Wittener Lars Wiegand gewinnt

Kreisfinale des Vorlesewettbewerbs in Bücherei Gevelsberg

Sieger Lars Wiegand (sitzend) mit den weiteren Teilnehmern des Kreisfinales, die alle auf Platz 2 gesetzt wurden, nach der Siegerehrung in der Stadtbücherei Gevelsberg.

Sieger Lars Wiegand (sitzend) mit den weiteren Teilnehmern des Kreisfinales, die alle auf Platz 2 gesetzt wurden, nach der Siegerehrung in der Stadtbücherei Gevelsberg.

Foto: Hartmut Breyer / WP

Gevelsberg.  Lars Wiegand aus Witten hat das Kreisfinale des Vorlesewettbewerbs gewonnen. 16 Jungen und Mädchen waren in der Stadtbücherei Gevelsberg dabei.

Der Sieger beim diesjährigen Kreisfinale des bundesweiten Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen kommt vom Ruhr-Gymnasium Witten. Lars Wiegand überzeugte die Jury in der Stadtbücherei Gevelsberg mit seinem sicheren und lebendigen Vortrag. Der Elfjährige wird nun den Ennepe-Ruhr-Kreis beim Bezirksentscheid vertreten.

16 Mädchen und Jungen, die an ihren Schulen als beste Vorleser ermittelt worden waren, traten in Gevelsberg an. Sie waren gefordert, drei Minuten aus einem selbst gewählten Buch, das sie auch kurz vorstellten, vorzulesen. Dabei achtete die vierköpfige Jury auf die Lesetechnik, die Interpretation der Textpassage und die Textauswahl. In der zweiten Runde galt es, einen fremden Text vorzutragen, wobei ebenfalls Lesetechnik und Interpretation bewertet wurden. Als Fremdtext hatte die Stiftung Buchkultur/Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, die den Vorlesewettbewerb veranstaltet, „Die beste Bahn meines Lebens“ von Anne Becker ausgewählt.

Mit Eltern und Klassenkamerad geübt

Kein Laut war zu hören, als die Schüler sich jeweils vorne an den Tisch setzten, um vor den voll besetzten Stuhlreihen zu lesen. Eltern, Geschwister und Großeltern lauschten ebenso gespannt wie die Jury. Lars Wiegand hatte sich für seinen Vortrag „Animox - Das Heulen der Wölfe“ von Aimée Carter ausgesucht, eine spannende Fantasy-Geschichte um Gestaltwandler – Menschen, die eine tierische Gestalt annehmen können. Mit guter Lautstärke, angemessenem Tempo und guter Betonung las Lars vor. Dabei gestaltete er den Text sehr lebendig, verlieh den einzelnen Figuren die passende Stimme. Weil er auch den Fremdtext, den kein Teilnehmer vorher kannte, sicher und souverän vortrug und durch die passende Betonung bewies, dass er den Text schnell erfasst hatte, erhielt er schließlich von der Jury die meisten Punkte.

„Ich bin den Text öfter durchgegangen und habe geübt, was ich zur Vorstellung sage“, berichtete der Sieger. Seinen Eltern habe er die ausgesuchte Passage mehrfach vorgelesen, am Morgen des Finales auch noch einmal einem Klassenkameraden. Das Üben hat sich gelohnt, als Sieger ist er nicht nur für das Bezirksfinale (die weiteren Stufen wären im Erfolgsfall das Landes- und schließlich das Bundesfinale) qualifiziert, sondern erhielt – wie alle anderen Teilnehmer auch – ein Exemplar von „Die beste Bahn meines Lebens“ sowie zusätzlich das Buch „Das Abakadabra der Fische“ von Simon van der Geest aus den Händen von Sara Spielvogel von der Buchhandlung Appelt, die das Kreisfinale wie schon seit vielen Jahren wieder veranstaltete. Das Bücherei-Team um Leiterin Stephanie Kron und Gabriele Linden hatte den Raum schön hergerichtet und für Verpflegung mit Getränken und Süßigkeiten gesorgt.

Stephanie Kron gratulierte bei der Siegerehrung allen Teilnehmern zu ihren sehr guten Leistungen. Sie appellierte an alle, weiter zu lesen. „Lesen ist nicht nur für die Schule wichtig, sondern es macht auch den Geist und das Herz weit.“

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