Konzertgesellschaft

Gevelsberg: Gelungener Auftakt der Klassik-Saison

Sevérine Kim und Knut Hanßen begeisterten die Gäste der Konzertgesellschaft mit Werken von Mozart, Schubert und Debussy.

Sevérine Kim und Knut Hanßen begeisterten die Gäste der Konzertgesellschaft mit Werken von Mozart, Schubert und Debussy.

Foto: Veranstalter

Gevelsberg.  Mehr als zufrieden ist die Konzertgesellschaft Gevelsberg nach der Premiere zum Auftakt der neuen Saison unter Corona-Bedingungen.

Die Generalprobe ist gelungen, das erste Meisterkonzert kann kommen. Mehr als zufrieden zeigte sich Dr. Michael Ostermann, Vorsitzender des Konzertgesellschaft Gevelsberg, nach der Premiere zum Auftakt der neuen Saison unter Corona-Bedingungen.

„Insgesamt 88 Zuschauer haben den außergewöhnlich eindrucksvollen Auftritt der Pianisten Séverine Kim und Knut Hanßen miterlebt und wir konnten alle Sicherheitsvorgaben mehr als erfüllen. In keinem Moment bestand bei dem Mitgliederkonzert die Gefahr, dass dagegen verstoßen werden könnte“, so Ostermann. Es war ein ungewöhnliches Konzert. Wann bedanken sich schon einmal die Interpreten auf der Bühne beim Publikum, dass sie spielen können? „Das ist eine große Freude für uns. Sie sind die Konzertgesellschaft. Sie haben uns das möglich gemacht“, so der Pianist Knut Hanßen, bevor er und seine Partnerin die Menschen im Zentrum für Kirche und Kultur mit Werken von Mozart, Schubert, Debussy und einer Zugabe von Beethoven begeisterten.

Maßnahme vorher geprobt

Vor dem Konzert hatten nicht nur die beiden Pianisten, sondern auch der Vorstand der Konzertgesellschaft für die erste Veranstaltung nach dem Corona-Ausbruch geprobt. „Wir haben alle Schritte ohne Publikum durchgespielt“, verrät der Vorsitzende. Die Klassik-Freunde wurden einzeln oder paarweise mit dem nötigen Sicherheitsabstand in die Konzertaula eingelassen. Große Wartezeiten entstanden nicht. Bis sie ihren reservierten Sitzplatz erreicht hatten, mussten die Besucher ihre Gesichtsmaske tragen. Eine Pause fand aus Sicherheitsgründen nicht statt.

Nach der Zugabe verließen die Gäste – ein Block nach dem anderen – einzeln wieder das Zentrum für Kirche und Kultur. „Wir wissen, wo jeder der 88 Zuschauer gesessen hat, kennen ihre Kontaktdaten“, versichert Michael Ostermann. Das hohe Maß an Sicherheit konnte das Erlebnis nicht trüben: „Es war spürbar, wie sich die Menschen darüber gefreut haben, wieder klassische Musik live erleben zu können.“ Und so freut sich die Gevelsberger Konzertgesellschaft auf den Besuch einer der größten deutschen Pianistinnen.

Reihe der Meisterkonzerte

Ragna Schirmer eröffnet mit ihrem Ensemble „Da Cuore“ am Donnerstag, 1. Oktober, ab 19.30 Uhr die Reihe der Meisterkonzerte im Zentrum für Kirche und Kultur in der Südstraße, dann vor höchstens 300 Gästen. Mit ihr kommt eine Musikerin, die regelmäßig in den wichtigsten Konzertsälen in Europa, China und Neuseeland zu hören ist. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Beschäftigung mit dem Leben und Werk der Starpianistin des 19. Jahrhunderts, Clara Schumann. In Gevelsberg setzt sich die Musikerin aus Halle an der Saale mit zwei Komponisten auseinander: Frederic Chopin und Friedrich Kalkbrenner. Das sind Männer, die eine Menge verbindet. Kalkbrenner war außerdem einer der bekanntesten Pianisten seiner Zeit in Frankreich. Chopin war sein wohl größter Fan, er verehrte Kalkbrenner als Idol. Der berühmte Komponist widmete ihm sein Klavierkonzert Nr. 1 e-moll op. 11. Ragna Schirmer wird es in der Fassung des Komponisten für Klavier und Streichquintett spielen.

Zahl der Tickets begrenzt

Das ist auch sozusagen das Herzstück des Gastspiels. Beide Musiker – Kalkbrenner und Chopin – starben im Jahr 1849. „Widmungen“ gab Ragna Schirmer ihrem Gevelsberger Konzert der Beziehung der beiden Künstler entsprechend einen passenden Titel.

Begleitet wird die Pianistin von „Da Curore“. Das Ensemble hat Schirmer vor acht Jahren gegründet. Eine begrenzte Anzahl von Tickets für das Meisterkonzert sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich. „Es wird keine Abendkasse geben. Wir können auch für Mitglieder, die spontan einen Gast mitbringen, aus Sicherheitsgründen keine Ausnahme machen“, so Michael Ostermann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben