Weihnachtsmarkt

Glühwein-Spende von 8000 Euro

Axel Bremer (3.v.re.) und Sohn Felix (lks.) übergaben Schecks an Michaela Pesenacker (3.v.lks.) vom Hospiz sowie Edda Eckhardt und Heike Monse (v.re) vom Thaler Verein. Darüber freuen sich Stefan Bieckerbick (Mitte), stellvertretender Bürgermeister, und Philipp Baltin (2.v.re.), der das Gelände gestellt hat. 

Axel Bremer (3.v.re.) und Sohn Felix (lks.) übergaben Schecks an Michaela Pesenacker (3.v.lks.) vom Hospiz sowie Edda Eckhardt und Heike Monse (v.re) vom Thaler Verein. Darüber freuen sich Stefan Bieckerbick (Mitte), stellvertretender Bürgermeister, und Philipp Baltin (2.v.re.), der das Gelände gestellt hat. 

Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Ideengeber Axel Bremer verteilt den Gewinn nach seiner guten Idee mit kleinem Weihnachtsmarkt auf der Baubrache an Hospiz und Henri-Thaler-Verein

Es war schon eine tolle Idee, die hässliche Baubrache an der Mittelstraße zu einem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt zu machen, und dort Glühwein, Bratwürstchen und Steaks für den guten Zweck zu verkaufen. Und es ist etwas Großes dabei heraus gekommen. Zwei Spendenschecks in Höhe von je 4000 Euro überreichte der Initiator der Aktion, der Gevelsberger Unternehmer Axel Bremer, gestern an das Hospiz Emmaus und den Henri-Thaler-Verein.

Lob von allen Seiten

Philipp Baltin, der seine Baupläne an der Einfahrt zur Nordstraße inzwischen auf Eis gelegt hat, hat das Gelände zur Verfügung gestellt. Er war gestern bei der Scheckübergabe voll des Lobes für die weihnachtliche Idee: „Es war eine großartige Initiative. Axel Bremer hat seinen Urlaub geopfert, um das möglich zu machen. Der Andrang war so groß, das er zweimal am Tag Nachschub holen musste.“ So zwischen 2500 bis 3000 Würstchen – so schätzt Bremer – seien im Advent auf dem Grill gelandet. Wieviel Glühwein das Gemüt der Gevelsberger erwärmt hat, konnte er bisher nicht zusammenrechnen: „Wir haben auf jeden Fall alles aufgekauft, was in der Umgebung angeboten wurde.“

Bremers Fazit seiner spontanen Aktion: „So etwas kann man nur in Gevelsberg machen.“ Die Stadtverwaltung hätte sofort mitgezogen und die Bürger das Angebot begeistert angenommen. Es wären noch mehr an Spenden übrig geblieben, wenn seine Personal- und Investitionskosten nicht so zu Buche geschlagen wären. Schließlich musste Bremer die Baugrube erst einmal mit dem Bagger teilweise wieder verfüllen lassen, um den Weihnachtsstand, samt Toilette, Oldtimer mit Weihnachtsmann am Steuer und leuchtendem Elefant dort aufstellen zu können. Philipp Baltin, der das Gelände sofort zur Verfügung gestellt hat, als ihm Bremer seine Idee erzählte, vermutet dann auch: „Da wird er einen Teil aus eigener Tasche finanziert haben.“

Auch Stefan Biederbick, stellvertretender Bürgermeister von Gevelsberg, bedankte sich bei Axel Bremer für sein hohes ehrenamtliches Engagement für seine Heimatstadt: „Denn nichts anderes ist es.“ Mit seiner Idee hätte er Gevelsberg in der Vorweihnachtszeit noch ein ganzes Stück für die Menschen, die in die City kommen, attraktiver gemacht.

Keine Konkurrenz für Gastwirte

Axel Bremer war es wichtig, den Gevelsberger Gastronomen mit seinem Angebot keine Konkurrenz zu machen: „Ich habe zuvor mit allen gesprochen und keiner hatte etwas dagegen.“ Die Unterstützung sei eben breit gewesen.

Mit dem ökumenischen Hospiz Emmaus und dem Henri-Thaler-Verein, so Bremer, würden das Geld von dem Weihnachtsmarkt zwei Organisationen erhalten, die sich in der Öffentlichkeit nicht über Interesse beklagen könnten. Er hätte auch nach anderen Hilfsvereinen gesucht, die dringend Geld brauchen, deren Arbeit aber nicht so im Scheinwerferlicht steht: „Die sind aber schwer in Gevelsberg und Umgebung zu finden.“ Bremer regte an, so etwas wie eine Dachorganisation der Hilfsvereine zu schaffen, die die Spenden dann verteilen könne: „Wir wollen schließlich keinen vergessen.“

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