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Kluterthöhle in Ennepetal poliert ihr Image auf

Imposante Lichtshows sollen an markanten Stellen, wie hier am Tiefensee, das Höhlenerlebnis der Besucher

Foto: Patrick Schlos

Imposante Lichtshows sollen an markanten Stellen, wie hier am Tiefensee, das Höhlenerlebnis der Besucher Foto: Patrick Schlos

Ennepetal.   Zwei neue Schwerpunkt-Führungen sollen weitere Besucher von außerhalb ansprechen. Eine neue LED-Lichtanlage sorgt zudem für die richtige Optik.

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Die Kluterthöhle ist einzigartig in ihrer Vielfalt – davon sind die Betreiber der Höhle schon immer überzeugt gewesen. Nur bei den potenziellen Besuchern ist das noch nicht durchgehend angekommen. Mit einer ganzen Reihe neuer und überarbeiteter Führungen sowie einer neuen Lichtanlage sollen neue Besucher nun aber noch besser von diesen Qualitäten des Ennepetaler Aushängeschildes überzeugt werden. „Wenn ich Höhlenforschung betreiben will, dann fahre ich zur Attahöhle oder zur Dechenhöhle. Wenn ich einen Kindergeburtstag feiern möchte, dann fahre ich zur Kluterthöhle – das ist zumindest bisher die gängige Meinung“, fasst Höhlenführer Patrice Cailly die bisherige Wahrnehmung vieler auswärtiger Besuchern zusammen.

Mehr Menschen erreichen

„Nicht dass das schlecht wäre. Im Gegenteil. Wir freuen uns ja auch über jüngere Besucher und bieten auch viele Touren in diesem Bereich an. Wir wollen aber erreichen, dass nun noch mehr Menschen, auch Erwachsene, auf die Höhle aufmerksam werden und erleben, was wir hier zu bieten haben“, so Cailly. Die Kluterthöhle sei in vielerlei Hinsicht einzigartig und könne mit Besonderheiten aufwarten, die sonst keine Sehenswürdigkeit im Umkreis bieten könne. Das mittlerweile fast komplett gereinigte Korallenriff aber auch die rund 5000 Meter langen Gänge gebe es in dieser Form sonst nirgendwo.

Zwei neue Führungen sollen diese Vorzüge nun noch besser präsentieren. Auf der ersten neuen Tour, der sogenannten „Fossilienreise“, werden für die Öffentlichkeit zum ersten Mal überhaupt zugängliche Bereiche angesteuert. Wie der Name schon verrät, liegt ein Schwerpunkt der rund 70-minütigen Tour auf den zahlreichen versteinerten Lebewesen, die in der Höhle zu finden sind. Auf der Tour werden aber auch mehrere erst vor kurzem freigelegte Bachläufe, die das Klutert-Höhlensystem durchziehen, gezeigt. Diese Führungen finden jeden Sonntag, jeweils um 12.30 Uhr, statt und geben maximal 35 Interessierten die Möglichkeit, die Höhle zu erkunden.

Auf der „Zeitreise“ wird es vor allem um die durchaus interessante Geschichte der Höhle gehen. Nicht weniger als 358 Millionen Jahre werden dabei in rund 90 Minuten auf dem gesamten begehbaren Führungsweg vorgestellt. Diese Führungen finden an jedem letzten Samstag im Monat statt und sind für maximal 35 Personen konzipiert. Neben den beiden neuen Führungen wird es auch eine klassische Führung unter dem Namen „Erste Einfahrt“ sowie verschiedene Erlebnis- und Abenteuerführungen geben. Zudem sind Sonderöffnungen etwa zu Halloween und Nikolaus geplant.

Neues Licht setzt Höhle in Szene

Damit die Besonderheiten optisch gut rüberkommen, wurde ein neues LED-Beleuchtungssystem installiert: „Wir haben die Höhle nun gut in Szene gesetzt“, sagt Geschäftsführer Florian Englert, der ergänzt: „Man muss einfach zur alten Installation sagen: Derjenige der die frühere Beleuchtung installiert hatte, hatte Ahnung von Elektrotechnik. Aber davon, wie man eine Höhle mit Licht in Szene setzt nicht unbedingt.“ Als weiteres Highlight sollen Lichtshows im synchronen Zusammenspiel mit passender Musik an besonders markanten Punkten in den Gängen das Höhlenerlebnis der Besucher intensivieren. Noch ist das System aber in der Probephase: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass bald alles richtig funktioniert“, sagt Patrice Cailly.

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