DITIB

Im Mai beginnt Bau des Minaretts in Schwelm

Ungefähr dort, wo jetzt an der Hattinger Straße noch ein Kran in die Höhe ragt, soll ab Mai der Bau des Minaretts der Moschee beginnen.

Ungefähr dort, wo jetzt an der Hattinger Straße noch ein Kran in die Höhe ragt, soll ab Mai der Bau des Minaretts der Moschee beginnen.

Foto: Fabian Vogel

Schwelm.   DITIB-Gemeinde feiert Frühlingsfest und 40-jähriges Bestehen in Schwelm. Mehr als 1200 Gäste an drei Tagen auf Gelände an der Hattinger Straße

Wer schon einmal in der Türkei oder einem arabischen Land Urlaub gemacht hat, dem kommt die Stimmung inklusive der Gerüche auf dem Gelände der türkisch-islamischen Gemeinde bekannt vor. Allerlei köstliche Spezialitäten werden angeboten, knapp 1200 Besucher lassen sich diese über die Osterfeiertage schmecken. Die DITIB veranstaltete zwischen Karfreitag und Ostersonntag ihr Frühlingsfest, gleichzeitig wurden auch die Feierlichkeiten rund um das 40-jährige Bestehen der Gemeinde in Schwelm begangen.

Im Schatten des Rohbaus der neuen Moschee haben sich eine ganze Menge Menschen eingefunden, um über drei Tage fröhlich und friedlich miteinander zu feiern. Der Rohbau, der ab Ende 2021 das neue Zentrum der Gemeinde bilden soll, stand auch bei der Veranstaltung über Ostern eindeutig im Fokus. „Wir haben eine ganze Menge an Spenden sammeln können“, sagt Ufuk Ergen, Pressesprecher der Moschee. So konnte u.a. die Finanzierung der insgesamt 96 Fenster durch eine Aktion gesichert werden. „Innerhalb von 21 Minuten haben wir dafür die Spenden sammeln können“, berichtet Mesut Erarslan, der die Baustelle für die Gemeinde im Blick hat. Eines dieser Fenster kostet laut Erarslan inklusive Einbau 450 Euro – was einer Summe von 43.200 Euro entspricht.

Minarett-Bau soll im Mai beginnen

Doch auch über diesen Betrag hinaus konnte gesammelt werden. Der Bau des neuen Gemeindezentrums an der Kreuzung Berliner und Hattinger Straße geht Stück für Stück voran, die Finanzierung des Bauvorhabens wächst dabei mit. Seit knapp vier Wochen ist nun die Kuppel am Gebäude erkennbar, sie soll mit den nun laufenden Arbeiten am Dach noch verzinkt werden.

Ab Mai erhoffen sich die Verantwortlichen der Gemeinde zudem den Baubeginn des neuen Minaretts, welches insgesamt 18 Meter hoch werden soll und mit seinem Baustil an die Großmoschee in Köln erinnern soll.

Im Frühjahr 2020 sollen die Arbeiten an der Fassade abgeschlossen werden, erst dann kann der Innenausbau des Gemeindezentrums beginnen. „Wir suchen noch die richtigen Firmen dafür. Uns ist wichtig, dass das Geld für den Bau der Moschee in Schwelm bleibt“, sagt Mesut Erarslan.

Doch nicht nur der Bau der Moschee und die Finanzierung waren ein Thema am vergangenen Wochenende. Der Verein feierte sein 40-jähriges Bestehen, weshalb sich auch einige bekannte Gesichter aus dem Schwelmer Stadtbild bei den Feierlichkeiten zeigten. So wie Christiane Sartor als stellvertretende Bürgermeisterin, Pastor Klaus Bensel von der Evangelisch- Freikirchliche Gemeinde oder Pfarrer Jürgen Schröder von der Evangelischen Kirche.

Sie mischten sich, wie auch der ein oder andere nicht-muslimische Besucher, unter die Menschen auf der Baustelle beim DITIB. „Wir feiern hier ein Fest für alle, bei uns ist jeder willkommen“, sagt Ufuk Ergen. Er schaut in Richtung des Ausgangs am späten Sonntagnachmittag. Kaum einer der anwesenden Besucher macht sich auf den Weg durch den schmalen Gang in Richtung Heimat. Stattdessen wird weiter friedlich gefeiert.

Ein Gemeindezentrum, finanziert durch Spenden

Der Bau des neuen Gemeindezentrums kostet laut Verein knapp 1,5 Millionen Euro.

Neben einem großen Gebetssaal sollen auch Räume für Jugendliche und Unterrichtsräume entstehen.

Die Finanzierung des Projekts funktioniert ausschließlich über Spenden.

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