild von Blau-Weiß Voerde und dem Club Eendracht Vilvoorde sowie den Wappen der weiteren Partnerstädte Vilvoordes – Maubeuge (Frankreich), Middelburg (Niederlande), Penarroya (Spanien) und Komatsu (Japan) – sind nun auch der Voerder Schützenverein und die verbrüderte "“Arkebuze Vilvoordse Schuttersvereniging“ sowie das Akkordeon-Orchester Ennepetal und das Mandolinenorchester „Divertimando“ verewigt.

Foto: André Thys/Stadt Vilvoorde

Der Freundschaftsbaum auf dem Ennepetalplein: Nach den Wappen von Ennepetal und Vilvoorde, des Freistaats Oberbauer, einem gemeinsamen Schild von Blau-Weiß Voerde und dem Club Eendracht Vilvoorde sowie den Wappen der weiteren Partnerstädte Vilvoordes – Maubeuge (Frankreich), Middelburg (Niederlande), Penarroya (Spanien) und Komatsu (Japan) – sind nun auch der Voerder Schützenverein und die verbrüderte "“Arkebuze Vilvoordse Schuttersvereniging“ sowie das Akkordeon-Orchester Ennepetal und das Mandolinenorchester „Divertimando“ verewigt. Foto: André Thys/Stadt Vilvoorde

Ennepetal.   Die Freundschaft zwischen Ennepetal und Vilvoorde trägt frische Blüten. Am Freundschaftbaum in der Partnerstadt hängen neue Schilder.

Die Freundschaft zwischen Ennepetal und Vilvoorde trägt frische Blüten. Am Freundschaftbaum in der belgischen Partnerstadt wurden neue Schilder angebracht. Nun sind der Voerder Schützenverein und die verbrüderte „Arkebuze Vilvoordse Schuttersvereniging“ mit ihren Wappen ebenso verewigt wie das Akkordeon-Orchester Ennepetal und das Mandolinenorchester „Divertimando“.

Zur feierlichen Erweiterung des Baumes reisten die Erste Bürgermeisterstellvertreterin Anita Schöneberg, ihre Ehemann Jürgen als Vorsitzender des Akkordeon-Orchesters und eine 30-köpfige Delegation der Voerder Schützen, angeführt vom Geschäftsführer Franz Hirsch in die nördlich von Brüssel gelegene Partnerstadt. Bei einem kleinen Feierprogramm rund um den Freundschaftsbaum auf dem Ennepetalplein (Ennepetalplatz) im Europaviertel von Vilvoorde wurden die Schilder im Beisein des Vilvoorder Kulturdezernenten Johann Serkeyn und des für die Städtepartnerschaft zuständigen Mitarbeiters Tom Andries angebracht. Es gab Glühwein und Kaffee „und es hat die Dixieland-Kapelle gespielt, die vor zwei Jahren bei der Aufstellung des Baumes gespielt hat“, erzählt Anita Schöneberg. Neben den Neuzugängen sind am Freundschaftsbaum – dem einzigen, den es in Belgien gibt – die Wappen von Ennepetal und Vilvoorde, des Freistaats Oberbauer und ein gemeinsames Schild von Blau-Weiß Voerde und Eendracht Vilvoorde zu sehen. Auf die Verbindung der beiden letztgenannten Vereine geht die Städtepartnerschaft zurück, die 1973 offiziell besiegelt wurde. Ebenfalls vertreten sind die weiteren Partnerstädte Vilvoordes: Maubeuge (Frankreich), Middelburg (Niederlande), Penarroya (Spanien) und Komatsu (Japan).

Dass es in Vilvoorde einen solchen Baum gibt, geht auf das Jahr 2013 zurück. Da wohnte Bürgermeister Hans Bonte einer feierlichen Erweiterung des Freundschaftsbaums in Oberbauer bei, den die dortige Dorfgemeinschaft, „Freistaat Oberbauer“ an der ehemaligen Schule aufgestellt hat. Bonte wünschte sich ein solches Symbol auch für Vilvoorde. 2014 lieferten Freistaat-Mitglieder dann einen entsprechenden Stamm nach Belgien. 2015 wurde der Baum eingeweiht. Die ersten Schilder hatte das Ennepetaler Unternehmen Wieberneit Außenwerbung von Raphael Wieberneit gefertigt. Auch die nun neu angebrachten stellte Wieberneit her. Der belgische Baum hat also seine Wurzeln in Ennepetal und treibt heimische Blüten.

Voerder Schützen bei „Arkebuzen“

Anita Schöneberg, die über ihre Mitgliedschaft im Akkordeon-Orchester bereits seit 30 Jahren eine enge persönliche Verbindung zu der Partnerstadt hat, hofft, dass sich weitere Vereine bald am Freundschaftsbaum verewigen. Unter anderem sind die Künstlervereinigungen „Kunstraum EN“ und „Portaelskring Vilvoorde“ eng miteinander verbunden, was nicht zuletzt bei der großen Ausstellung des Kunstraum“ im Industriemuseum Früchte trug. Grundsätzlich wünscht sich Anita Schöneberg:„Es wäre schön, wenn die nächste Generation die Freundschaft weiter pflegt.“

Die Voerder Schützen, die am Samstagvormittag angereist waren, blieben noch bis zum Sonntag in Belgien und verbrachten schöne Stunden mit den Vertretern des Vereins „Arkebuze“. Anita Schöneberg und ihr Mann Jürgen, die bereits freitags angekommen waren, reisten am Samstagabend wieder ab. Für die beiden hatte der Trip nämlich noch eine besondere Note: Als Eltern angekommen, verließen sie Vilvoorde als Großeltern. Am Freitag hatte nämlich Anna das Licht der Welt erblickt, die Tochter von Anita und Jürgen Schönebergs Sohn Timo und Schwiegertochter Mareike. Als Johann Serkeyn die freudige Nachricht erhielt, machte er der Familie Schöneberg noch ein besonderes Geschenk. Die Stadt Vilvoorde pflanzt nämlich für jedes Kind, das dort geboren wird, einen Baum. 259 Bäume wurden nun wieder eingesetzt. Kurzerhand erhielt auch die kleine Anna ein zartes Pflänzchen in Vilvoorde – ganz im Sinne der europäischen Verständigung.

INFO:

Bei der kleinen Feier zur Freundschaftsbaumerweiterung wurden auch Geschenke ausgetauscht. So gab es für die Gäste aus Ennepetal unter anderem die beliebten belgischen Pralinen.

Anita Schöneberg hatte als offizielles Gastgeschenk ein Blumengesteck mit einem kleinen Fuchs mitgebracht. Außerdem überreichte sie einige der Fototaschen mit Ennepetals Sehenswürdigkeiten, die der Verkehrsverein in der Stadt Ennepetal hat produzieren lassen. Die Erste Bürgermeisterstellvertreterin ist auch Vorsitzende des Vereins.

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