Politik

Kunstrasenplatz in Schwelm soll 2017 fertig sein

Die Schallschutzwand für den Sportplatz An der Rennbahn sieht ihrer Vollendung entgegen. Der Kunstrasenplatz soll in diesem Jahr bespielbar sein.

Foto: Bernd Richter

Die Schallschutzwand für den Sportplatz An der Rennbahn sieht ihrer Vollendung entgegen. Der Kunstrasenplatz soll in diesem Jahr bespielbar sein. Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Stadt schafft für Aufsicht und Platzpflege zwei neue Stellen. Vereine sollen teilweise Schlüsselgewalt übertragen bekommen.

Die Entwicklung der Sportanlage An der Rennbahn stand im Mittelpunkt der Sitzung des Sportausschusses. Konkret standen zwei Vorberatungen an: Zum einen das Bewirtschaftungskonzept für die neue Anlage, zum anderen die Pläne für die Sanierung des Gebäudes, in denen sich heute schon die Umkleidemöglichkeiten für die Sportler befinden.

Dank an die Vereine

„Aus der Sicht des Sports ist es eine Entwicklung in die richtige Richtung. Ich denke, wir haben hier eine gute Ausgangslage geschaffen“, resümierte Ausschussvorsitzender Matthias Kampschulte am Ende Diskussion, an der auch der Dank von Politik und Verwaltung in Richtung Vereine stand, die sich in der sogenannten Architektengruppe inhaltlich mit in die Planungen eingebracht hatten.

„Aus Vereinssicht ist die Anlage positiv aufgenommen worden. Selbst wenn wir sie in diesem Jahr noch nicht nutzen könnten, dann freuen wir uns eben auf das Frühjahr“, brachte es Klaus Mittelmann, stellvertretendes beratendes Mitglied, für den Stadtsportverband auf den Punkt.

Beigeordneter Ralf Schweinsberg hatte zuvor den Tagesordnungspunkt genutzt, Rückblick zu halten. Der Kunstrasenplatz beschäftige die Stadt seit 2009. Der Dezernent spannte den Bogen vom Rasenplatz am Brunnen über den Sportpark Bahnhof Loh bis hin zu den Planungen für zwei Plätze in Linderhausen, die alle aus verschiedenen Gründen letztendlich gescheitert waren. Nach fast zehn Jahren erfolgloser Diskussion freue man sich nun, den Bürgern eine Anlage von rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu können. Schweinsberg rechnet damit, das der Kunstrasenplatz noch in diesem Jahr fertiggestellt werden kann. Für den Rest der Anlage ist er weniger optimistisch. Das Aufbringen der Tartanbahn für die Läufer sei stark vom Wetter abhängig. „Alle an der Baustelle stehen Gewehr bei Fuß“, so Ralf Schweinsberg.

Für die Bewirtschaftung der gesamten Sportanlage wurde eine für die Stadt möglichst kostengünstige und ressourcenschonende, aber zugleich werterhaltende Lösung gesucht. Wochentags bis 20 Uhr liegt die Schlüsselgewalt bei der Stadt. Dazu werden zwei Stellen zu je 19,5 Wochenstunden neu geschaffen. Nach 20 Uhr und an den Wochenenden sollen die Vereine Verantwortung übernehmen. Anfang 2019 soll darüber gesprochen werden, ob sich das Modell bewährt hat.

Für die Sanierung des Sportlerheims liegt eine große Kostenschätzung über 535000 Euro vor. Eine realistische Umsetzung der Pläne sieht Matthais Kampschulte nicht vor 2019.

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