Guter Zweck

Kaffee-Käufer füttern Schwelmer Schwein für Kinderhospiz

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Thomas Friedrichs sammelt für das Kinderhospiz in Witten in seiner Kaffeerösterei. Seine Kunden haben schon fast 5000 Euro in das Schwein geworfen.

Thomas Friedrichs sammelt für das Kinderhospiz in Witten in seiner Kaffeerösterei. Seine Kunden haben schon fast 5000 Euro in das Schwein geworfen.

Foto: Stefan Scherer

Schwelm.   Fast 5000 Euro sind in der Kaffeerösterei Rabenschwarz bereits zusammengekommen. Die Mitarbeiter verzichten dafür sogar auf einen Trinkgeldteil.

Kleine Spendendosen für den guten Zweck stehen in vielen Geschäften – meist gefüllt mit Kupfergeld und oft für bundesweit tätige Organisationen. In der Kaffeerösterei Rabenschwarz hat ein weißes Sparschwein seinen festen Platz auf dem Tresen, und das füttern die Gäste seit mittlerweile sechs Jahren mit deutlich höheren Beträgen – für das Kinderhospiz in Witten. Dieses dankte Inhaber Thomas Friedrichs nun mit einer Urkunde für seine große Hilfe – immerhin kamen mittlerweile exakt 4615,59 Euro zusammen.

Große Bewunderung für die Arbeit

Warum er für das Kinderhospiz in Witten sammelt und nicht für das Gevelsberger, das vornehmlich für Schwelm zuständig ist, erklärt Friedrichs wie folgt: „Als ich damit angefangen habe, gab es noch keinen ambulanten Kinderhospizdienst in Gevelsberg.“ Der ist nämlich erst vor einem guten Jahr entstanden. Davor war tatsächlich auch der Dienst in Witten derjenige, dessen Mitarbeiter regelmäßig nach Schwelm ausrücken.

„Ich hege größte Bewunderung und tiefen Respekt für die großartige Arbeit, die dort geleistet wird“, sagt Friedrichs zu den Gründen, warum er sich seinerzeit für den ambulanten Hospizdienst in Witten entschied, der der erste seiner Art in ganz Deutschland war. Von seinen Kunden erhalte er ausschließlich positive Rückmeldungen, sie seien der Idee gegenüber ausgesprochen aufgeschlossen.

Und auch seine Mitarbeiter ziehen mit dem Chef an einem Strang. „Immerhin verzichten sie durch das Schwein auf einen Teil ihres Trinkgeldes“, sagt Thomas Friedrichs. Denn viele Kunden würden davon ein wenig abziehen, um das weiße, unscheinbare Schwein auf dem Tresen zu füllen.

So übergibt er etwa alle drei Monate ungefähr 200 Euro an das Hospiz in der Nachbarstadt Witten – Tendenz steigen. Er ist sich sicher, schon bald die 5000-Euro-Marke zu knacken. Vielleicht gibt es dann ja wieder eine Urkunde als Dankeschön für seine Hilfe.

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