Gastronomie

Gevelsberg: Italienisches Bistro kommt an die Mittelstraße

Lucia Cantarella links vor der noch abgeklebten Fensterfront ihres Lokals „Piccolo Buon Gustaio“ in der Mittelstraße 51 in Gevelsberg.

Lucia Cantarella links vor der noch abgeklebten Fensterfront ihres Lokals „Piccolo Buon Gustaio“ in der Mittelstraße 51 in Gevelsberg.

Foto: Max Kölsch / WP

Gevelsberg.  Lucia Cantarella eröffnet ein italienisches Bistro an der Mittelstraße im ehemaligen Café Peterle. Das können Gäste dort erwarten.

Hier und da steht noch ein Karton auf dem Boden, in den Vitrinen liegen leere Schüsseln und Bleche, die Fensterfront ist noch abgeklebt. Lucia Cantarella trifft in diesen Tagen noch die letzten Vorbereitungen. Im Laufe der kommenden Woche will sie in der Mittelstraße 51, im ehemaligen Café Peterle, ein italienisches Bistro eröffnen. Für Cantarella ist es eine Rückkehr nach Gevelsberg, auf die sie sich freut.

„Piccolo Buon Gustaio“, zu Deutsch kleiner Gourmet, heißt das Lokal, dessen Name bereits erahnen lässt, was Gästen hier in Zukunft geboten werden soll. Italienische Spezialitäten, Wurst, Käse, selbstgemachte Antipasti, auch kleinere Pizzastücke vom Blech stehen auf der Karte. Für den süßen Zahn gibt es Torten und Kuchen. „Ich möchte hier keine gehobene Küche anbieten, eher Snacks für kleines Geld“, sagt Lucia Cantarella. Die Getränkeauswahl umfasst Cappuccino, Espresso und Kaffee. Hinzu kommen Softdrinks, Bier, Wein und Wasser.

Viel von Café Peterle übrig

Beim Blick in den Innenraum fällt auf, dass viel vom Café Peterle übrig geblieben ist. Die große Theke im Eingangsbereich ist noch da. Auch Tische und Stühle beziehungsweise Sessel hat Cantarella behalten. Neu ist eine kleinere Theke im hinteren Bereich des Gastraums. Besonders stolz ist Lucia Cantarella auf den Kronleuchter, den sie von zuhause mitgebracht hat. „Der ist noch aus dem 19. Jahrhundert“, sagt sie. Im oberen Stockwerk hat sie eine neue Küche eingerichtet. Im Außenbereich möchte sie für den Sommer noch eine Terrasse fertigmachen.

Erfahrung in der Gastronomie hat die Hagenerin mit sizilianischen Wurzeln nach eigenen Angaben reichlich. Schon ihre Eltern hätten eine Pizzeria in Hagen-Boele gehabt. In jungen Jahren habe sie selbst begonnen, Softeis auf Kirmessen zu verkaufen. Mit ihrem Mann habe sie später eine Gastronomie in Hagen betrieben. In Gevelsberg habe sie ebenfalls mit ihrem Mann ein Bistro im früheren Einkaufszentrum am Vendômer Platz gehabt. „Das war von 1981 bis 1986“, sagt Cantarella. „Meine Tochter hat in Gevelsberg auch die Realschule besucht.“

Schließlich ging Cantarella nach Hagen – nicht im Bösen, wie sie sagt. „Ich bin hier glücklich weggegangen“. Umso lieber kehrt sie nun wieder nach Gevelsberg zurück. „Mich reizt das hier, die Stadt, die Leute“, sagt die Gastronomin. „Ich wurde von früheren Gästen auch schon angesprochen. Die freuen sich“, so Cantarella.

Freude auf frühere Gäste

Sie selbst will sich im „Piccolo Buon Gustaio“ vor allem um den Service kümmern, das Gesicht des Lokals sein. Zur Unterstützung beschäftigt sie einen Mitarbeiter. Ansonsten helfe ihre Familie aus. „Ich habe fünf Kinder, die alle in der Gastronomie groß geworden sind und heute auch in diesem Bereich arbeiten“, erklärt Cantarella.

Im April wird sie 67 Jahre alt. Ans Aufhören denkt sie deshalb aber noch lange nicht. „Ich habe noch richtig Power und Lust, etwas zu machen“, betont sie. „Ich habe keine Lust, einfach zuhause zu sitzen und Fernsehen zu gucken.“ Ihre eigene Mutter habe auch mit 82 Jahren noch gearbeitet.

Jetzt freut sich Lucia Cantarella erst einmal auf die Eröffnung ihres Bistros – und darauf, viele ihrer früheren Gevelsberger Gäste wieder bei sich begrüßen zu dürfen.

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