Für das Wildgehege

Gevelsberger Kinder sammeln 3825 Kilogramm Kastanien

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Gruppenbild mit Bürgermeister: Claus Jacobi bedankte sich bei den Kindern persönlich im Neuen Forsthaus dafür, dass sie so viele Kastanien für das Damwild gesammelt haben.

Gruppenbild mit Bürgermeister: Claus Jacobi bedankte sich bei den Kindern persönlich im Neuen Forsthaus dafür, dass sie so viele Kastanien für das Damwild gesammelt haben.

Foto: privat

Gevelsberg.   Gevelsberger Verschönerungsverein freut sich über ein gutes Sammel-Ergebnis für das Damwildgatter trotz des schweren Mottenbefalls der Bäume.

Der Verschönerungsverein Gevelsberg bedankte sich bei seiner alljährlichen Kastanienfeier ganz besonders herzlich bei den fleißigsten Kinder und ihren Familien. Der Vorstand hatte der diesjährigen Sammlung aufgrund der grassierenden Kastanienkrankheit mit erheblichen Sorgen entgegengesehen.

Viele Kastanien gefällt

In Gevelsberg und den benachbarten Städten waren viele Kastanien gefällt worden, weitere Bäume brachten nur wenige und dann sehr kleine Früchte hervor. So kam es, dass die Lieblingsplätze und Geheimtipps der Sammler weggefallen waren oder nur einen dürftigen Ertrag erbrachten.

Doch die Sorgen waren unbegründet, der Verein hat ja die Kinder als Helfer. Mehr als 150 Mädchen und Jungen waren wieder für das Damwild des Geheges unterwegs. Zwar waren die Mengen der Einzelnen meist nicht so hoch wie in den Vorjahren, doch kamen mit diesen kleineren Mengen immerhin 3825 Kilogramm Kastanien zusammen. Damit liegt das Ergebnis im unteren Drittel der Ergebnisse seit 1950, aber es ist bei weitem nicht das niedrigste. Und wenn man bedenkt, dass das Zusammentragen der Kastanien ungleich schwieriger war als in den meisten vorangegangenen Jahren, dann war es eine Spitzenleistung.

Seit Generationen im Einsatz

Die Sammlerfamilien – einige sammeln schon in der dritten und vierten Generation - haben keine Mühen und Wege gescheut, doch noch Kastanien zu finden. „Manche sind extra in eine kastanienreiche Urlaubsregion gefahren, bei anderen musste der Kofferraum auf der Heimreise von der Nordsee Kastanien statt Gepäck beherbergen“, so Kirsten Niesler, Vorsitzende des Verschönerungsvereins. Aus Wuppertal, Bochum und dem Ruhrgebiet brachten viele Familien die beim Damwild so begehrten Früchte mit.

Voweihnachtliche Feier

Bei allen fleißigen Sammlern und ihren tatkräftigen Unterstützern be­dankte sich der VVG wieder mit einer stimmungsvollen vorweihnachtlichen Feier im Neuen Forsthaus und mit Überraschungen, die das Vorstandsteam sorgsam für jedes einzelne Kind ausgewählt hatte. Besonders festlich wurde diese Feierstunde auch durch das stimmungsvolle Querflötenspiel von Wolfgang Hamacher, Jana Mau und Robert Reininghaus.

Bürgermeister Claus Jacobi ließ es sich trotz starken Termindrucks nicht nehmen, sich persönlich bei den Kindern für ihren Sammelfleiß zu bedanken. Etwas verwundert war er, als ein Steppke ihm auf die Frage, ob er Hirsche mag, antwortete: „Ja, ich esse Hirschgulasch unheimlich gern“. Ein Kind pflichtete ihm sofort bei. Das war Tierliebe einmal anders.

Einem Großvater geholfen

Während der Sammelaktion schrieb ein Opa aus Friesland an den Verschönerungsverein und bat um Kastanien, weil er seiner kleinen Enkelin zeigen wollte, welch schönen Dinge man damit basteln kann. In seiner Region, schrieb er, seien weit und breit keine Kastanien zu finden. Michael Pfleging vom Vorstand des Verschönerungsvereins hat ihm ein Päckchen mit Kastanien nett zurecht gemacht. Als Dankeschön hat der Verein eine Spende von dem Großvater bekommen.

Alle Sammler, die nicht ins Forsthaus eingeladen werden und daher vielleicht ein wenig enttäuscht sind, bittet der VVG nicht allzu traurig zu sein. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr, denn dann wird wieder tatkräftige Hilfe ge­braucht. Jedes Kilogramm, das die Kinder sammeln, ist wichtig. Nur so kann der Verschönerungsverein Gevelsberg das Wildgatter im Kirchwinkeltal erhalten.

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