Politik

Liberale in Schwelm fordern Planungsstopp für Kulturhaus

Der Blick aus einem Fenster des denkmalgeschützten Kesselhauses auf das Gelände der Brauerei, auf dem einmal der Neubau für das Rathaus stehen soll. Die FDP möchte auch die Musikschule, Bücherei und die VHS auf dieses Grundstück holen und die Planungen für das Kultushaus in der Römerstraße stoppen.

Der Blick aus einem Fenster des denkmalgeschützten Kesselhauses auf das Gelände der Brauerei, auf dem einmal der Neubau für das Rathaus stehen soll. Die FDP möchte auch die Musikschule, Bücherei und die VHS auf dieses Grundstück holen und die Planungen für das Kultushaus in der Römerstraße stoppen.

Foto: Bernd Richter

Schwelm.   Die FDP-Fraktion sieht genügend Platz für die Musikschule, Stadtbücherei und VHS auf Brauerei-Brache

Die FDP versucht beim Bau des neuen Rathauses auf die Kostenbremse zu drücken. Dafür rücken die Liberalen den ursprünglichen Zentralisierungsgedanken für die Verwaltung „Alles unter einem Dach“ wieder in den Vordergrund. Zugleich stärken sie damit die Position von Rainer Zachow. Der Politiker der Partei „Die Linke“ hatte kürzlich im Liegenschaftsausschuss vorgeschlagen, den geplanten Neubau des Kulturhauses an der Römerstraße zu streichen und Musikschule, Stadtbücherei und VHS ebenfalls auf die Brache zwischen Neumarkt und Schulstraße zu holen.

Keine Wohnungen, weniger Gewerbe

„Die FDP-Fraktion möchte mit diesem Antrag einen konstruktiven Weg aufzeigen, wie man trotz des schwierigen und eingeschränkten Baugrundstücks das ursprüngliche Ziel einer umfassenden Zentralisierung erreichen und die Gesamtkosten deutlich reduzieren kann“, begründet Fraktionschef Michael Schwunk seinen Antrag an Bürgermeisterin Gabriele Grollmann und spricht dem vorgelegten ersten Entwurf jegliche städtebauliche Qualitäten ab. Er füge sich in keiner Weise in die bestehende Bebauung ein. „Wir möchten kein zweites Kreishaus mitten in der Stadt“, so der liberale Politiker.

Konkret schlägt die FDP vor, die Planung für das Rathaus und das Kulturhaus so zu überarbeiten, dass beide Funktionen auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei realisiert werden. Um zusätzliche Flächen zu erhalten, soll auf den Wohnungsbau im Bestandsgebäude verzichtet werden und die Einrichtungen des Kulturhauses im Erdgeschoss des Kesselhauses oder anstelle der Einzelhandelsfläche eingeplant werden.

Nach Ansicht der FDP-Fraktion sei schon jetzt absehbar, dass der veranschlagte Kostenrahmen von 30 Mio. Euro inklusive Mehrwertsteuer nicht gehalten werden kann. So seien bereits der Kaufpreis und die ersten Erhaltungsmaßnahmen, rund sechs Millionen Euro, herausgenommen worden. Die Investitionskosten für das Kesselhaus von 7,5 Millionen müssten hinzugerechnet werden, weil keine Brache im Stadtkern verbleiben könne. Auch der Umbau der Neuen Mitte Schwelms und zusätzliche Parkplätze würden nach ersten Verwaltungsberechnungen zusätzlich 10 Millionen Euro kosten. Die Gastronomie will die FDP im verkleinerten Maßstab erhalten.

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