Mobilfunk

Handyempfang in EN: Letzten Funklöcher sollen verschwinden

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Die Aufschrift „Kein Netz“ ist auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons zu sehen. Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden die letzten Funklöcher gesucht.

Die Aufschrift „Kein Netz“ ist auf dem Bildschirm eines Mobiltelefons zu sehen. Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden die letzten Funklöcher gesucht.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Schwelm/Gevelsberg/Ennepetal.  Die letzten Funklöcher in EN sollen endlich verschwinden. Alle Bürger sind aufgerufen, dabei zu helfen. Das geht ganz einfach mit einer App.

Gemeinsam den Funklöchern auf der Spur: Zwischen dem 27. Mai und 3. Juni sind alle Bürgerinnen und Bürger in NRW und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis aufgerufen, die Netzverfügbarkeit ihrer Mobilfunkanbieter zu erfassen.

Zurückgreifen können sie dabei auf die sogenannte Funkloch-App der Bundesnetzagentur. Alle Meldungen sollen das Bild der Versorgungslage besser werden lassen und helfen, das Netz in Nordrhein-Westfalen ganz gezielt enger zu ziehen.

„Im Rahmen der ersten Mobilfunkmesswoche NRW ist jeder eingeladen, Funklöcher aufzuspüren und die tatsächliche Mobilfunkversorgung vor seiner Haustür, in seiner Umgebung, an seinen Aufenthaltsorten zu ermitteln und so zu dokumentieren, wo der Empfang besonders gut ist und wo die Verbindung hakt. Klar ist: Je mehr sich beteiligen, desto aussagekräftiger die Ergebnisse“, wirbt Landrat Olaf Schade für das Mitmachen an der Aktion. Initiiert wurde sie von den Mobilfunkkoordinatoren der Kreise und kreisfreien Städte – für den Ennepe-Ruhr-Kreis ist dies Ulrich Schilling.

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Mit der App der Bundesnetzagentur können die augenblickliche Netzverfügbarkeit eines Mobilfunknetzes unkompliziert erfasst und so möglicherweise vorhandene Funklöcher ermittelt werden. Die jeweilige Netzverfügbarkeit (kein Netz, 2G, 4G, 5G) wird dafür auf dem Endgerät gespeichert. Die Ergebnisse werden anonymisiert an die Bundesnetzagentur übermittelt, in der Funkloch-Karte des Gigabitgrundbuchs des Bundes verarbeitet und ausgewertet.

Flächendeckende Versorgung bleibt Herausforderung

„Die Mobilfunkmesswoche NRW kann auch für den Ennepe-Ruhr-Kreis einen wichtigen Beitrag leisten, um die Zahl der lästigen Funklöcher zu senken. Diese gibt es aktuell insbesondere noch in großen Teilen sowohl des Hattinger Südens als auch des gering besiedelten Bereichs von Ennepetal und Breckerfeld sowie im Grenzbereich zwischen Gevelsberg und Sprockhövel“, so Schilling.

Grundsätzlich sieht er den Kreis beim Mobilfunk gut aufgestellt, der Grad der Versorgung habe große Fortschritte gemacht. Die flächendeckende Versorgung bleibe für die Mobilfunkanbieter aber eine Herausforderung. Vor allem enge Täler und die schwierige Topographie in Teilen des Kreisgebietes machten den Netzausbau anspruchsvoll. Die Erkenntnisse der Messwoche werden helfen, die vorhandenen Lücken noch genauer zu lokalisieren und entsprechend priorisieren zu können. Zum Stand der aktuellen Netzabdeckung liegen für den Kreis nur geschätzte Zahlen vor. Sie lauten für die 3G-Versorgung 96 Prozent der Fläche, 98 Prozent der öffentlichen Straßen, für die 4G-Versorgung 85/90 Prozent und für die 5G-Versorgung 72/80 Prozent.

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