Busverkehr

Krankheitswelle legt die VER zu Teilen lahm

Welche Linien von den Ausfällen genau betroffen sind, steht erst sehr kurzfristig fest.

Foto: Stefan Scherer

Welche Linien von den Ausfällen genau betroffen sind, steht erst sehr kurzfristig fest. Foto: Stefan Scherer

Ennepe-Ruhr.   Am Freitag ist erneut mit Linienausfällen zu rechnen

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Die nächste Krankheitswelle hat die VER erwischt, bereits am Donnerstag war es der Verkehrsgesellschaft nicht möglich alle Linien wie gewohnt zu bedienen. Obwohl bis in die Geschäftsleitung hinein jeder, der die entsprechenden Führerscheine hat, am heutigen Freitag Busse lenken wird, werden erneut im gesamten Netzgebiet Linien von Ausfällen betroffen sein.

„Die Folgen der Krankheitswelle bekommen leider unsere Fahrgäste deutlich zu spüren. Weil die meisten Krankmeldungen recht kurzfristig eingehen, kann man nicht durchgehend verlässlich voraussagen, wo Ausfälle zum Tragen kommen“ sagt Pressesprecherin Sabine Nölke. Das gesamte Team versuche mit Hochdruck, die Defizite aufzufangen. Auch Mitarbeiter aus der Verwaltung und Mitglieder der Geschäftsleitung sitzen derzeit am Steuer. „Alles, was einen Busführerschein hat, fährt. Sobald eine Krankenmeldung vorliegt, versuchen wir, einen Ersatz zu finden“, sagt Sabine Nölke. Wegen der extremen personellen Engpässe sei es nicht möglich, die Ausfälle komplett zu kompensieren. Etwa 20 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer haben sich laut VER derzeit krank gemeldet.

Nicht unter Medikamenten ans Steuer

Die VER bedauert die Ausfälle und möchte sich bei den Fahrgästen für den Ärger entschuldigen. „Doch bitte bedenken Sie, dass Busfahrer täglich mit vielen Menschen in Kontakt kommen – sie sind den Krankheitserregern quasi schutzlos ausgeliefert“, sagt Sabine Nölke. Auch wenn die Situation für alle sehr ärgerlich und unbefriedigend sei, hoffe man auf Verständnis. Schließlich sei es verboten und wäre auch fahrlässig, sich unter Medikamenteneinfluss ans Steuer zu setzen. „Auch Medikamente gegen Erkältung haben gravierende Auswirkungen. Aus diesem Grunde sind in unserer Branche die Nebenwirkungen einer Krankheitswelle besonders spürbar“, teilt die Pressesprecherin mit.

Welche Linien genau betroffen sein werden, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest, weil dies von den aktuellen Krankmeldungen am Freitagmorgen abhängt. Die VER informiert aktuell auf ihrer Internetseite www.ver-kehr.de.

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