Baumaßnahmen

Gevelsberg: Hier wird in der Stadt gebaut

Die Fahrbahn der Berchemallee im Einmündungsbereich Burbecker und Silscheder Straße wird ab Mai saniert. Gearbeitet wird in vier Bauabschnitten.

Die Fahrbahn der Berchemallee im Einmündungsbereich Burbecker und Silscheder Straße wird ab Mai saniert. Gearbeitet wird in vier Bauabschnitten.

Foto: Carmen Thomaschewski

Gevelsberg.   Straßen- und Kanalsanierung, Spielplatzbau und Großprojekte: Eine Übersicht über laufende und geplante Maßnahmen in den kommenden Wochen

Der erste Sommertag des Jahres naht, die Tage werden länger und wärmer – bestes Bauwetter. Was in den kommenden Wochen im Stadtgebiet passiert, und wo Autofahrer mit Beeinträchtigungen zu rechnen haben, gibt es hier auf einen Blick.

Kanalsanierung

In Sachen Kanalsanierung sind die Technischen Betriebe der Stadt Gevelsberg gut aufgestellt. Die größten Schäden, die in offener Bauweise saniert werden müssten, sind bereits behoben und in den vergangenen Jahren abgearbeitet worden. Aktuell stehen nur Maßnahmen an, die in geschlossener Bauweise umgesetzt werden können, betont Ivo Knezovic, der den Sachstand über größere Baustellen im Ausschuss der Politik vorstellte. Der Technische Leiter der Technischen Betriebe Gevelsberg erklärt, dass von den Arbeiten nicht viel gesehen werde und Sperrungen nicht vorgesehen seien.

Straßensanierung

Bei den bisher geplanten Straßensanierungen steht der Beginn zweier Maßnahmen unmittelbar bevor. Der Vollausbau der Brüderstraße zwischen Hagener- und Schulstraße und die Sanierung eines Teilstücks der Berchemallee.

Bei der Fahrbahnerneuerung Berchemallee zwischen Burbecker- und Silscheder Straße sind vier Bauabschnitte geplant. An der Berchemallee wird es voraussichtlich im Mai losgehen. Es stehen Asphaltarbeiten auf einer Fläche von 3500 Quadratmetern an, betroffen ist eine Straßenlänge von etwa 500 Metern. Autofahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen. Die Maßnahme wird unter Vollsperrungen umgesetzt. „Die Grundstückszufahrten sind aber jederzeit erreichbar“, versichert der Technische Leiter. Abschluss der Sanierung ist für Ende Juni vorgesehen.

In der Brüderstraße geht es Anfang Mai los. Der Vollausbau der Straße, also der Untergrund und die Fahrbahndecke, wird unter einer halbseitigen Sperrung der Straße umgesetzt – auf einer Länge von etwa 120 Metern. Den Anfang wird die AVU machen, die die Gelegenheit nutzt, auch die Versorgungsleitungen zu erneuern. Im Anschluss starten die Arbeiten an der Straße und dem Gehwegbereich. Eine Vollsperrung ist nur kurzzeitig während der Asphaltarbeiten notwendig.

Spielplatz Bruchmühle

Im Herbst 2016 hat eine Anwohnerin aus der Bruchmühle angeregt, in der Siedlung einen Kinderspielplatz anzulegen (wir berichteten). Eine Zählung hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass 61 Mädchen und Jungen im Alter bis sechs Jahren in der Siedlung aufwachsen. Grund genug für den Rat der Stadt Gevelsberg die Mittel für den Bau eines neuen Spielplatzes in dem Wohngebiet an der Haßlinghauser Straße zu bewilligen. Das passende Grundstück wurde im Wendehammer gefunden: dort, wo an der Bruchmühle die inzwischen überflüssig gewordene Haltestelle mit Wartehäuschen für den Nahverkehr und dahinter eine verwilderte Fläche war.

