AVU-Turnier

Kleine Kicker gegen großes Problem

AVU-Vorstand Uwe Träris (Mitte, weißes Shirt) stellt mit Vertretern der Städte im Trainingszentrum des TKC Gevelsberg das Konzept für das Turnier zur Unterstützung der Demenz-Initiativen im Ennepe-Ruhr-Kreis vor.

AVU-Vorstand Uwe Träris (Mitte, weißes Shirt) stellt mit Vertretern der Städte im Trainingszentrum des TKC Gevelsberg das Konzept für das Turnier zur Unterstützung der Demenz-Initiativen im Ennepe-Ruhr-Kreis vor.

Foto: Klaus Bröking

Gevelsberg.   Die kleinsten Kicker helfen, ein großes Problem anzugehen. Auch in diesem Jahr veranstaltet der heimische Energieversorger AVU wieder ein Tipp-Kick-Turnier, um mit den Einnahmen den Kampf gegen die Demenz im Ennepe-Ruhr-Kreis zu unterstützen. Keine Geringere als die Gevelsberger Olympia-Siegerin im Frauenfußball, Alexandra Popp, hat die Schirmherrschaft übernommen. Ex-Weltmeister Olaf Thon wird der Moderator bei der Veranstaltung sein.

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Die kleinsten Kicker helfen, ein großes Problem anzugehen. Auch in diesem Jahr veranstaltet der heimische Energieversorger AVU wieder ein Tipp-Kick-Turnier, um mit den Einnahmen den Kampf gegen die Demenz im Ennepe-Ruhr-Kreis zu unterstützen. Keine Geringere als die Gevelsberger Olympia-Siegerin im Frauenfußball, Alexandra Popp, hat die Schirmherrschaft übernommen. Ex-Weltmeister Olaf Thon wird der Moderator bei der Veranstaltung sein.

Das Turnier der Kicker im Spielzeugformat soll mit Bezug auf die diesjährige Frauen-Fußball-Europameisterschaft stattfinden. Und damit ergab sich für die Organisatoren auch schon das erste Problem auf dem Weg, Gutes zu tun. Beim Tipp-Kick-Hersteller Mieg in Schwenningen ist der Damen-Fußball alles andere als ein Hit. Versuche mit kleinen Frauen am Ball große Geschäfte zu machen, endeten in der Abstellkammer. „Als wir nach Spielerinnen gesucht haben, wurden nur noch 30 Brasilianerinnen und 30 unbemalte Fußballerinnen im Lager gefunden“, erzählt Klaus Bruder, AVU-Marketingleiter. Der Energieversorger hat auf dem Transfermarkt dann bei den farblosen Kickerinnen zugeschlagen und sie nicht nackt nach Gevelsberg geholt, sondern mit den Trikots der bei der Frauen-WM teilnehmenden Nationen per Hand bemalen lassen.

Gespielt wird im Team

Gespielt wird in diesem Jahr im Team. Jeweils zwei Frauen gehören dazu. Alle neun Städte des Ennepe-Ruhr-Kreises stellen einen Teilnehmer, bestehend aus einer politischen Vertreterin und einer Repräsentantin der Demenz-Einrichtung, die unterstützt werden soll. Hinzu kommt ein Team des Ennepe-Ruhr-Kreises und der AVU selbst. Die fehlenden fünf Mannschaften – an der EM beteiligen sich 16 Teams – sollen sozusagen aus den Kundinnen des Energieversorgers bestehen, die sich bei Radio EN bewerben und bei Ausscheidungswettbewerben beweisen können. Sie müssen 16 Jahre oder älter sein. Selbst Trainingscamps soll es in den Städten zwischen Ennepe und Ruhr geben. Zumindest die Veranstalter sind mit Ernst bei der Sache, wenn auch im Endeffekt neben dem guten Zweck auch der Spaß an der Sache als Sieger vom Platz gehen soll.

Unterstützung vom TKC 1986

„Es war im vergangenen Jahr eine tolle Veranstaltung und sehr ergreifend, als wir das Geld in den einzelnen Demenz-Einrichtungen verteilt haben“, nennt Uwe Träris die Gründe dafür, die aufwändige Organisation des Turniers zu übernehmen. Unterstützt wird der Energieversorger dabei von dem Tipp-Kick-Verein TKC 1986 Gevelsberg, in dessen Trainingszentrum das neue Konzept auch mit Vertretern der einzelnen Städte vorgestellt wurde.

Wer sich allerdings auf einen Besuch von Schirmherrin Alexandra Popp in ihrer Heimatstadt Gevelsberg zum Turnier freut, den muss AVU-Marketingchef Klaus Bruder enttäuschen: „Das lassen ihre Termine leider nicht zu.“ Aber dafür stellte sie ihren guten Namen zur Verfügung, damit Menschen mit Demenz nicht in Vergessenheit geraten.

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