Blickfänger

Gevelsberger Künstlerkreis eröffnet Jahresausstellung

Viele Besucher finden ihren Weg zur Vernissage der Jahresausstellung „Blickfänger“ in das Foyer des Ratssaals in Gevelsberg.

Viele Besucher finden ihren Weg zur Vernissage der Jahresausstellung „Blickfänger“ in das Foyer des Ratssaals in Gevelsberg.

Foto: Leandro May

Gevelsberg.  Der Gevelsberger Künstlerkreis präsentiert in diesem Jahr Materialbilder, Skulpturen und weitere Kunstwerke im Rathaus.

„Jedes Kunstwerk hat mindestens einen besonderen Blickfang“, sagt Norbert Kramer. Er ist einer von mittlerweile 13 Künstlern des Gevelsberger Künstlerkreises, die ihre Werke im Foyer des Ratssaals des Gevelsberger Rathauses ausstellen. In diesem Jahr trägt die Ausstellung somit den Namen „Blickfänger“.

Die Vernissage wurde am vergangenen Freitagabend mit einer Rede von Bürgermeister Claus Jacobi, einem Interview mit Neuzugang Imke Braselmann, einer Rede von Norbert Kramer, musikalischer Begleitung mit Eigenkompositionen von Karin Böcker-Flender und Sektempfang gefeiert. Wenn man durch die Türen des Rathauses tritt, ist das Kunstwerk „Bunte Vielfalt bewegt das Leben“ von Johannes Dennda und Markus Nottke zunächst nicht zu sehen, aber dafür zu hören. Die UV-Installation lockt mit Bewegung, wechselnden Farben und nicht zuletzt mit wohlklingenden Melodien und ist in ihrer vollen Entfaltung nur hautnah zu genießen.

Im schmalen und abgedunkelten Durchgang zum Ratssaal-Foyer sind ebenfalls Werke der Leuchtkunst von Norbert Kramer ausgestellt. Im Foyer des Ratssaals und somit dem eigentlichen Ort der Jahresausstellung werden unter anderem abstrakte Bilder und Skulpturen von Renate Schmidt-V., Materialbilder, die „zum Anfassen verleiten“, wie Claus Jacobi lobt, von Jutta Pickhardt und Barbara Baumbauer, Fotografien der Westruper Heide von Mario Wolf, Bilder der Feuerinsel Lanzarote von Anke Bilstein-Blaufelder und Bilder aus der Natur, die vermeintliche Gesichter enthalten, von Imke Braselmann präsentiert. Zudem sind auch einige Kunstwerke des renommierten Gevelsberger Künstlers Josef Horn (1902 – 1951) ausgestellt, der auch schon Mitglied des Künstlerkreises war.

Bürgermeister Claus Jacobi bezeichnet die jährlichen Ausstellungen und die Verbundenheit mit der Stadt und dem Rathaus des Gevelsberger Künstlerkreises als „eine Art Demokratisierung der Kunst“. Besonders beeindruckend sei, dass der Gevelsberger Künstlerkreis nicht stetig sei, sondern dass sich immer neue Mitglieder finden, so Jacobi. Die Kunst liege der Stadt sehr am Herzen und das schon seit geraumer Zeit.

Kunst wird gefördert

Jürgen Unger, Mitglied des Gevelsberger Künstlerkreises, zeichnete beispielsweise die im Ratssaal aushängenden Porträts der vergangenen Bürgermeister.

Um die Verbundenheit zur Kunst auch in Zukunft zu gewährleisten, bot Claus Jacobi der Kunstgruppe (Stiftung Bethel) von Norbert Kramer an, eine Hauswand in der Stadt Gevelsberg künstlerisch zu gestalten. Die Kunstgruppe hat ein solches Projekt kürzlich schon in Hagen-Haspe durchgeführt.

Zudem wird in Zukunft eine Kunsthalle in der Friedens-Kapelle der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde von Kunstsammler Frank Hense in Gevelsberg errichtet, in der unter anderem auch weitere Kunstwerke von Josef Horn ausgestellt sein werden (wir berichteten).

Norbert Kramer bedankte sich am Ende seiner Rede beim Publikum für die Möglichkeit, ihnen die Kunst näherbringen zu dürfen. Das sei nicht selbstverständlich, so Kramer. Dieser Dank sei nicht nur dem Publikum geschuldet, sondern auch der Stadtverwaltung. Ohne diese wäre es nicht möglich gewesen, seit 1948 in Gevelsberg eine Jahresausstellung zu präsentieren. Auch aber galt dieser Dank Marco Marcegaglia, der als Ansprechpartner der Stadt zu jeder Zeit zur Verfügung stand.

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