Saisoneröffnung

Mehr Komfort im Industriemuseum

Die von Grund auf erneuerten Toilettenanlagen, hier das Herren WC in der zweiten Etage, werden am Sonntag in Betrieb genommen.

Die von Grund auf erneuerten Toilettenanlagen, hier das Herren WC in der zweiten Etage, werden am Sonntag in Betrieb genommen.

Foto: WP

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Ennepetal. Am kommenden Sonntag, 3. April, endet die Winterpause im Industriemseum an der Neustraße. Dann findet dort der erste Tag der offenen Tür des Jahres 2016 in den Gebäuden und auf dem Gelände der ehemaligen Firmen Kruse Guss und Debomi statt. Auf die Besucher warten einige Neuerungen, die den Komfort in den altehrwürdigen Räumen deutlich erhöhen.

Von „Pause“ konnte für die Aktiven vom Förderkreis Industriekultur nämlich nicht die Rede sein. Seit Anfang November, dem letzten Tag der offenen Tür des vergangenen Jahres, waren sie gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen aktiv. So werden am Sonntag erstmals die neuen Toilettenanlagen in Betrieb genommen. Im Erdgeschoss und in der zweiten Etage befinden sich nun die Herren-Toiletten, in der ersten Etage die Damen-Toiletten. Neuer Boden, neue Fliesen, neue Installationen – kurzum: Die Anlagen wurden von Grund auf erneuert.

Erhebliche Investition

Seine Feuertaufe schon hinter sich hat der neue Aufzug. „Der war schon zum Weihnachtsmarkt fertig“, erklärt Manfred Henning, der unermüdlich mit einigen Mitstreitern ehrenamtlich für das Museum im Einsatz ist. Bis zu 625 Kilogramm beziehungsweise acht Personen trägt die Kabine, die zwischen Erdgeschoss, erster und zweiter Etage unterwegs ist. Ebenfalls schon zum Weihnachtsmarkt und einigen anderen Veranstaltungen im Einsatz war auch die neue Heizungsanlage in der ersten Etage.

„Die Toilettenanlagen haben etwa 90 000 Euro gekostet“, rechnet Manfred Henning vor. Jeweils etwa 40 000 Euro wurden für die Investitionen in Heizung und Aufzug aufgewandt. „Spender und Gönner“, machten das möglich, so Henning.

Noch in Arbeit ist der neue Fußboden in der zweiten Etage. Hier sind die Mitarbeiter der Gebal dabei, einen neuen Fußboden zu legen, inklusive rauchdichter Kunststofffolie. „Die Gebal hilft uns überhaupt sehr, ohne deren Arbeit würde es für uns schwierig“, sagt Henning. Etwa drei Viertel des Raums sind bereits fertig. Nach Abschluss der Arbeiten – ein Termin dafür steht noch nicht fest – sollen dort wieder verschiedene Modelle aus Gießerei und Schmiede ausgestellt werden.

Nun geht es ab Sonntag wieder richtig rund, wenn das Museum von 11 bis 18 Uhr seine Türen öffnet. Auf die Besucher warten erneut Mitmachgießen und -schmieden. Die Kinder, die das einmal ausprobieren möchten, können ihre Erzeugnisse am Ende auch mit nach Hause nehmen. Darüber hinaus wird es wieder das Schaugießen geben. Diese Aktionen enden gegen 15 Uhr. Die Landbäckerei Kritzler aus Breckerfeld wird frisches Brot backen und im Schieferhaus öffnet das Café. Neben Kaffee und Kuchen stehen auch Würstchen im Angebot. Noch nicht betriebsbereit ist die Carrera-Bahn im Debomi-Gebäude. Hier arbeiten die Betreiber an einer Erweiterung; möglichst zum nächsten Tag der offenen Tür im Mai wollen sie wieder mit dabei sein.

Oldtimertreffen

Ein Höhepunkt eines jeden Tags der offenen Tür sind die Oldtimertreffen (bis 14 Uhr). „Diesmal gibt es ein Borgward-Treffen mit Pkw und Lkw“, erklärt der Organisator Kalli Bernhard. Auch der Auto-Union-Club Herdecke habe sich angesagt. Darüber hinaus erwartet Bernhard wieder viele Oldtimer aller Art – Motorräder, Pkw und Lkw.

Erstmals gilt für die Oldtimer eine neue Verkehrsregelung: Die Zufahrt erfolgt über die Neustraße, die Abfahrt über die Wehrstraße. Durch diese Einbahnstraßenregelung soll die Situation entzerrt werden. Beim letzten Tag der offenen Tür waren fast 600 Oldtimer gekommen.

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