Studium

Talentscouts der Uni Bochum helfen Ennepetaler Gymnasiasten

Bei der Vorstellung des Talentscoutings (on links): Professor Jürgen Bock (Präsident der Hochschule Bochum), Schüler Luca Vierjahn, Martina Schaminet-Gierse (Koordinatorin Talentscouting), Schülerin Liridona Selmani, Adnan Kurspahic (Talentscout Uni Bochum), Schülerin Celine Kartenberg, Susanne Beyer-Steinke (RGE), Schüler Matulan Puraneswarasardoram, Martin Zimmer und Ulla Röhder- Zang (RGE) und Schulleiter Dr. Stefan Krüger.

Bei der Vorstellung des Talentscoutings (on links): Professor Jürgen Bock (Präsident der Hochschule Bochum), Schüler Luca Vierjahn, Martina Schaminet-Gierse (Koordinatorin Talentscouting), Schülerin Liridona Selmani, Adnan Kurspahic (Talentscout Uni Bochum), Schülerin Celine Kartenberg, Susanne Beyer-Steinke (RGE), Schüler Matulan Puraneswarasardoram, Martin Zimmer und Ulla Röhder- Zang (RGE) und Schulleiter Dr. Stefan Krüger.

Foto: Carmen Thomaschewski

Ennepetal.   Das Reichenbach-Gymnasium und die Universität Bochum schließen eine Kooperationsvereinbarung.

Studium, Ausbildung oder doch etwas ganz anderes? Es ist nicht leicht, nach der Schule den richtigen Weg für sich zu finden. Celine Kartenberg hat sich für ein Duales Studium entschieden, möchte sich so zur Industriekauffrau ausbilden lassen. Dass es so eine Möglichkeit überhaupt gibt, hat sie erst von ihrem Talentscout erfahren. Seit einem Jahr begleiten Mitarbeiter der Universität Bochum die Schüler am Reichenbach-Gymnasium, jetzt wurde ein offizieller Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Großer Bedarf

„Talentscouts führen einen durch den Dschungel an Möglichkeiten“, weiß Professor Jürgen Bock, Präsident der Universität Bochum. Ein Angebot, das bei den Schülern ankommt und sich an Jungen und Mädchen in der Oberstufe richtet, in denen besondere Potenziale schlummern und die nicht aus Akademikerhaushalten kommen. Luca Vierjahn will Journalist werden, hatte eine grobe Vorstellung. Erst sein Talentscout Adnan Kurspahic, der einmal im Monat Sprechstunden an der Schule anbietet, habe ihm dabei geholfen, ein klares Ziel vor Augen zu haben. Der Schüler freut sich, dass er auch während des Studiums sein Ansprechpartner bleibt und ihm beim Übergang von Schule in den Beruf zur Seite steht.

„Talentscouts sind Schnittstellenmanager, Lotsen und Visionäre in einer Person“, sagt Martina Schaminet-Gierse, Koordinatorin des Angebotes. Sie helfen dabei, ganz individuelle Entwicklungspläne zu entwerfen, bieten Unterstützung, die über viele bisherige Angebote hinaus gehe. Aktuell sind 25 Schüler des Reichenbach Gymnasiums in dem besonderen Förderprogramm. Am liebsten würde das Reichenbach Gymnasium das Angebot auf 75 Schüler erweitern. Der Bedarf ist da, sagt Schulleiter Stefan Krüger.

Auch Matulan Puraneswarasardoram kann das Talentscouting nur jedem seiner Mitschüler empfehlen. Er möchte einmal als Flugzeugingenieur bei Airbus arbeiten. Sein Talentscout gab ihm Hinweise auf Infoveranstaltungen, vermittelte Kontakte und half ihm dabei, den richtigen Ort für das Studium zu finden. „Es ist nicht leicht, die Vorteile und Nachteile zu erkennen, zu wissen, was zum Beispiel Fachhochschule und Uni unterscheidet“, sagt Matulan Puraneswarasardoram.

Liridona Selmani möchte einmal in einem Krankenhaus arbeiten und Medizin studieren. Dass sie, um den Notenschnitt zu verbessern, vorher eine Ausbildung machen kann, habe ihr der Talentscout verraten. Eine Info, die nach dem Abi einmal sehr wichtig sein könnte.

10 Scouts, 60 Schulen

Es gehe aber nicht darum, die Schüler zum Studium zu bringen, betont Professor Jürgen Bock, auch bei allen Ausbildungen blieben die Talentscouts während er gesamten Zeit Ansprechpartner. Die Uni Bochum beschäftigt zehn Talentscouts, die sich um etwa 60 Schulen kümmern. In Ennepetal ist auch das Berufskolleg dabei, in Schwelm und Gevelsberg sind die Gymnasien Kooperationspartner.

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