Kunsttherapie

Gevelsberger Fliedner-Klinik erweitert ihr Spektrum

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Chefarzt Dr. Marc-Andreas Edel gratuliert Barbara Siegmund mit einem Blumenstrauß zum Abschluss als Kunsttherapeutin.

Chefarzt Dr. Marc-Andreas Edel gratuliert Barbara Siegmund mit einem Blumenstrauß zum Abschluss als Kunsttherapeutin.

Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Barbara Siegmund macht mit 53 Jahren ihren neuen Abschluss. In ihrem Beruf zählt die Selbsterfahrung noch mehr als in anderen, sagt der Chef.

In der Fliedner-Klinik in Gevelsberg kann ab sofort für die Patienten auch eine Kunsttherapie angeboten werden. „Das erweitert deutlich unser Spektrum“, urteilt Chefarzt Dr. Marc-Andreas Edel und freut sich besonders darüber, dass dies „mit Hausmitteln“ erreicht werden konnte. Die Ergotherapeutin Barbara Siegmund hat die vierjährige Weiterbildung neben ihrem eigentlichen Beruf an den Wochenenden absolviert und ihre Diplom-Prüfung jetzt abgelegt.

„Bei der Ergotherapie geht es zum Beispiel um die Wiederherstellung der Arbeitskraft nach einer langen Krankheit“, erklärt Barbara Siegmund. Der Patient müsse an das strukturierte Arbeiten wieder herangeführt werden. Wenn dabei jemand in Tränen ausgebrochen ist, sei sie an ihre Grenzen gestoßen. Die Kunsttherapie bemühe sich aber weitergehend um eine Lösung, die Klärung der Ursache der Krankheit. Die Auseinandersetzung mit der Farbe könne Emotionen auslösen, verdeckte Konflikte wieder an die Oberfläche bringen, Erlebnisse, die vielleicht die Ursache für eine schwere Depression sein könnten, aus der Vergangenheit wieder ans Tageslicht befördern.

Am Arbeitsplatz geboren

Barbara Siegmund hat die Prüfung zur Kunsttherapeutin im Alter von 53 Jahren bestanden. Für ihren Chefarzt ist die Mitarbeiterin ein Beispiel dafür, „wie wichtig das lebenslange Lernen in der Psychotherapie ist“.

In diesem Bereich sei es noch wichtiger als in anderen Berufen, die Selbsterfahrung mit einzubringen, so der Chefarzt der Gevelsberger Fliedner-Klinik. Barbara Siegmund ist jetzt seit zwölf Jahren in der Einrichtung beschäftigt: „Ich habe auch in der Fliedner Klinik mein Praktikum gemacht.“ Und darüber hinaus ist die 53-Jährige auch eine waschechte Gevelsbergerin. Das bedeutet: Sie wurde in dem ehemaligen Gevelsberger Stadtkrankenhaus an der Hochstraße geboren, also sozusagen an ihrem heutigen Arbeitsplatz. Aus Teilen der früheren Klinik ist die Einrichtung der Fliedner-Stiftung geworden.

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