Erlebnishandel

Massen strömten auf die Mittelstraße in Gevelsberg

Rappelvoll war die Gevelsberger Innenstadt beim Erlebnishandel am vergangenen Sonntag.

Rappelvoll war die Gevelsberger Innenstadt beim Erlebnishandel am vergangenen Sonntag.

Foto: WP

Gevelsberg.   Wer am Sonntag einen Tisch in der Gevelsberger Innenstadt ergattern konnte, hatte Glück. Denn die Konkurrenz um die Freiluftplätze in der Einkaufsmeile war riesig. Tausende strömten durch über die abgesperrte Mittelstraße, schoben sich entlang der geöffneten Läden und genossen den Spätsommertag. Vor allem aber sorgten sie für ein umsatzstarkes Geschäft.

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Nicht nur Susanne Schuhmacher, Pro City-Vorsitzende und Inhaberin des Buchladens Appelt, hatte alle Hände voll zu tun. „Eigentlich wäre es meine Pflicht gewesen, überall einmal vorbeizuschauen“, sagt sie. „Aber ich hatte so viele Kunden, da habe ich es einfach nicht geschafft“, fährt die Buchhändlerin fort. Ein deutliches Zeichen dafür, wie beliebt der Erlebnishandel inzwischen ist, vor allem weil auf der Mittelstraße ja nun überall gebrauchte Bücher zum Verkauf standen.

35 Frisöre am Start

Und auch Andreas Rüggeberg, der Obermeister der Frisörinnung Ennepe-Ruhr, war mehr als zufrieden. 35 Frisöre aus zehn Betrieben hatten sich an der Haar-Schneide-Aktion zugunsten des Henri Thaler-Vereins beteiligt. Sie schnitten, schminkten und flochten für einen guten Zweck. Während im VHS-Bürgerhaus die Henri-Thaler-Damen die Kuchen verkauften, die die Frisöre allesamt mitgebracht hatten, gab es draußen vor den Frisörstühlen zwischenzeitlich Warteschlangen. Die Einnahmen der Friseure (2280 Euro) und die Einnahmen aus dem Verkauf (840 Euro) wurden bereits an Edda Eckhardt, die Vorsitzende des Henri-Thaler Vereins, übergeben.

Luft für mehr Aktionen

Frank Manfrahs freut sich, dass sich die verkaufsoffenen Sonntage in der Stadt etabliert hätten und „immer ein treues Publikum dabei ist“. Ohne Sperrung der Straße, so der Mann vom Citymanagement, „würden wir mittlerweile gar nicht mehr auskommen.“

Die Gastronomen jedenfalls wussten die zusätzliche Fläche gut zu nutzen, und auch viele Geschäfte bauten Verkaufsstände auf. Noch sei Platz für die eine oder andere musikalische Darbietung oder Aktion, betont Manfrahs. Zudem bestehe die Überlegung, die vielen Veranstaltungen, die am Wochenende stattfanden, beim nächsten Erlebniseinkauf unter ein Dach zu bekommen, also mehr mit einzubeziehen.

Manfrahs spricht damit das AWo-Fest 100 Prozent und das Open-Earth-Flair an. Gut integriert ist die Büchermeile. Viele Romane wechselten ihre Besitzer für kleines Geld, und auch kostenlos war Lesestoff zu haben. Die lokale Agenda verteilte gleich mehrere Bücherkisten entlang der Mittelstraße.

Bürgermeister Claus Jacobi war ebenfalls begeistert: „Es ist schön, wie gut die Gevelsberger und viele Auswärtige das Angebot annehmen und gern zu uns kommen.“

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