Politik

Gevelsberg erhöht die Musikschulgebühren

Von Bach bis zu den Beatles – die Musikschule Gevelsberg ist sehr breit mit ihrem Unterrichtsangebot aufgestellt. Die Regelung, dass die Gebühren jährlich um 1,5 Prozent steigen, wird bis zum Schuljahr 2022/23 fortgeführt.

Foto: Klaus Bröking

Von Bach bis zu den Beatles – die Musikschule Gevelsberg ist sehr breit mit ihrem Unterrichtsangebot aufgestellt. Die Regelung, dass die Gebühren jährlich um 1,5 Prozent steigen, wird bis zum Schuljahr 2022/23 fortgeführt.

Gevelsberg.   Stadtrat muss Beschluss aus dem März nach Übertragungsfehler erneut fassen. Jährlich wird der Unterricht bis 2022/23 um 1,5 Prozent teurer.

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Das Thema mutete zunächst merkwürdig auf der Tagesordnung an, denn eigentlich war die Anhebung der Gebühren für die städtische Musikschule längst durch. Sollte die Stadt etwa noch einmal an der Kostenschraube drehen wollen? Der Rat der Stadt Gevelsberg hatte die Sache bereits in seiner Sitzung im März beschlossen, am heutigen Donnerstag müssen die Politiker allerdings noch einmal die Hände zum gleichen Thema heben. Dabei handelt es sich jedoch um eine reine Formsache. Es wird nicht nochmal teurer.

Die Linke stimmt dagegen

Der Stadtverwaltung war bei der Übertragung der Vergleichstabellen ein Fehler unterlaufen, so dass es zu einer Verschiebung der Spalten gekommen war. Damit die Satzung mit den angepassten Gebühren zum 1. August auch tatsächlich in Kraft treten kann, muss sie nun neu beschlossen werden. Dass dies erneut mit einem breiten Votum aus der Politik geschieht, daran bestehen keine Zweifel, denn erneut hoben im Hauptausschuss sämtliche Fraktionen die Hand für die neue Satzung. Lediglich die Linken, für die Christina Zett anwesend war, votierten erneut gegen die Verteuerung der Musikschule. Bereits im März zur ersten Abstimmung hatte die Fraktionsvorsitzende Petra Bremecker klar gemacht, dass aus Sicht ihrer Partei solche Angebote grundsätzlich kostenfrei von den Kommunen zur Verfügung gestellt werden müssten.

Weil die Linken mit ihrer Meinung im Rat der Stadt Gevelsberg allein dastehen, wird nun das System aus der Vergangenheit fortgesetzt werden. Seit dem Jahr 2013 steigen die Gebühren der städtischen Musikschule Jahr für Jahr um 1,5 Prozent an. Der Beschluss sieht vor, dies zunächst bis zum Schuljahr 2022/23 fortzusetzen. „Die Regelung der jährlichen Anpassung hat sich sehr bewährt“, teilte Musikschulleiterin Dagmar Tewes bereist im März mit. Die Fraktionen betonten seinerzeit, dass auch sie nicht gern Gebührenerhöhungen beschließen, das System allerdings eine hohe Verlässlichkeit liefere. Vor dem Jahr 2013 waren die Gebühren für die Musikschule stets im Bedarfsfall angepasst worden und dadurch in machen Jahren gar nicht gestiegen, in anderen aber deutlich höher.

Gevelsberger Modell macht Schule

Der Blick auf die Nachbarstädte zeigt, dass das Gevelsberger Modell durchaus Schule macht. Die Städte Schwelm und Sprockhövel sind ebenfalls dazu übergegangen, die Gebühren jährlich anzupassen. Ennepetal wählt weiterhin unterschiedliche Intervalle. Um viel Geld geht es dabei für den Gebührenhaushalt der Stadt ohnehin nicht. Die Stadtverwaltung hat errechnet, dass sich im ersten Jahr bei aktueller Unterrichtsbelegung eine monatliche Mehreinnahme von ungefähr 320 Euro ergibt.

Für die musikalische Früherziehung oder die musikalische Grundausbildung werden bei 60 Minuten Unterricht pro Woche nun jährlich 265,20 Euro erhoben. Das bedeutet auf den Monat herunter gerechnet eine Belastung für die Eltern von 22,10 Euro. Zum Vergleich: Der Durchschnitt von Schwelm, Ennepetal und Sprockhövel liegt im Augenblick bei 22,37 Euro. 45 Minuten Einzelunterricht am Klavier pro Woche kosten ab dem 1. August dann jährlich 1207,20 Euro, auf den Monat bezogen 100,60 Euro.

INFOBOX

Wenn der Rat der Stadt Gevelsberg sich heute trifft, wird auch über das Stadtteilentwicklungskonzept Schnellmark/Haufe entschieden.

Diesen SPD-Antrag hat die Verwaltung doch noch auf die Tagesordnung gesetzt nur bislang noch nicht in das Ratsinformationssystem eingepflegt.

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