Jugend

Kirchenwäldchen in Ennepetal Voerde neu bepflanzt

Da wo früher 300 Fichten standen, pflanzten die Kibiwo-Kinder mit Pfarrer Armin Kunze nun zunächst einmal 60 Rotbuchen.

Da wo früher 300 Fichten standen, pflanzten die Kibiwo-Kinder mit Pfarrer Armin Kunze nun zunächst einmal 60 Rotbuchen.

Foto: Angelika Trapp / WP

Ennepetal.  Die Kinderbibelwoche in Ennepetal Voerde findet wegen der Corona-Pandemie diesmal in der freien Natur statt. Mit einem Ergebnis für die Ewigkeit.

Herbstferienzeit ist bei der Evangelischen Kirchengemeinde Voerde Kinderbibelwochenzeit. 45 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und zehn Erwachsene, (Ehrenamtliche) sowie 15 jugendliche Helfer nahmen an der Aktion in der ersten Ferienhälfte teil. Auch Jugendreferentin Yvonne Tüttelmann war mit von der Partie.

Fröhliches Lachen war schon von weitem zu hören – und das kam aus der freien Natur. Denn: Wegen der Chorona-Schutzbestimmungen führe man die „KiBiWo“ nicht in der Kirche und im Haus, sondern unter anderem im kleinen Wäldchen an der Wiesenstraße durch, erklärte Pfarrer Armin Kunze. Dort im Wäldchen der Kirchengemeinde besitze man etwa einen Hektar Wald. Dieser musste vor geraumer Zeit allerdings abgeholzt werden, da sämtliche 300 Fichten vom Borkenkäfer befallen waren. „Jetzt werden wir den Wald mit eigenen Kräften aus der Gemeinde wieder aufforsten“, so der Pfarrer.

So pflanzte Pfarrer Kunze bis zum Ende der Woche mit den Kindern 60 Buchen, die er bei einer Forstbaumschule in Halver gekauft hatte. „Ich pflanze eine Rotbuche!“, rief Ben (8) – und er schaute das dünne, 1,20 Meter große Bäumchen stolz an. Die Pflanzaktion, die Premiere im Rahmen einer KiBiWo war, machte den Mädchen und Jungen gehörig Freude, zumal es ein Picknick gab, das das Frühstücksteam unter Leitung von Simone Westerholt für jede Gruppe jeden Tag zubereite. Und an der frischen Luft, selbst wenn Regentropfen fallen, die beim Anpflanzen wertvoll sind, schmeckt es ja bekanntlich noch mal so gut. Lucy (10) habe noch nie ein Bäumchen gepflanzt, „aber es macht Spaß, mit anderen zusammen erst mal ein Loch zu schaufeln und dann den jungen Baum da ‘reinzusetzen“, sagte sie.

Insgesamt sei man an fünf Orten in der Umgebung, erzählte Armin Kunze; die einzelnen Gruppen sind bis zu zehn Kindern stark. An der Freundschaftsquelle stand das Thema Wasser im Mittelpunkt, im Wald am Friemannweg ging man auf Entdeckung nach Dingen in der Natur. Auf dem Bolzplatz wurden Drachen gebaut, im Wäldchen der Kirchengemeinde die besagten 60 Bäumchen gepflanzt und auf dem Sportplatz der Kirchengemeinde am Friedhofsweg entstanden Insektenhotels.

An den einzelnen Punkten wurde eine zur Station passende biblische Geschichte erzählt, im Kirchenwäldchen beispielsweise die Schöpfungsgeschichte „Wie Gott die Erde erschaffen hat“. Passend zum jeweiligen Thema konnte gebastelt und gespielt werden.

Vorgesorgt hatte man bezüglich von Regenschauern: An jeder Station gab es einen Pavillon.

Im kommenden November werde, so kündigte es Pfarrer Kunze an, mit der gesamten Gemeinde eine große Pflanzaktion im Kirchenwäldchen stattfinden. Dann werden insgesamt 350 Bäume – Bergahorn, Rotbuche und Wildkirsche – gepflanzt.

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