Feuerwehr

Grundstein für Brandschutz in Voerde

Stadtbetriebe-Chef Joachim Hübner, Maurer Jörg Döpke und Bürgermeisterin Imke Heymann bei der Grundsteinlegung für die Feuerwache in Voerde.

Stadtbetriebe-Chef Joachim Hübner, Maurer Jörg Döpke und Bürgermeisterin Imke Heymann bei der Grundsteinlegung für die Feuerwache in Voerde.

Foto: Hans Jochem Schulte

Ennepetal.   Feuerwache am Friedhofsweg wird in diesem Sommer fertig. Zeitkapsel feierlich eingemauert.

Der Rohbau des neuen Feuerwehrhauses am Friedhofsweg in Voerde ist so gut wie fertig gestellt. Am Samstag wurde mit geladenen Gästen aus Politik und Feuerwehr der Grundstein gelegt. Spätestens im Frühsommer soll die Löschgruppe Voerde der Freiwilligen Feuerwehr ihr Domizil bezogen haben. Dann werden auch alle Interessierten das hochmoderne Gerätehaus bei einem „Tag der offenen Tür“ besichtigen können, kündigte Löschgruppenchef Volker Engelking an.

Grundsatzentscheidung in 2015

Schon zu Beginn der Feierstunde gab der Chef der Ennepetaler Stadtbetriebe, Joachim Hübner, in seinen Begrüßungsworten die Stimmungslage wieder: „Heute ist ein guter Tag.“ Zusammen mit Bürgermeisterin Imke Heymann und Löschgruppenchef Engelking war er bei der feierlichen Grundsteinlegung aktiv. Maurer Jörg Döpke hatte den letzten Stein gelegt im zukünftigen Aufgang zu den Schulungsräumen, als Volker Engelking in drei Sätzen sagte: „St. Florian schütze diesen Bau. Schönheit ziere ihn. Stärke führe ihn aus!“

Bürgermeisterin Imke Heymann schlug nach jedem Satz mit dem Hammer seicht auf den frisch gelegten Stein. Dann setzte großer Beifall ein. In der eingemauerten Zeitkapsel befanden sich der Grundsatzbeschluss des Rats der Stadt für den Bau dieses Hauses, eine Mitgliederliste und ein Gruppenfoto der Löschgruppe Voerde sowie je ein Exemplar der Westfälischen Rundschau und der Westfalenpost. Als diese „Zeitzeugen“ vom städtischen Fachbereichsleiter für Bürgerdienste, Stephan Langhard, und dem Vizechef der Löschgruppe Voerde, Stefan Lippes, in die Kapsel gelegt wurden, bat Imke Heymann die Gäste um Euro-Münzen, die hinzugelegt werden sollten. Sparkassenchef Bodo Bongen machte mit einer Fünf-Euro-Münze den Anfang, und dann griffen viele Gäste in ihre Geldbörsen. Sie alle spendeten Münzen für die Ewigkeit.

Erneut eingemauert wurde auch die Zeitkapsel, die bei der Grundsteinlegung für das alte Gebäude im Jahre 1958 mit einer Urkunde versehen worden war und den Gebäudeabriss im vergangenen Jahr „überlebte“. Jetzt befindet sich das Zeugnis von 1958 direkt neben dem neuen Grundstein. So ist Altes mit Neuem verbunden.

In ihrer Festrede sagte Imke Heymann: „Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürgerinnen und Bürger benötigen ein funktionales Feuerwehrhaus“. So unterstrich sie, wie wichtig eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung für den Schutz der Menschen in einer Stadt ist. 1958 sei an dieser Stelle vom damaligen Bürgermeister Walter Sondermann der Grundstein für ein Feuerwehrhaus gelegt worden. Vor mehr als 30 Jahren erhielt es einen Anbau. „Die seit Jahren beengten Räumlichkeiten waren äußerst unbefriedigend und stießen zu Recht auf Kritik der Wehrleitung und der Kameradinnen und Kameraden“, sagte die Bürgermeisterin und wies auch auf den schlechten baulichen Zustand hin. Weil eine Sanierung und ein Erweiterungsbau nicht preiswerter gewesen wären, habe der Rat der Stadt am 3. September 2015 beschlossen, das alte Gebäude bis auf einen kleinen Teil abzureißen und einen modernen, bedarfsorientierten Neubau zu errichten.

Motivation und Einsatzbereitschaft

Der Neubau trage sicherlich auch dazu bei, die Motivation und Einsatzbereitschaft in der jüngeren Generation zu erhöhen. „Damit ist der heutige Tag ein ganz besonderer Tag und der passende Baustein zu einer wichtigen Weiterentwicklung der Feuerwehr Ennepetal in den letzten Jahren“, sagte Imke Heymann. Sie würdigte auch die Eigenleistungen der Löschgruppe. „So gesehen feiern wir heute auch einen Abschluss und sehen die Ziellinie. In wenigen Wochen wird der Bau fertig gestellt sein und kann seiner Bestimmung übergeben werden.“

Löschgruppenchef Volker Engelking betonte in seiner Rede, dass die Löschgruppe Voerde bei aller Improvisation (die Fahrzeuge sind auf dem Gelände der Firma Febi in einem Zelt untergebracht) alle Einsätze bewältigen konnte. „Nun freuen wir uns auf das neue Gebäude.“

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