Kirmeszug

Kirmes Gevelsberg 2019: Börkey besteigt den Kirmes-Thron

Riesiger Jubel brandet bei den Mitgliedern der Kirmesgruppe Börkey auf, als Bürgermeister Claus Jacobi den Pokal überreicht.

Riesiger Jubel brandet bei den Mitgliedern der Kirmesgruppe Börkey auf, als Bürgermeister Claus Jacobi den Pokal überreicht.

Foto: Bernd Richter / WP

Gevelsberg.  Traumhafter Kirmeszug: „Santa Börkey“ räumt mit 204 Punkten den ersten Platz bei der Wagendarstellung ab.

Ob die Sehnsucht nach einer Abkühlung in der Gluthitze des Kirmeszugs am Sonntag dazu beigetragen hat, dass ausgerechnet das Winterwunderland vom Börkey die besten Wagendarstellung abgeliefert hat? Vielleicht. Aber auch in allen anderen Belangen zeigten die Männer und Frauen um den 1. Vorsitzenden Ralf Gerke eine fantastische detailverliebte Bauleistung, grandiose Kostüme und erstklassige Stimmung, so dass sie ein würdiger Sieger des 77. Kirmeszugs sind.

All die Arbeit, all die Mühe, die ganze Anspannung entlud sich in einem einzigen Moment, als Bürgermeister Claus Jacobi den Pokal überreichte. Die Börkeyer hüpften, umarmten sich, sangen, und es kullerte auch die ein oder andere Freudenträne, bevor sie die Aula Alte Geer verließen, um ihren Sieg vor den Mühlenhämmern, die zuvor zweimal in Folge die besten Wagendarstellung gezeigt hatten, zu feiern.

Gesamter Zug auf Top-Niveau

In der Aula hatten sie fast zwei Stunden auf das Ergebnis gewartet, denn diese Zeit nahm die Siegerehrung in Anspruch, die zwei Dinge besonders deutlich machte: Die Gruppen haben samt und sonders eine exzellenten Arbeit im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten abgeliefert und den Zug so zu einem Gesamtkunstwerk auf Topniveau geformt. Und: Trotz aller Konkurrenz erkennt jeder die Leistung aller anderen an. Alle bekommen ihren verdienten Applaus.

Bestes Beispiel: Die Kirmesgruppe Aechter de Biecke. Vor nicht allzu vielen Jahren zitterten die Gevelsberger, wie lange sie noch durchhalten würde. Am Dienstagabend stand der ganze Saal, um den Sieg für die beste Fußgruppe und den dritten Platz für den Wagen zu beklatschen. Ebenso wie beim besten Einzelgänger, der zum vierten Mal in Folge Reimund Herberg, Chef der Kirmesgruppe Vie vam Kopp, geworden ist.

Bürgermeister Claus Jacobi hatte alle Preise selbst verlesen, bevor er den Pokal an Börkey-Vorsitzenden Ralf Gerke überreichte. Der war völlig geplättet: „Genial! Das ist einfach nur genial! Jetzt wird gefeiert!“ Eine leichte Ahnung, dass der Börkey auf Platz eins landen könnte, hatte der Vorsitzende des Kirmesvereins, Markus Loetz: „Schon bei der TÜV-Abnahme habe ich gedacht, dass das sehr harmonisch wirkte. Eine unfassbare Leistung vom Börkey.“ Sein Dank gebührte aber auch all den vielen anderen, die zum Gelingen einer fantastischen Kirmes beigetragen haben, „und ganz besonders der Spielleutevereinigung Gevelsberg sowie den vielen anderen Kapellen, die uns Freude bereitet haben.“

Freude hatten die Kirmesfreunde auch am Geldsegen: 7.080 Euro übergab Schaustellersprecher Alexander Alexius, der Kirmesverein stockte ebenso auf wie Blaukittel-Träger Ralf Sichelschmidt, so dass jede Gruppe 666 Euro bekommt. Nochmal 150 Euro pro Gruppe gab es von Juror Günter Schwarzmann, der diese Aufgabe seit exakt 30 Jahren ausfüllt. Zudem überreichten die Taubenväter noch einmal 100 Euro für jede der zwölf Gevelsberger Kirmesgruppen. Damit ist zumindest der finanzielle Grundstock für mindestens ebenso prächtige Darstellungen auch im kommenden Jahr gelegt.

Sonderpreise

Beste heimatbezogene Darstellung: Fußgruppe der KG Aechter de Biecke „Uns hält keiner im Zaum, wir fällen jeden Baum“.
Originellste Darstellung: Wagen der KG Pinass Brumse „The Wall“.
Humorvollste Darstellung: Fußgruppe der KG Pinass Brumse für „Rosen Ali“.
Karl-Friedrich-Hückinghaus-Gedächtnispokal: Wagen der KG Berge „Minigolf im Stefansbachtal“.

Sämtliche Ergebnisse gibt es auf der Seite Gevelsberg

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