Benefiz-Auktion

Kunst bringt dem Kinderschutzbund 6734 Euro

Theatermann Werner Hahn füllt seine Rolle als Auktionator mit viel Charme, aber auch der notwendigen Bestimmtheit aus.

Theatermann Werner Hahn füllt seine Rolle als Auktionator mit viel Charme, aber auch der notwendigen Bestimmtheit aus.

Foto: WP

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Ennepetal.  Am Ende strahlten alle: die Künstler, die ihre Bilder für die gute Sache gestiftet hatten, die Käufer, die tolle Werke zum Teil für einen günstigen Preis ersteigert hatten, und vor allem all diejenigen, die sich im und für den Kinderschutzbund engagieren: Sage und schreibe 6734 Euro kamen gestern bei der großen Benefiz-Auktion zusammen, die unter dem Motto „Kindern durch Kunst helfen“ im Industriemuseum stattfand.

Werner Hahn charmanter Auktionator

„Aus der Anfangsidee wurde eine Vision. Und diese Vision hat sich heute erfüllt“, meinte Linde Arndt, die Initiatorin der Versteigerung. Die heimische Künstlerin hatte die Idee im November vorgebracht und sich seit Mitte Dezember mit der Vorbereitung befasst. Nachdem sie die ersten Künstler angesprochen hatte, ob sie sich beteiligen würden, sei es fast zum Selbstläufer geworden, erklärt sie. Bei 30 Werken schloss sie schließlich die Liste, hinzu kamen die Bilder von sechs „jungen Wilden“: noch jung auf künstlerischem Gebiet, aber wild entschlossen, an der guten Sache mitzuwirken.

Mit Werner Hahn, Schauspieler am Theater Hagen, Leiter des dortigen Kinder- und Jugendtheaters „Lutz“, Regisseur, Autor und Entertainer, erklärte sich bereit, die Rolle als Auktionator zu übernehmen – und das wie alle anderen Beteiligten ehrenamtlich. „Frau Bürgermeisterin, Sie haben gesagt, dass die Künstler ihre Herzen geöffnet haben“, wandte er sich an Imke Heymann, die die Gäste begrüßt hatte. „Meine Aufgabe ist es nun, die Portemonnaies zu öffnen.“ Und Hahn ließ seinen Charme spielen, sprach den einen oder die andere im Publikum gezielt an, kurbelte unermüdlich den Bieterwettstreit an. Mit Erfolg: Am Ende hatten alle 36 Werke einen Abnehmer gefunden. Bei 50 Euro lag das Mindestgebot, bis zu 333 Euro waren die Bieter letztlich bereit, für einzelne Bilder zu zahlen. Insgesamt standen am Ende 4973 Euro zu Buche.

Jean Pütz als Gast und Käufer

Hinzu kam der Erlös der separat durchgeführten Versteigerung des von der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld zur Verfügung gestellten limitierten und signierten Kunstdrucks „Elvis and the Beatles, Playing Pool“ des weltbekannten Grafikers und Musikers Klaus Voormann. Gemeinsam ersteigerten die Sparkasse und Unternehmer Ralf Stoffels (BIW) das großformatige Bild. 1761 Euro kamen so mit in den großen Topf.

Zahlreiche Gäste hatten Imke Heymann, Kinderschutzbund-Vorstandsmitglied Petra Backhoff und der Hausherr, Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp, im Saal des Industriemuseums begrüßen können. Viele boten mit, darunter Unternehmer Wilhelm Erfurt, der gleich drei Werke ersteigerte, und der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer, der bei einer Skulptur den Zuschlag erhielt. Als besonderer Gast war Jean Pütz dabei. Der Mann mit dem markanten Schnurrbart, vielen vor allem durch seine Sendung „Hobbythek“ aus dem Fernsehen bekannt, war der nachdrücklichen Einladung von Linde Arndt gefolgt. „Ich bin schon lange für die Popularisierung der Kunst aktiv“, erklärte der 79-Jährige gegenüber dieser Zeitung. „Unter anderem habe ich in Köln den alternativen Kunstmarkt mitgeprägt.“ Darüber hinaus habe er auch für den Kinderschutzbund in Köln schon Versteigerungen durchgeführt. Gestern war Jean Pütz nicht nur Gast im Industriemuseum, sondern auch fleißiger Bieter. Drei Werke ersteigerte er.

„Kinder brauchen unseren besonderen Schutz und unsere Obhut“, hatte Imke Heymann in ihrer Begrüßungsrede gesagt. Leider würden Kinder auch in unserem Umfeld nicht gleichermaßen geliebt und gefördert. Sie freute sich über den großen Zuspruch zu der Veranstaltung.

Brief aus dem Bundeskanzleramt

Die Bürgermeisterin verlas zudem ein Grußwort des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, der dem Kinderschutzbund ein Lob für seine Arbeit aussprach, sowie einen Brief aus dem Bundeskanzleramt. Man danke auch im Namen der Bundeskanzlerin für das große Engagement für Kinder und wünsche gutes Gelingen sowie einen hohen Spendenerlös.

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