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Keine Panik im Panik-Orchester Schwelm

Das Panik-Orchester

Das Panik-Orchester

Foto: Bernd RICHTER

Schwelm.   Die Schwelmer Traditionsband ist auf Nachwuchssuche. Arrangements werden von Jürgen Kuss selbst geschrieben. Interessenten zu Proben eingeladen

„Panik im Panik-Orchester!“ So schlimm ist es um die Band zwar noch nicht bestellt, aber die 17 Musiker wollen dennoch Vorsorge treffen, dass es auch die kommenden 15 Jahre mit ihnen und ihrer Musik in der Kreisstadt weitergeht. „Uns fehlt die Zweitbesetzung, wenn jemand krank oder in Urlaub ist. Wir sind ja alle schon im besten Alter – bis auf einzelne Ausnahmen“, sagt Lothar Overesch. Deshalb nimmt der 1. Vorsitzende das gerade beendete Jubiläumsjahr zum Anlass, kräftig für seinen Verein die Werbetrommel zu rühren.

Stammgast beim Heimatfest

Mit dem Auseinandergehen haben alle Musiker schon so ihre eigenen Erfahrungen gemacht. Ursprünglich geht die Stammbesetzung des heutigen Panik-Orchesters nämlich auf das Fanfarenkorps Oberstadt zurück. Bis weit in die 80er Jahre war dieser Musikzug gern gesehener Stammgast bei vielen Sommerfesten und beim Schwelmer Heimatfest. Selbst bei den deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften waren die Schwelmer Bläser samt ihren Tänzerinnen vertreten. Dann löste sich das Korps auf. „Dreiviertel der Truppe kennen sich noch aus dieser Zeit“ erinnert sich Overesch. „Karl-Eugen Ditmar hat vor 16 Jahren alle Ehemaligen angeschrieben und ein Treffen arrangiert.“ 16 Musiker konnte Ditmar, heute Dirigent des Panik-Orchesters, zum Mitmachen in der neuen Formation überzeugen. Heute zählt das Panik-Orchester 17 Musikerinnen und Musiker – Heike Overesch stieß vor zehn Jahren zur Band, spielt nun das Waldhorn.

Im vergangenen Jahr machte das Schwelmer Panik-Orchester aus Anlass seines fünfzehnjährigen Bestehens mit einem eigenen Wagen mit beim Heimatfestzug. Die Formation spielt auf dem Schwelmer Heimatfest, gibt bei Stadtrundgängen den Ton an und wird auch privat gebucht als gelungene Überraschung für manches Goldhochzeits-Paar und manchen Geburtstagsjubilar. Auch viele Weihnachtsfeiern gestaltet das Orchester mit.

„Wir sind absolute Hobby-Musiker. Wenn wir angefordert werden, machen wir Musik“, sagt Overesch. Jeder sei willkommen, der ein Instrument spielen kann. Das Repertoire sei weitgespannt. In Schwelm und in der Region ist der spezielle Sound des Panik-Orchesters längst ein fester Begriff. Musiziert wird ausschließlich nach selbst geschriebenen Noten. „Jürgen Kuss ist unser musikalischer Leiter. Er schreibt die Noten für uns alle so um, dass wir sie auch spielen können“, lacht der Vorsitzende.

Über das gemeinsame Musizieren hinaus unternimmt das Orchester auch andere Aktivitäten. Alle ein bis zwei Jahre geht es auf Kurzurlaub. 2018 war man ein Wochenende zum 1. Advent in Leipzig. „Die Fahrten beleben unwahrscheinlich den Gemeinschaftsgeist; wir haben schon ganz tolle Erlebnisse miteinander gehabt, alle sind begeistert“, sagt Lothar Overesch. Die Nächste Tour ist auch schon geplant. Ein Tagesausflug im Juli zur Uni Bochum. Dort gibt es ein Uni-Orchester, das viermal im Jahr zum kostenlosen Konzert einlädt. Nach diesem „Weiterbildungsprogramm“ soll der Abend für die Band mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.

Darüber hinaus wird gegrillt oder man trifft sich zum Bierchen. „Das fördert den Zusammenhalt der Gemeinschaft“, ist sich der 1. Vorsitzende sicher, und freut sich schon auf den nächsten lauen Sommerabend mit seinen musizierenden Freunden.

Gäste auf Probe willkommen

Das Panik-Orchester probt jeweils donnerstags zwischen 18.30 und 20.30 Uhr in der Gaststätte „Berghauser Hof“ an der Hattinger Straße. An Feiertagen wird nicht geprobt.

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen. Das Alter spielt dabei keine Rolle.

Für Rückfragen bitte die Telefon-Nummer 0172-7722387 wählen, dort gibt der 1. Vorsitzende, Lothar Overesch, gerne weitere Auskünfte. Er ist auch über E-Mail erreichbar:
sprinter96@aol.com

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