Hospiz

Kinderhospiz Gevelsberg öffnet seine Pforten

Die grünen Bänder sind Symbol für die Verbundenheit zur Kinderhospizarbeit. Die Mitglieder des Rotaract-Clubs Gevelsberg laden alle Ehrenamtlichen sowie die betroffenen Kinder und Familien ein.

Foto: Rotaract Club Gevelsberg

Die grünen Bänder sind Symbol für die Verbundenheit zur Kinderhospizarbeit. Die Mitglieder des Rotaract-Clubs Gevelsberg laden alle Ehrenamtlichen sowie die betroffenen Kinder und Familien ein. Foto: Rotaract Club Gevelsberg

Gevelsberg.   Rotaract-Club unterstützt die Kinderhospizarbeit in Gevelsberg und Rock for Children-Team übergibt am Samstag eine große Spende.

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Nach knapp drei Jahren ist die wertvolle Arbeit des ambulanten Kinder- und Jugendhospizes, das dem Hospiz Emmaus angegliedert ist, so langsam in den Köpfen angekommen. Dennoch, so betonen die Verantwortlichen, wissen viele Betroffene aus dem südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis weiterhin nicht, dass sie in der Hagener Straße 339 in Gevelsberg Hilfe erhalten. Daher ist jeder zum Tag des Kinderhospizes am Samstag, 10. Februar, eingeladen, sich die Räume anzuschauen und sich zu informieren.

Die Ehrenamtlichen kümmern sich mit ganzer Kraft um schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen. Sie entlasten Familien, spenden Trost und Fürsorge. Diesen wertvollen Einsatz für andere wollen die Mitglieder des Rotaract Club Gevelsberg belohnen. Bevor das Hospiz zwischen 15 und 17 Uhr seine Pforten für jedermann öffnet, lädt die Nachwuchsorganisation der Rotarier alle Ehrenamtlichen sowie die begleiteten Kinder, Eltern und Geschwister dazu ein, gemeinsam einen schönen Tag voller Spiel, Spaß, gutem Essen und mit Zauberei zu verbringen. Dafür haben sich die Rotaract-Mitglieder den bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit ausgesucht, an dem sie sich die Hospizmitarbeiter um nichts kümmern müssen, denn das übernehmen die Mitglieder des Rotaract Clubs Gevelsberg.

Bundesweiter Aktionstag

Von 15 bis 17 Uhr folgt schließlich der „Tag der offenen Tür“ zu dem jeder willkommen ist und von den Rotaract-Mitgliedern Waffeln, Kaffee und Kakao kredenzt bekommt. Außerdem sorgen sie für ein buntes Kinderprogramm.

In jedem Jahr am 10. Februar wird mit dem bundesweiten „Tag der Kinderhospizarbeit“ auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien aufmerksam gemacht.

Rock for Children-Team übergibt große Spende

Die Party, die hunderte Gäste in der Aula Alte Geer für den guten Zweck feierten, war grandios. Unter dem Titel „Rock for Children“ organisierten die heimischen Bands „Cold Friday“ und „Procsription“ bereits zum zweiten Mal das Benefiz-Konzert, dessen Reingewinn komplett an das Kinderhospiz fließt.

Zur Übergabe des Geldes nutzen die Musiker den Tag der Kinderhospizarbeit. Wie viel exakt zusammengekommen ist, verraten die Rocker mit dem Herzen für Kinder noch nicht, sagen nur so viel: „Die 5555 Euro aus dem vergangenen Jahr werden wir nun mindestens auch wieder erreichen.“

Benefizkonzert auch für 2019 geplant

Für den Erfolg der Veranstaltung zeichneten maßgeblich die Local Friends verantwortlich. Musiker aus den Bands „Lazy Daisy“, „Siggi Stardust und die Männer von „Flake“, „Waywardzz“ und ehemalige ­„Smithy“-Mitglieder hatten sich zusammengetan, um im Sinne der totkranken Kinder und ihrer Familien ein ganz besonderes Konzert zu spielen. Dass die Begeisterung allerdings derart groß sein würde, davon hatten sie nicht einmal zu träumen gewagt und haben nun beschlossen, das Local-Friends-Projekt am Leben zu erhalten. Zunächst haben sich die knapp 20 Musiker darauf geeinigt, dass Rock for Children fortgesetzt werden soll und sie die Benefiz-Party mit den Gästen 2019 weiterfeiern möchten.

Um bis dahin nicht komplett einzurosten, werden die heimischen Musiker in diesem Jahr wohl einen weiteren Auftritt spielen. So wie es bislang aussieht, wird dafür sogar kein Eintritt fällig und der Gedanke, den ambulanten Kinderhospizdienst zu unterstützen, wird erneut eingebunden. Sobald alles spruchreif ist, werden Ort und Zeit bekannt gegeben.

INFOBOX

Die Arbeit im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst übernehmen überwiegend Ehrenamtliche, die sich um die Sterbe- und Trauerbegleitung kümmern.

Das Hospiz ist weiterhin auf Spenden angewiesen, denn das nächste große Projekt wollen die Verantwortlichen möglichst zeitnah in Angriff nehmen.

An der Hagener Straße soll angebaut werden, weil vor allem der Kinder- und Jugendhospizdienst so stark angefragt ist, dass die Räume nicht mehr ausreichen. Außerdem soll eine altersgerechte Ausstattung angeschafft werden, die es bislang nicht gibt.

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