Helios Klinikum

Humor ist in Schwelm der Schlüssel zum Patienten

Freuen sich über die Spende zugunsten des Projekts „Demenzclown“ :  Kirsten Kolligs, Sabine Künzel , Melanie Mohring, Gabriele Grollmann, Prof. Dr. med. Hans Jürgen Heppner, Petra Schliebitz und Dr. Lada Streitenberg (von links). 

Freuen sich über die Spende zugunsten des Projekts „Demenzclown“ : Kirsten Kolligs, Sabine Künzel , Melanie Mohring, Gabriele Grollmann, Prof. Dr. med. Hans Jürgen Heppner, Petra Schliebitz und Dr. Lada Streitenberg (von links). 

Foto: Privat

Schwelm.   Wissenschaftlich begleitete Therapieform: Tipp-Kick-Spende über 2000 Euro kommt dem Projekt „Demenzclown“ im Helios Klinikum Schwelm zu Gute

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Mit jedem Tor füllte sich der Spendentopf beim „AVU-Tipp-Kick-Turnier“ im letzten Sommer ein wenig mehr und am Ende jubelten Bürgermeisterin Gabriele Grollmann, das Team der Klinik für Geriatrie mit geriatrischer Tagesklinik des Helios Klinikums Schwelm und der Förderverein des Klinikums über 2000 Euro. Das Geld kommt dem wissenschaftlich begleiteten Projekt „Demenzclown“ am Helios Klinikum Schwelm zu Gute.

Wie wichtig an dieser Stelle das gemeinsame Lachen und der richtige Umgang sind, weiß Gabriele Grollmann sehr genau, weil sie neben ihrer Ausbildung als Diplom-Verwaltungswirtin berufsbegleitend die Ausbildung zum CliniClown in Köln (2014/2015) absolviert hat. Auch dadurch ist die Sensibilität für das Thema bei ihr vorhanden und sie schaute sich die Arbeit „der Kolleginnen“ bei ihrem Besuch auf der geriatrischen Station nun persönlich an.

Psychische Belastung

Die Erkrankung verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das der Familie. Für Angehörige und Freunde sind das Zusammenleben, der Alltag oder die Pflege eines geliebten Menschen, der an Demenz leidet, kräftezehrend und emotional herausfordernd. Der richtige Umgang miteinander ist dann eine besondere Aufgabe. Ein Krankenhausaufenthalt stellt wohl für jeden Patienten eine schwierige Situation dar, ein an Demenz erkrankter Mensch erlebt dieses Gefühl noch stärker: Die gewohnte Umgebung und bekannte Personen fehlen und die Orientierung geht verloren. „Es entsteht eine große psychische Belastung, die unter Umständen dazu führen kann, dass die Behandlung verweigert wird oder die Symptome sich eventuell verschlimmern“, erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Hans Jürgen Heppner, Chefarzt der Klinik für Geriatrie mit Tagesklinik.

Kommunikation entscheidend

Im direkten Umgang mit an Demenz erkrankten Patienten ist daher vor allem die Kommunikation entscheidend. Letztlich geht es darum, sich auf die veränderte Lebenswirklichkeit des Gegenübers einzustellen. So kann die Kommunikation weiterhin funktionieren, auch wenn sie durch die Krankheit erschwert und anders wird. Hier ergänzt Petra Schliebitz als Clown „Augusta“ das Therapieangebot der Geriatrie seit Sommer 2014 und besucht regelmäßig Patienten, um mit ihnen zu lachen oder zu weinen und um gemeinsam eine besondere Zeit zu erleben.

Die finanzielle Unterstützung macht der Verein zur Förderung der Gesundheitspflege im Helios Klinikum möglich und die Spende durch Gabriele Grollmann. „Menschen mit Demenz haben besondere Bedürfnisse. Um diese besser zu verstehen und auch erkennen zu können, ist ein Bindeglied zwischen ihnen und ihrer Umwelt hilfreich“, erklärt Demenz-Clown Petra Schliebitz. „Es ist meine Aufgabe, mit einem an Demenz Erkrankten unterstützend zu kommunizieren. Dadurch können viele schöne gemeinsame Minuten verbracht werden, die beruhigend wirken.“

Bei ihren Besuchen wirkt die Fröhlichkeit von „Augusta“ ansteckend. Sie greift die Emotionen der Betroffenen auf und entwickelt dabei eine Interaktion.

Beleg von Auswirkungen

Derzeit besuchen Petra Schliebitz und Melanie Mohring die Patienten im Doppelpack. Melanie Mohring wird die Aufgabe des Demenz-Clowns ab Februar übernehmen. Die ausgebildete Darstellerin für Clowntheater und Komik schließt jetzt die Fortbildung zum Klinikclown ab. Die 44-Jährige freut sich auf ihre neue Aufgabe im Helios Klinikum Schwelm.

Das Projekt „Demenzclown“ wird wissenschaftlich begleitet, um die Auswirkungen einer solchen Therapieform im Krankenhaus fundiert zu belegen.

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