Der Umbau hat bereits begonnen, der Abschluss der Arbeiten ist für Ende Mai vorgesehen. „Im Juni könnte dann die Einweihung des Spielplatzes gefeiert werden“, sagt Ivo Knesovic.

Projekte

Das größte Bauprojekt, das die Stadt in diesem Jahr beschäftigen wird, ist der Neubau der Feuer- und Rettungswache, Der Spatenstich ist bereits im März erfolgt (wir berichteten). Aktuell wird der Untergrund vorbereitet. Gebaut wird auf dem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück oberhalb des Haufer-Parks. Die Hochbauarbeiten sollen bereits Anfang Mai beginnen. Einen Fortschritt gibt es dann schnell zu sehen, weil der Gebäudekomplex aus Stahl-Beton-Fertigteilen zusammen gesetzt wird. Im Herbst 2020 soll alles fertig sein, Kostenfaktor 12,9 Millionen Euro.

Das Freibadgelände des Schwimm in ist nach dieser Saison dran (wir berichteten). Aktuell werden die Becken auf den Sommer-Betrieb vorbereitet. Wenn das Herbstwetter da ist, soll es mit dem groß angelegten Umbau losgehen. Geplant ist ein multifunktionales Edelstahlbecken zu installieren, die Liegebereiche neu anzulegen, die Technik, den Sanitärbereich und die Umkleiden zu erneuern. Im Haushalt sind acht Millionen Euro für die Maßnahme inklusive der Baunebenkosten eingestellt. Detaillierte Pläne für die Umsetzung wird das Planungsbüro Mitte des Jahres vorstellen.

Der Parkplatz am Waldstadion in Silschede wird aller Voraussicht erst im kommenden Jahr zur Baustelle. Derzeit läuft das Genehmigungsverfahren beim Kreis bezüglich der Entwässerung. Auch das Planungsbüro ist bereits mit den Vorbereitungen befasst. Die Ausschreibungen sind für den Herbst geplant. Die Stadt investiert etwa eine Million Euro in die Neugestaltung des gesamten Vorplatzes. In eine asphaltierte Straße, gepflasterte Parkplätze, Spielgeräte, einen Bolzplatz und eine multifunktionale Veranstaltungsfläche. Etwa 100 Parkplätze werden dort entstehen.

Auf der Milsper Straße wird Mitte des Jahres eine Baustelle eingerichtet. Die Aufträge für den Bau der beiden Regenrückhaltebecken wurden bereits vergeben.

Der barrierefreie Umbau der Bushaltestelle Schulzentrum West startet in den Sommerferien. Kurz gesagt: Der Bordstein wird abgesenkt und die Bussteige werden auf je 18 Meter verlängert.

Schulen

Auch in den Schulgebäuden passiert derzeit einiges. Die größte Baustelle ist die Hasencleverschule. Im März des vergangenen Jahres hat die groß angelegte Sanierung inklusive Brandschutzmaßnahmen begonnen, der Abschluss der Arbeiten ist für diesen Herbst vorgesehen. Das Projekt ist mit etwa 5,5 Millionen Euro beziffert. Das Schulgebäude wird am Ende nicht vollständig barrierefrei, aber weitgehend barrierearm sein.

Der Physikraum der Realschule wird derzeit erneuert. An den Grundschulen Schnellmark und Vogelsang werden die Toilettenanlagen saniert. Das Ende der Maßnahmen ist für die kommenden Wochen geplant.

>>> INFO

Die Sanierung der Klosterholzbrücke ist zwar bereits seit Monaten abgeschlossen und das Bauwerk ist auch bereits für die Nutzung freigegeben, endgültig abgeschlossen ist die Maßnahme aber noch immer nicht (wir berichteten). Bislang fehlt noch das Geländer. Nach neuestem Stand soll dieses Mitte April geliefert werden.

Das vom Landesbetrieb Straßen NRW beauftragte Unternehmen wird mit der Hangsicherung rund um die Brücke nach Ostern beginnen – eine notwendige Maßnahme für den Radweg.

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