Schwelmebad

Lazy Daisy gibt Benefizkonzert für Schwelmebad

Am Samstag rockt das Dreiergespann „Lazy Daisy“ wieder die Bühne. 600 bis 800 Besucher werden im Schwelmebad erwartet.

Am Samstag rockt das Dreiergespann „Lazy Daisy“ wieder die Bühne. 600 bis 800 Besucher werden im Schwelmebad erwartet.

Foto: Michael Scheuermann

Schwelm.  Die Rockband Lazy Daisy spielt auch im zwölften Jahr im Schwelmebad. Vom Erlös werden Reparaturen finanziert.

Die Coverband „Lazy Daisy“ spielt erneut zugunsten des Schwelmebades. Seit Eröffnung ist die Drei-Mann-Band jedes Jahr ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des Bades. Zum mittlerweile zwölften Mal gibt „Schwelms bekannteste Band“ am Samstag ein Open Air Konzert im Schwelmer Freibad. Erneut wird dafür eine große Bühne auf dem Gelände vor dem Kinderbecken aufgebaut. Der Einlass beginnt nach dem Freibadbetrieb um 19 Uhr, Beginn des Konzerts ist um 19.30 Uhr.

In der Vergangenheit veranstaltete der Trägerverein Schwelmebad nahezu alle zwei Wochen Konzerte, unter anderem mit den Bands „Smithy“ und „Flieger“ sowie dem Solokünstler „Steve Lausberg“. In dieser Saison war es den ehrenamtlichen jedoch nicht möglich, eine solche Menge an Veranstaltungen zu stemmen.

Auch ein Konzert der Band „6pack“, die sonst die Freibadsaison eröffnete, fiel dieses Jahr wegen eines Wasserschadens im Eingangsbereich wortwörtlich ins Wasser. Der Freibadbetrieb konnte ebenfalls nicht beginnen. Finanziell ein schwerer Schlag für den Trägerverein, wie Vorsitzender Ernst Walter Siepmann betont: „Die ersten zwei warmen Juni-Wochen konnten wir aufgrund des Wasserschadens nicht öffnen. Die Einnahmen fehlen uns natürlich.“

Ungewisse Zukunft

Im Vorfeld hatte der Trägerverein schon mit vielen Sanierungsarbeiten zu kämpfen. So gab es außer den üblichen vorbereitenden Arbeiten auch technische Veränderungen. Zusätzlich musste auch noch das Kinderplanschbecken saniert werden. Neben der wirtschaftlichen Belastung ein großer Zeitaufwand für die freiwilligen Helfer, wie Siepmann beklagt: „Für unser ehrenamtliches Personal war die Belastung in dieser Saison besonders hart. Schon früh packten alle in der Vorbereitung mit an. Hinzu kommt, dass wir personell sehr eingeschränkt sind in diesem Jahr“.

Die Saison verlief trotz des überdurchschnittlich warmen Sommers und dem heißesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen eher enttäuschend. Die Gäste blieben an eigentlich warmen Tagen aus.

Siepmann kann sich den Besucherausfall nur so erklären, dass es den Leuten nach den extrem heißen Tagen bei Temperaturen unterhalb der 30-Grad-Marke schlicht zu kalt war. Das macht sich auch in den Finanzen bemerkbar. „Rund ein Drittel der Einnahmen aus dem letzten Jahr fehlen uns in dieser Saison“.

Vertrag läuft nächstes Jahr aus

Auf Samstag blickt Siepmann trotz aller Umstände mit Vorfreude. „Wir sind selbst auf einen größeren Besucheransturm gut vorbereitet. Zwei Theken stehen uns in diesem Jahr zur Verfügung, vielleicht auch noch eine dritte“.

Passend zum Konzert konnten auch endlich zwei neue leistungsstarke Fritteusen und eine neue Grillplatte für den Imbissstand angeschafft werden, wie Siepmann stolz berichtet: „Sonst war die Schlange immer mehrere Meter lang. „Wir hoffen, dass wir den Andrang nun besser bewältigen können und unsere Gäste nicht mehr so lange auf ihr Essen warten müssen“.

Trotz des kleinen Lichtblicks steht es in der Zukunft nicht gut um das Schwelmebad. Im nächsten Jahr läuft der Vertrag zwischen Stadt und Trägerverein aus. An weitere Unterstützung von der Stadt glaubt Siepmann nicht. „Es gibt einfach andere Baustellen in Schwelm und wir stehen als letztes auf der Liste. Nach zwölf Jahren als Bürgerbad haben wir irgendwann einmal ausgedient“, erklärt Ernst Walter Siepmann wehmütig.

Hundeschwimmen

Noch bis Mitte September ist das Freibad geöffnet. Am Saisonende organisieren die Ehrenamtlichen auch dieses Jahr wieder ein Hundeschwimmen, bei denen Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern zusammen im Becken schwimmen können. Stattfinden wird die beliebte Veranstaltung voraussichtlich am 14. und 15. September.

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