Polizei

Gevelsberg: Bewerbung um neue Polizeiwache

Die Polizeiwachen in Ennepetal und Gevelsberg sind marode. Sie sollen in einem neuen Zentralgebäude zusammengeführt werden. Um den zukünftigen Standort bewirbt sich auch Gevelsberg

Die Polizeiwachen in Ennepetal und Gevelsberg sind marode. Sie sollen in einem neuen Zentralgebäude zusammengeführt werden. Um den zukünftigen Standort bewirbt sich auch Gevelsberg

Foto: Stefan Scherer / WP

Gevelsberg.  Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal erhalten eine gemeinsame Polizeiwache. Wo die gebaut wird, ist noch offen. Gevelsberg rechnet sich Chancen aus.

Für die Stadt Gevelsberg ist das Thema Polizeiwache noch längst nicht abgeschlossen. Den Kampf um die Wache in der Innenstadt hat sie zwar verloren. Dafür wirft die Stadt bei der Standortsuche für das neue Zentralgebäude der Kreispolizeibehörde ihren Hut in den Ring. Ein geeigneter Platz für eine gemeinsame Polizeiwache, die für Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal zuständig ist, liegt aus Sicht der Verwaltung an der Rosendahler Straße 97 bis 125, direkt neben dem Gewerbegebiet im Winkel.

Darum geht es

2023 sollen die Beamten ihren neuen Arbeitsplatz beziehen. Wo? Das wird die EU-weite Ausschreibung für den Neubau zeigen, die nun gestartet ist (wir berichteten). Die Wachen Gevelsberg und Ennepetal, Verwaltung, Polizeiführung und Kreisleitstelle aus dem Kreishaus, die Kripo aus dem Ibach-Haus in Schwelm, die Direktion Verkehr, die aktuell noch in Wetter beheimatet ist, sowie Prävention und Opferschutz aus einem ehemaligen Wohnhaus an der Schwelmer Hauptstraße sollen zusammengeführt werden.

Bürgermeister Claus Jacobi spricht von 300 bis 400 Mitarbeitern, die am neuen Standort arbeiten würden. Wenn die ihren zukünftigen Arbeitsplatz in Gevelsberg hätten, „wäre das eine tolle Sache für diese Stadt“, erklärte Jacobi im Hauptausschuss. Der hatte am Montag den Weg für eine mögliche Bebauung frei gemacht, indem er das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans auf dem Grundstück einleitete – einstimmig, mit Enthaltung von Bündnis 90/Die Grünen. Wenn der Rat am Mittwoch sein Okay gibt, dann wäre der Weg für die neue Kreispolizeibehörde geebnet. Zumindest aus baulicher Sicht.

Jeder, der ein Grundstück im Potenzialgebiet und einen Investor hat sowie die Anforderungen der Ausschreibung erfüllt, kann sich beteiligen.


Die Planung

Das Plangebiet, das im Bebauungsplan Nr. 68 Mönkesstück Teil 2 beschrieben ist, umfasst etwa 1,62 Hektar Fläche. Die Erschließung soll über die Verlängerung der Straße Mönkesstück erfolgen, optional kann eine zweite Zufahrt geschaffen werden. Parallel zur Erarbeitung des Vorentwurfs des Bebauungsplans sollen die notwendigen ökologischen und Artenschutzprüfungen durchgeführt werden.

In der Beschlussvorlage schreibt die Verwaltung: „Der Eigentümer der im Flächennutzungsplan dargestellten gewerblichen Baufläche begrüßt und unterstützt die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Entwicklung der Flächen sowie insbesondere das Ziel, ein Angebot für den Standort der künftigen Wache der Kreispolizei hier anbieten zu können.“

Stimmen aus dem Ausschuss

Claus Jacobi stimmte die Politik ein, alle „Kraft und Energie darauf zu verwenden, dieses Ziel zu verfolgen“. Auf die Frage von Hans-Günther Adrian (CDU), ob damit der Einsatz für eine innerstädtische Polizeiwache aufgegeben werde, antwortete Jacobi mit den Worten, dass mit diesem Standort die Nähe zur Innenstadt gegeben sei. Er sei sowohl mit dem ÖPNV als auch zu Fuß gut zu erreichen. „Dies wäre eine Lösung, um die uns jede Stadt beneiden würde.“

Falls eine andere Stadt bei der Ausschreibung das Rennen macht, soll die Fläche für Gewerbetreibende zur Verfügung stehen.

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