Musik

Gevelsberg: Lehrerband „Hey Teacher“ zurück auf der Bühne

„Hey Teacher“ in der Formation von 2005 bis 2012: Rolf Gerlach, Jürgen Hartmann, Heinz Bülhoff, Linda Wiedenhoff und Rolf Garz.

„Hey Teacher“ in der Formation von 2005 bis 2012: Rolf Gerlach, Jürgen Hartmann, Heinz Bülhoff, Linda Wiedenhoff und Rolf Garz.

Foto: Privat / WP

Gevelsberg.  Die Gevelsberger Lehrerband „Hey Teacher“ ist wieder da. 1992 wurde sie am Gymnasium gegründet, 2012 löste sie sich auf. Nun geht es weiter.

Sie haben Generationen von Gevelsberger Abiturienten musikalisch ins Leben entlassen – und dabei war die Lehrerband „Hey Teacher“ eigentlich nur als ein Projekt des Literaturkurses gedacht. Das war 1992. Danach sorgten die Pauker mehr als zwanzig Jahre lang nicht nur auf den Abschlusspartys, sondern auch auf etlichen Schulfesten für Stimmung. Erst als die Lehrer in den Ruhestand gingen, löste sich die Band 2012 auf. Jetzt ist sie wieder da.

Alte Songs neu interpretiert

Vor zwei Jahren haben wir die Band wieder aufleben lassen“, sagt Heinz Bülhoff. Wenn auch in etwas veränderter Besetzung. Neu dabei ist Roland Müller, der zusammen mit „Hey Teacher“-Gründungsmitglied Heinz Bülhoff schon Ende der 60er Jahre in einer Schülerband spielte. Nach dem Abitur am Schwelmer Gymnasium trennten sich irgendwann ihre Wege. „Aus den Augen verloren hatten wir uns aber nie“, sagt Müller.

Beide wurden Lehrer, machten ihr eigenes Ding, bis vor zwei Jahren. „Ich habe Heinz angerufen und gefragt, ob er Lust hat, wieder etwas zu machen.“ Dann ging alles schnell. Die letzte „Hey Teacher“-Frontfrau Linda Wiedenhoff stieg wieder ein, Rolf Garz übernahm wieder das Schlagzeug, Roland Müller wurde der neue Gitarrist und Heinz Bülhoff spielte wieder Bass.

Der Kopf der damaligen „Hey Teacher“-Band Rolf Gerlach ist nicht mehr dabei, auch Jürgen Hartmann nicht mehr. Ganz neu in der Band ist Robin Bloemer am Saxofon, er ist der Ehemann von Frontfrau Linda Wiedenhoff. Sie übernahm vor 15 Jahren das Mikrofon der Lehrer-Combo. Zu diesem Zeitpunkt war sie noch Schülerin am Gevelsberger Gymnasiums.

„Als ich gehört habe, dass eine Sängerin gesucht wurde, wollte ich unbedingt dabei sein“, sagt die 31-Jährige heute. Sie hätte kurz vor den Sommerferien ihren Lehrer und „Hey-Teacher“-Mitglied Jürgen Hartmann angesprochen. Der habe ihr eine Mappe mit 30 Songs gegeben und gesagt, dass sie sich die anschauen soll. Als sie nach den Ferien zur Probe kam, konnte sie alle. Und seitdem ist sie dabei.

Das nächste Mal steht die Band am 2. November gemeinsam auf der Bühne: bei Saure, zum Silberjubiläum des Abi-Jahrgangs, der zur Gründung von „Hey Teacher“ führte. Der Musiklehrer Rolf Gerlach hatte damals mit den Schülern ein Musical einstudiert und Bülhoff und Garz gefragt, ob sie nicht Lust hätten, mitzumachen. „Wir hatten schon in den 80er angefangen zusammen Musik zu machen“, sagt Bülhoff. Aber das sei Jazz gewesen, ohne Gesang. Dann kam Rolf Gerlach und die Band nahm Fahrt auf.

„Die Idee war, ein generationenübergreifendes Projekt auf die Beine zu stellen“, sagt Bülhoff. Schüler und Lehrer standen seitdem gemeinsam auf der Bühne. Es gab übrigens fast immer nur Sängerinnen, außer ganz am Anfang, „Dede Dedemeyer war unser einziger Sänger“, sagt Heinz Bülhoff.

Ein Schulprojekt, aus dem mehr wurde

Was heute für Songs gespielt werden? Blues, Pop, Soul und auch Songs, die die heutigen Rentner schon als Schülerband auf die Bühne gebracht haben. „Unser Markenzeichen ist aber, dass wir die Lieder auf unsere Art interpretieren“, sagt Müller, der als Musiklehrer in Wuppertal arbeitete. Heinz Bülhoff unterrichtete 39 Jahre lang Sport und Englisch am Gymnasium in Gevelsberg. Dort gehörte es lange Zeit zur guten Tradition, dass „Hey Teacher“ in der Adventszeit im Pub 18 auftritt. „Das würde ich sehr gerne wiederholen“, sagt Linda Wiedenhoff. Und auch die Männer an den Instrumenten wären nicht abgeneigt. Auf Schulveranstaltungen sind sie aber nicht mehr zu sehen. „Wir würden gerne Auftritte für den guten Zweck spielen.“

Das letzte Mal waren sie beim Gevelsberger Sommerfestival zu sehen. Geprobt wird wieder regelmäßig. Und den Spaß an der Musik haben sie auch noch so vielen Jahrzehnten noch immer nicht verloren.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben