Bauarbeiten

Mehrere Straßensperrungen in Ennepetal-Oelkinghausen

Risse in der Fahrbahn auf der Scharpenberger Straße im Ennepetaler Gewerbegebiet Oelkinghausen.

Risse in der Fahrbahn auf der Scharpenberger Straße im Ennepetaler Gewerbegebiet Oelkinghausen.

Foto: Max Kölsch

Ennepetal.  Die Scharpenberger und die Königsfelder Straße in Ennepetal werden in den Herbstferien abschnittweise ausgebessert. Es kommt zu Sperrungen.

Die Freude über die Öffnung der Kölner Straße ist groß gewesen. Nach sieben Monaten Sperrung waren Ennepetals wichtigste Verkehrsachse und das Nadelöhr Rahlenbecker Tunnel wieder frei passierbar. Wer in Zeiten der Baustelle von Ennepetal nach Schwelm oder von Schwelm nach Ennepetal wollte, musste die Umleitung über Oelkinghausen fahren. Das hinterließ Spuren und ist mit einer der Gründe, weshalb die Scharpenberger und die Königsfelder Straße in den Herbstferien teilweise eine neue Decke bekommen. Die Stadtbetriebe Ennepetal (SBE) haben nun über diese Pläne informiert.

Wirtschaftlicher Bauablauf

Risse im Straßenbelag, stellenweise tiefe Schlaglöcher – „die Scharpenberger Straße ist in keinem allzu guten Zustand“, beschreibt Thomas Humpohl, Abteilungsleiter Tiefbau bei den SBE, den Status Quo. Ursprünglich habe man die Straße in den nächsten Jahren komplett angehen wollen. „Nach der Sperrung der Kölner Straße hätten wir aber ohnehin Ausbesserungsarbeiten machen müssen“, sagt Humpohl.

„Vom Bauablauf her ist es wirtschaftlicher, direkt den kompletten Abschnitt zu machen.“

Gemeint ist der Bereich zwischen Warthestraße und Oelkinghauser Straße. Auf gesamter Breite wird hier der Fahrbahnbelag erneuert, eine Fläche von insgesamt mehr als 2000 Quadratmetern. Zeitweise soll die Scharpenberger Straße für die Maßnahme voll gesperrt werden. „Danach hat man wieder einige Jahre Ruhe in der Straße“, versichert Humpohl.

In einem nicht ganz so schlechten Zustand befindet sich die Königsfelder Straße. Trotzdem kann es hier im Auto schon mal ruckeln. Die Bauarbeiten auf diesem Abschnitt sind daher auch präventiver Art. „Wir erneuern die Decke, um weiteren Schäden vorzubeugen“, erklärt der Abteilungsleiter.

Langfristigkeit als Ziel

Generell sollten Verschleißdecken, also die oberen vier Zentimeter des Fahrbahnbelags alle 20 bis 25 Jahre erneuert werden. Nun wolle man auch auf der Königsfelder Straße wieder für eine langfristig intakte Fahrbahn sorgen. Betroffen ist in diesem Fall der Bereich zwischen Scharpenberger Straße und Raiffeisen-Markt.

Die Arbeiten auf der Scharpenberger und der Königsfelder Straße sollen in der Zeit vom 14. bis zum 25. Oktober stattfinden. Sie erstrecken sich somit fast vollständig über die Herbstferien. „Den Zeitraum haben wir bewusst so gewählt, weil durch die Sperrungen Parkplätze bei den Firmen im Gewerbegebiet wegfallen“, erklärt Thomas Humpohl. „Wir haben die Hoffnung, dass einige Mitarbeiter wegen ihrer Kinder in den Ferien Urlaub haben.“

Auf welcher Straße die Fahrbahn zuerst erneuert werde, sei noch nicht abschließend geklärt. Die SBE rechnen mit je einer Woche Arbeit pro Straße. Im Zuge der Maßnahme würden zudem die Schachtabdeckungen reguliert. Einige der Kanaldeckel hätten sich aus dem Asphalt gehoben beziehungsweise seien in diesen eingesunken. Das werde wieder angeglichen.

Umleitung noch zu klären

Was die Umleitung angehe, bestehe noch Klärungsbedarf. „Sie wird innerhalb des Gewerbegebiets Oelkinghausen verlaufen“, so Humpohl. „Welche Strecke das genau wird, wird noch zwischen den SBE, dem Ordnungsamt und der zuständigen Baufirma abgestimmt.“

Während der Sperrung auf der Kölner Straße schlängelten sich Lkw und Pkw von der Kölner Straße kommend über die Heilenbecker Straße, hoch auf die Kahlenbecker Straße, über die Scharpenberger Straße und Königsfelder Straße quer durchs Gewerbegebiet Oelkinghausen und über Wuppermannshof zurück auf die frühere B 7. Oder eben umgekehrt.

Thomas Humpohl betont aber, dass diese Umleitung nicht Ursache für die Schäden vor allem auf der Scharpenberger ist. „Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen ist es aber mit Sicherheit nicht besser geworden“, gibt er zu. SBE-Vorstand Tim Strathmann bestätigt das: „Beide Straßen waren schon vorher nicht so dolle.“ Dennoch sei die Belastung durch die Umleitung deutlich höher gewesen, vor allem durch den Schwerlastverkehr.

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