Busverkehr

Gevelsberger Haltestellen werden barrierefrei

So sieht eine Bushaltestelle nach dem barrierefreien Umbau aus. Hier im Bild die gerade fertig gestellte HaltestelleSozialzentrum Asbeck.

So sieht eine Bushaltestelle nach dem barrierefreien Umbau aus. Hier im Bild die gerade fertig gestellte HaltestelleSozialzentrum Asbeck.

Foto: Carmen Thomaschewski

Gevelsberg.   Umbau der Haltepunkte Haupt- und Busbahnhof, sowie Schulzentrum West: Vorstellung der Pläne bei „Miteinander im Gespräch“

In der Gevelsberger Innenstadt ist einiges in Bewegung. Nicht nur die Umgestaltung des Vendômer Platzes, Rathausvorplatzes, Stadtgartens und der Fußgängerzone stehen an, es ist auch eine neue Verkehrsführung in Planung. Für eine zukunftsfähige Umgestaltung der Innenstadt sorgt auch ein umfassender Umbau der Gevelsberger Knotenpunkte: Der Busbahnhof und die Haltestelle am Schulzentrum West werden barrierefrei. Auch der Gevelsberger Hauptbahnhof wird modernisiert.

Fördermittel sind beantragt

Bislang können Fahrgäste nur die Züge Richtung Hagen barrierefrei erreichen. Wer zum gegenüberliegenden Gleis möchte, der muss eine Unterführung durchqueren und Stufen bewältigen. Der Tunnel wird nach dem Umbau aller Voraussicht nach bleiben, Barrierefreiheit wird durch einen Aufzug geschaffen. Eine Mitteilung der Verwaltung, die in der Gesprächsrunde „Miteinander im Gespräch“ für gute Stimmung sorgte. In dem Gremium, das sich zwei mal im Jahr trifft, sind viele Interessenvertreter von Menschen mit Behinderungen organisiert und richten einen ganz gezielten Blick auf Hindernisse in der Stadt.

Der Hauptbahnhof ist für die Betroffenen ein besonderes Problem – auch in Sachen Service. Sie fordern schon lange eine elektronische Anzeige für die Busse. Ein Vertreter des Ennepe-Ruhr-Kreises erklärte in der Sitzung im Rathaus, dass das durchaus geplant sei, der südliche Ennepe-Ruhr-Kreis bei der Umsetzung jedoch hinterherhinke. Er machte aber Vorfreude auf die neue Technik: Die erlaube es nämlich, auch Verspätungen der einzelnen Busse zu erfassen, und Informationen auf das Handy zu spielen. Mit einer Umrüstung der Busse werde jedoch erst für 2019/2020 gerechnet. Die Verzögerung habe unter anderem mit der Fusion von VER und Bogestra zu tun, und dass die Technik beider Verkehrsbetriebe zusammengeführt würde.

Kosten von 1,1 Millionen Euro

Eine zusätzliche Anzeigentafel, die sowohl Hinweise zu den Bussen als auch den Zügen liefern soll, hat auch die Stadt bei den Umbauplänen des Busbahnhofes berücksichtigt.

Etwa 1,1 Millionen Euro veranschlagt die Gevelsberger Verwaltung für die Gesamtmaßnahme, inklusive der Bau- und Planungskosten, sowie der Kostenverrechnung mit den Technischen Betrieben.

Die Maßnahme orientiert sich am Bestand, das heißt, die sechs Haltepunkte bleiben bestehen, ebenso die drei Haltebuchten für die Busse. Die Schleife wird vergrößert, die Fahrsteigewerden verlängert und die Bussteige so gestaltet, dass die Busse gerade heranfahren können, nah dran an die Kante. Außerdem wird es drei neue und beleuchtete Wartehäuschen geben, erklärte der Fachbereichsleiter Stadtplanung Björn Remer. Umgesetzt werden soll das Projekt 2020/2021. Die Stadt Gevelsberg hat die Förderanträge bereits im Juli gestellt, mit einer Antwort wird etwa Ende des Jahres gerechnet.

Haltepunkt Sozialzentrum Asbeck

Die Zusage der Bezirksregierung Arnsberg ist dafür schon für eine andere Maßnahme im Rathaus gelandet – für den barrierefreien Umbau der Bushaltestellstelle im Schulzentrum West. Auch hier wird der Haltepunkt so umgebaut, dass Barrierefreiheit gewährleistet ist. Auf Anregung aus dem Gremium wird auch der Fußweg vom Ochsenkamp in Richtung Bushaltestelle entschärft. Der Bordstein wird dafür abgesenkt und die Bussteige werden auf je 18 Meter verlängert. Insgesamt wird es vier Haltepunkte hintereinander geben, inklusive der Wartehäuschen. Auch die zusätzliche Ausstiegshaltestelle bleibt erhalten, wo die Busfahrer eine Pause einlegen können. Der Ausbau am Schulzentrum West wird – laut aktueller Schätzung – etwa 300.000 Euro kosten. Beginn der Maßnahme ist voraussichtlich 2019.

Gemäß der Prioritätenliste des Nahverkehrsplans für den Ennepe-Ruhr-Kreis ist für Gevelsberg der Umbau weiterer Haltepunkte bis zum Jahr 2022 geplant. Bereits fertig sind die Haltestellen am AWo-Sozialzentrum Asbeck. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie die barrierefreien Haltepunkte am Ende aussehen werden.

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