Fassadenprogramm

Innenstadt von Ennepetal soll optisch aufgewertet werden

Einige Gebäude machen bereits Eindruck. Mit dem Förderprogramm will die Stadt noch mehr Eigentümer zu Verschönerungsmaßnahmen animieren.

Foto: Hartmut Breyer

Einige Gebäude machen bereits Eindruck. Mit dem Förderprogramm will die Stadt noch mehr Eigentümer zu Verschönerungsmaßnahmen animieren. Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Die Ennepetaler Innenstadt soll optisch aufgewertet werden. Dafür legt die Stadt ein Fassaden- und Hofflächenprogramm auf.

Die Ennepetaler Innenstadt soll in den kommenden Jahren optisch aufgewertet werden. Dafür legt die Stadt im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) ein Fassaden- und Hofflächenprogramm auf, das zur Hälfte von der Stadt selbst und zur anderen Hälfte aus Fördermitteln von Bund und Land finanziert wird. Haus- und Grundstückseigentümer können für bestimmte Maßnahmen an Gebäuden und Freiflächen, die überwiegend Wohnzwecken dienen, mindestens drei Wohneinheiten und zwei Geschosse aufweisen und im genau definierten Fördergebiet liegen, Zuschüsse erhalten.

Romy Gimbel vom Fachbereich Stadtentwicklung und Bürgerdienste stellte das Programm im Stadtentwicklungsausschuss vor. Es läuft bis zum 31. Dezember 2021. Bis dahin stehen jährlich 10 000 Euro – insgesamt also 40 000 Euro – zur Verfügung, mit denen Einzelmaßnahmen bezuschusst werden können. Die Höhe des Zuschusses beträgt maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten und höchstens 7500 Euro je Einzelmaßnahme. Romy Gimbel betonte, dass der Zuschuss im Vergleich zu anderen Städten, die ein solches Programm anbieten, relativ hoch sei. „Wir wollen einen Anreiz schaffen“, betonte sie.

Förderbedingungen

Um in den Genuss einer Förderung kommen zu können, müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein. Dazu zählen unter anderem:
Das Gebäude muss älter als zehn Jahre sein.
Die Maßnahmen müssen zu einer sichtbaren Verbesserung des Wohnumfeldes beitragen und sollen in erster Linie auf die Wünsche der Bewohner und des Wohnumfeldes ausgerichtet sein
Die umgestalteten Bereiche müssen mindestens zehn Jahre lang für eine entsprechende Nutzung zur Verfügung stehen und in einem dem Nutzungszweck entsprechenden Zustand gehalten werden.
Die Kosten dürfen nicht auf die Miete umgelegt werden.
Die Maßnahme darf erst nach Genehmigung durch die Stadt Ennepetal begonnen werden. Der Bewilligungsbescheid ersetzt nicht die nach anderen Vorschriften erforderlichen behördlichen Genehmigungen oder Zustimmungen.
Die Arbeiten müssen innerhalb von zwölf Monaten nach Bewilligung abgeschlossen sein.

Förderfähige Maßnahmen

Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören:
Renovierung und Restaurierung von Fassaden und Dächern,
der Abbruch von Mauern oder störenden Gebäudeteilen,
Entsiegelung und Entrümpelung von Freiflächen,
Begrünung von Dachflächen, Fassaden, Mauern und Garagen,
gärtnerische Hofgestaltung,
Anlage von Spiel- und Wegeflächen sowie zum Beispiel die Errichtung von Sitzgruppen, Regenschutzdächern und Pergolen,
gegebenenfalls Nebenkosten für eine fachliche Beratung oder Betreuung der Maßnahme.

Zuschusssätze

Die Zuschusssätze sind je nach Objekt und Art der Maßnahme unterschiedlich. So gibt es für die Sanierung einer schlichten Fassade 40 Euro/m². Bei Gebäuden mit besonderem städtebaulichem Wert, für künstlerische Fassadengestaltungen und Lichtgestaltung, für einmalige Graffiti-Entfernungen und für Hofflächenbegrünungen werden 60 Euro/m² gezahlt. Für die Erneuerung und/oder Wiederherstellung von Gebäuden mit herausragendem städtebaulichen Wert gibt es 80 Euro/m² (jeweils höchsten 50 Prozent der förderfähigen Kosten).

Fördergebiet

Das Fördergebiet beinhaltet die Voerder Straße samt der unmittelbaren Einmündungsbereiche der Zufahrtstraßen (Fuhr- und Mozartstraße, Berninghauser Straße, Harkortstraße), die Markt-, Gas- und Südstraße, die Neustraße bis zur Kreuzung Voerder/Milsper Straße, die Friedrichstraße sowie die Winkelstraße.

INFO:

Nähere Informationen zum Fassaden- und Hofflächenprogramm gibt es im Rathaus bei Romy Gimbel, Abteilung Stadtentwicklung, 02333/979-171, E-Mail: rgimbel@ennepetal.de, und Thomas Möllenberg, Bauaufsicht/Denkmalschutz, 02333/979-177, E-Mail: tmoellenberg@ennepetal.de.

Auch der vom Verein „My City“ eingestellte Innenstadtmanager Steffen Jeschke, der am 1. März startet, wird Ansprechpartner sein.

Die Richtlinien für das Fassaden- und Hofflächenprogramm sollen in Kürze auch auf der Homepage der Stadt unter www.ennepetal.de abrufbar sein.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik